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Liebe & Psychologie

Tod und die Angst vorm Fall: So könnt ihr eure Albträume deuten

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 9. Oktober 2017

Wir träumen jede Nacht. Nicht immer von Traumprinzen und anderen schönen Dingen, sondern viele Menschen plagen auch richtige Albträume. Was steckt dahinter?

Manch schöner Traum wird urplötzlich unterbrochen von grausamen Bildern und schockierenden Erlebnissen. Wir werden schlagartig wach, sind schweißgebadet und in Schockstarre. Und natürlich fragen wir uns: Warum träume ich von so grausigen Dingen? Von Tod und Horror, von freiem Fall und herausfallenden Zähnen? Und soll mir dieser Albtraum etwas bestimmtes sagen?

Das Problem der Traumdeutung

Die Traumanalyse versucht, Licht in die Deutung solcher Albträume zu bringen. Das Problem dabei ist jedoch: Jeder Traum ist eine ganz persönliche Angelegenheit. In unseren Träumen verarbeitet das Unterbewusstsein das Erlebte der vergangenen Tage (oder gar Jahre) ebenso wie unsere Wünsche, Hoffnungen und Ängste. Und so vielfältig wie die Menschen selbst, sind somit auch die Träume und eben auch die Albträume.

So kann der Traum von einer Flugreise in die Ferne für manche Menschen absolut angstauslösend sein, für andere etwas Wunderbares. Das sollte man auch bedenken, wenn man Traum-Lexika benutzt. Hier werden verschiedene Traumbilder und -symbole gedeutet, aber immer unter Vorbehalt, da nicht jedes Bild für jeden Träumenden gleich zu deuten ist.

Traumbilder im Albtraum

Generell können viele Traumgeschehnisse als Albtraum wahrgenommen werden. Typische Traumbilder in Albträumen sind Unfälle und Gefahren für den Träumer oder nahestehende Personen, das Gefühl, ins Bodenlose zu fallen oder verfolgt und gejagt zu werden. Auch Situationen wie nackt in einer Menschenmenge zu stehen, sich nicht verständlich machen zu können oder andere Situationen, die Angstgefühle auslösen, sind typisch.

Der Albtraum als Warnzeichen

Die Traumanalyse versucht, die Traumbilder, die uns so erschrecken, zu entschlüsseln. Dabei gelten Albträume grundsätzlich als Warnzeichen. Instinktiv spürt der Träumer eine Gefahrensituation oder eine starke Gefühlsregung wie Angst, Zweifel oder Unsicherheit in seinem realen Leben, welche in Form von entsprechenden Traumbildern verarbeitet wird. Dabei muss jedoch in verschiedene Formen des Albtraums unterschieden werden, beispielsweise in Träume, die sich auf Erlebtes beziehen, Träume, die scheinbar keinen Zusammenhang mit der Realität haben oder wiederkehrende Träume.

Aber: Nicht immer muss ein Albtraum negativ gedeutet werden. So kann auch der Traum vom Tod als Neuanfang oder Kehrtwende im Leben gedeutet werden.

Albträume in der Deutung

Um einen Albtraum deuten zu können, müssen alle Details berücksichtigt werden. Problem nur, dass wir uns, kaum dass wir aufgewacht sind, meist nicht mehr an den Traum erinnern können. Am bestem legt man sich Stift und Zettel neben das Bett und notiert so schnell die möglich alle Details, die einem noch einfallen. Dazu gehören neben den Orten, beteiligten Personen und dem Geschehnis selbst auch die Gefühle des Träumers.

Das ist deshalb so wichtig, weil jedes Detail von Bedeutung sein kann. Gebäude im Traum stehen beispielsweise in der Regel für den Körper des Träumers, eine Straße oder die Fortbewegung in einem Fahrzeug für den Lebensweg. Bedrohungen jeglicher Art stehen in der Traumanalyse für Gefahren für den Träumer und/oder die im Traum auftretenden Personen wie Familienmitglieder oder Freunde.

Gleichen die Geschehnisse des Traums einer real erlebten Situation, kann man davon ausgehen, dass es sich bei dem Albtraum um eine Verarbeitung der Geschehnisse durch das Unterbewusstsein handelt. Wird beispielsweise im realen Leben eine Gefahrensituation erlebt, in die das eigene Kind involviert ist, kann das bei den Eltern (selbst wenn alles gut ausgegangen ist) anschließend Albträume auslösen. Und im Albtraum geht die Situation eben nicht so glimpflich aus. Man verarbeitet somit unbewusst im Traum die eigenen, bereits erlebten Ängste.

Vergleichbar sind Albträume, in denen man von kommenden Ereignissen träumt, in denen ebenfalls der Träumer selbst oder eine nahe stehende Person in Gefahr gerät. Auch hierbei werden Ängste verarbeitet, in diesem Fall sozusagen "vorsorglich" und als Warnung.

Unfall, Gefahr und Bedrohung im Albtraum

So beängstigend die extremen Bilder in einem Albtraum wirken können, so sollte man diese Bilder jedoch stets auch als Chance ansehen. Dies gilt insbesondere für Albträume, die nicht auf den ersten Blick auf eine real vorliegende Situation bezogen werden können.

Unfälle mit einem Fahrzeug können entsprechend als eine Warnung verstanden werden, die für den persönlichen Lebensweg und die damit verbundenen Pläne des Träumers steht. In diesem Fall sollte man seine eigenen Pläne auf ihre Umsetzungsmöglichkeiten sowie gegebenenfalls bisher nicht erkannte Hindernisse prüfen. Die Vorbereitung auf solche möglichen "Pannen" kann somit die Pläne sichern.

Gefahrensituationen im Albtraum, bei denen der Träumer beispielsweise mit einem Flugzeug abstürzt oder an einem Abgrund strauchelt, können vor Überheblichkeit und Hochmut warnen oder als ein Verlust gedeutet werden. Tränen können sowohl im Traum als auch beim Aufwachen eine "Erlösung" aus einer schwierigen Lebenslage anzeigen.

Sich selbst im Traum bedroht zu sehen, ist meist mit dem eigenen Gefühlsleben in Verbindung zu bringen. Die Traumanalyse sieht hierin häufig Eigenschaften, Meinungen oder Gefühle, die bisher verdrängt wurden und nun ans Tageslicht treten. Ein Diebstahl kann damit zusammenhängen, dass sich der Träumer im realen Leben selbst etwas "stiehlt" - zumeist die Erfüllung der eigenen Bedürfnisse zugunsten Anderer.

Wiederkehrende Träume in der Traumanalyse

Wiederkehrende (Alb)Träume nehmen in der Traumanalyse einen besonderen Stellenwert ein. Solche Traumbilder können verschiedene Ursachen haben. Sei es, dass der Träumer seine ständigen Albträume im realen Leben komplett verdrängt, zum anderen kann eine nicht verarbeitete Situation der Grund für die Wiederkehr sein. Erst wenn der Träumende sich damit auseinandersetzt, wird der böse Traum nicht mehr wiederkehren.

Wer massiv unter einem bestimmten Albtraum leidet, sollte sich fachkundige Hilfe suchen, um den Traum zu analysieren. Wichtig hierfür ist natürlich ein möglichst ausführliches Traumtagebuch, in dem alle Träume notiert werden.

Träume deuten: Wichtige Symbole und Schlüssel zur Traumdeutung

von der gofeminin-Redaktion

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