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Liebe & Psychologie

Unglücklich verliebt: Wie man eine unerwiderte Liebe übersteht

Fiona Rohde
von Fiona Rohde Veröffentlicht am 21. September 2017
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Du bist verliebt über beide Ohren, aber deine Gefühle werden nicht erwidert? Das ist extrem hart. Hier ein paar rettende Tipps, wie du mit einer unerfüllten Liebe umgehen solltest.

Wenn man selbst vor lauter Schmetterlingen kaum schlafen kann, das Objekt der Begierde einem gegenüber aber total unempfänglich zu sein scheint, dann ist Land unter. Weltuntergang. Wir alle sehnen uns nach Liebe. Und in dem Fall besonders, weil wir einen Menschen getroffen haben, der für uns perfekt zu sein scheint. Nur sieht der das eben anders. Und da kann man exakt nichts machen. Denn wenn jemand die Gefühle nicht erwidert, hilft auch kein Toben und Heulen.

Unerwiderte Gefühle sind Horror. Und nur allzu leicht verfällt man dazu, sich selbst zu belügen: Vielleicht kann man ihn doch noch von sich überzeugen? Es braucht vielleicht nur Zeit. Er ist vielleicht noch nicht bereit, aber vielleicht kommt das noch... Es gibt tausend Arten sich selbst in diesem Moment etwas schönzureden und man möchte das alles ja nur allzu gerne glauben. Aber: Es bringt nichts. Dieses verzweifelte Hoffen sorgt nur dafür, dass ihr euch selbst noch länger wehtut, als es sein müsste.

Zu Beginn sind wir noch ungläubig. Wir haben eine Abfuhr erhalten, aber denken noch: Das kann nicht sein. Vielleicht habe ich etwas falsch verstanden. Vielleicht hat er mein wahres Wesen noch nicht erkannt, sonst müsste er doch auch so fühlen wie ich. Doch irgendwann realisiert man: Er liebt mich nicht. Und dann hilft nur noch folgendes:

Punkt 1: Finde den Absprung

Je länger du ihn in deinem Leben hast, desto unentbehrlicher wirst du ihn finden. Deshalb geh auf Abstand, sobald du merkst, dass er deine Gefühle nicht erwidert. Je früher du den Absprung findest, umso eher geht es dir wieder besser. Lass dich erst gar nicht auf Geschichten wie Freundschaft plus oder eine Affäre ein. Du willst ihn ganz und nicht bloß ein Krümelchen hingeworfen bekommen.

Punkt 2: Sei wütend, aber nicht unfair

Wenn klar ist, dass es nichts wird mit dem Schwarm, folgt die Wut. Wie kann er nur, der Idiot? Warum liebt er mich nicht? Und in deinen Augen ist er auch der letzte Idiot. Aber deine Wut ist auch ungerecht. Liebe kann man nicht erzwingen, und dein Schwarm möchte halt einfach nicht. Punkt. Das kann man ihm nicht vorwerfen (es sei denn, er hat deine Gefühle ausgenutzt, um sich super zu finden, dich ins Bett zu kriegen oder was auch immer. Dann IST er ein Idiot!). Man kann ihm also gar nichts vorwerfen, nur weil er eben nicht so tickt, wie wir das gerne hätten.

Und das ist der Moment, in dem du dir klar machen musst: Der Typ mag in deinen Gedanken perfekt zu dir passen, Mr. Right und Superman in einem sein: Aber er IST nicht perfekt, denn sonst würde er dich lieben. Und da er nicht auf dich steht, sondern einen anderen Typ Mensch für sich sucht, ist er eben auch nicht perfekt für dich. Nicht dein Deckel, der passt.

Punkt 3: Es liegt nicht an dir

Unerwiderte Liebe tut unglaublich weh. Auch deshalb, weil uns jemand zurückweist und ablehnt. Er möchte uns nicht. Ein Schlag auf die Zwölf für unsere Selbstwertgefühl. Schließlich konnten wir ihn nicht für uns gewinnen. Diese Selbstzerfleischung ist aber absolut zu vermeiden. Denn das macht alles nur noch schlimmer. Wir sollten versuchen logisch zu bleiben.

Er mag vielleicht lieber langweiligere Frauen als dich. Vielleicht passt ihm dein Klamottengeschmack nicht, dein Job oder deine Art von Humor. Und das ist alles eine Geschmacksfrage und macht dich nicht besser oder schlechter. Wenn jemand Pommes mag, wird man ihn niemals ebenso heiß auf ein Salatblatt machen können. Und wenn du Pommes bist und er steht auf Salat, dann macht dich das deshalb nicht schlecht.

Punkt 4: Du hast dein Leben in der Hand

Auch wenn dein Selbstbewusstsein jetzt erstmal im Keller ist, mach dir klar: Du bist bislang ohne ihn ausgekommen in deinem Leben. Du bist nicht abhängig von ihm, stehst auf eigenen Beinen. Da du dein Leben selbst in der Hand hast, ist das hier zwar mehr als schmerzhaft, aber du gehst daran nicht kaputt.

Punkt 5: Geh ihm aus dem Weg

Wenn er sich gegen dich entschieden hat, dann mutiere nicht zum anhänglichen Hündchen. Sei stolz und halt dich fern. Das fällt zwar schwer, aber es ist besser für dich. Und auch er wird es zu schätzen wissen, wenn du sein Nein akzeptierst. Denn das spricht für dich.

Punkt 6: Geh raus

Versuch dich nicht so einzuigeln, in deinem Liebeskummer. Auch wenn der Typ dir perfekt erschien (was er ja nicht ist, weil er sich nicht auch verliebt hat), und auch, wenn alle anderen Menschen gerade nicht dieser eine sind, den du vermisst: Triff dich trotzdem mit lieben Menschen. Egal ob Freundinnen, Lieblingsoma oder wer auch immer. Sie alle mögen dich und werden dir Wärme und Verständnis schenken. Es tut gut, das zu spüren und es baut auch dein ruiniertes Selbstbewusstsein wieder im Nu auf. Du wirst sehen.

Punkt 7: Alles hat einen Sinn

Wenn es mit ihm und dir nicht sein sollte, dann hat das auch manchmal einen Sinn. Vertrau darauf, dass es nicht gepasst hätte. Dass du nicht wirklich glücklich geworden wärst mit ihm, weil du immer mehr als er investiert und gefühlt hättest. Eine Beziehung mit ihm wäre nicht gut gewesen. Und du hast eine super Beziehung verdient, die dich absolut happy macht.

Stell dir nicht vor, wie toll es mit ihm gewesen wäre, sondern überleg realistisch, wie es gewesen wäre, wenn man mit jemandem zusammen ist, der einen nicht liebt. Ein solches Ungleichgewicht in einer Beziehung geht nie gut. Und der richtige Deckel wird kommen. Der Mann, der dir nicht dein Herz rausreißt, sondern dich einfach nur glücklich macht. Der hier ist das in jedem Fall nicht.

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