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Was hilft wirklich bei Muskelkater? Wir verraten die Top 5 Tricks!

Jane Schmitt
von Jane Schmitt Veröffentlicht am 19. Oktober 2016
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Sport tut bekanntlich echt gut - bis man es dann doch irgendwie übertrieben hat. Dann rächt sich das mit fiesem Muskelkater!

War's gestern wohl doch ein bisschen zu viel Sport? Wenn sich der Muskelkater lautstark zu Wort meldet, wird jede Bewegung zur Qual. Bleibt die Frage: Was hilft gegen den Muskelkater? Können wir überhaupt etwas tun oder müssen wir ihn aussitzen?

Was ist Muskelkater?

Zu Muskelkater kommt es immer dann, wenn Muskelgruppen trainiert werden, die sonst eher vernachlässigt werden, beispielsweise bei ungewohnten Bewegungsmustern. Oder wenn zu viel Gewicht verwendet wurde. Durch die ungewohnten Bewegungen oder das größere Gewicht, kommt es zu Mikroverletzungen der Muskelfasern, auch bekannt unter der Bezeichnung Muskelkater.

Höllenqualen nach zu intensivem Training

Grundsätzlich ist ​Muskelkater etwas ganz Normales und tritt er nur von Zeit zu Zeit auf, nicht weiter bedenklich. Am schlimmsten ist der Muskelkater am zweiten bzw. dritten Tag nach der intensiven Sporteinheit. Man fühlt sich kraftlos, in jeder Bewegung eingeschränkt und die Muskeln sind bretthart und schmerzen tierisch.​

Normalerweise verabschiedet sich das gemeine Ziehen auch wieder recht schnell, ungefähr nach gut einer Woche. Aber wie überstehen wir diese ersten zwei, drei Tage der Höllenqualen? Besonders der Schmerz in Oberschenkeln und Po ist oft so unangenehm, dass wir kaum wissen, wie wir uns überhaupt auf den Beinen halten sollen - geschweige denn überhaupt erst einmal aufstehen. Wir wollen nur noch wissen: Was hilft gegen den Muskelkater und wie verschwindet er möglichst schnell wieder?

Kann Muskelkater schaden?

Ein sanftes Ziehen empfinden viele von uns sogar als angenehm und als Bestätigung dafür, dass man fleißig trainiert hat. Doch täuscht euch nicht, eigentlich ist das ein erstes Anzeichen für Muskelkater und dass ihr es fast übertrieben habt - die Muskeln sind gereizt. Euer Trainingsziel darf auf keinen Fall Muskelkater sein, außer Schmerzen bringt euch das nämlich nichts. Daher ist auch das "Darüber hinweg trainieren" nicht zu empfehlen. Wer trotz Muskelkater nicht auf sein Training verzichten möchte, muss zumindest die schmerzenden Muskelpartien schonen und das Training dementsprechend umstellen.

Was hilft gegen Muskelkater?

Es gibt jede Menge Tipps, die angeblich gegen Muskelkater helfen sollen. Manche helfen tatsächlich, andere bewirken leider sogar das Gegenteil. Eine Massage beispielsweise ist nur selten sinnvoll und oft sogar schlichtweg falsch. Denn manchmal wird es dadurch noch viel schlimmer! Durch die Massage werden die sowieso schon verletzten Muskelfasern nämlich noch mehr gereizt. Dadurch können die Schmerzen verstärkt werden.

Muskelkater vorbeugen

Damit es gar nicht soweit kommt und ihr unter den Qualen des garstigen Muskelkaters zu leiden habt, solltet ihr ein paar Hinweise beherzigen:

  • Nach einer langen Trainingspause, solltet ihr es langsam angehen lassen.
  • Beim Krafttraining solltet ihr eurem Körper genug Zeit lassen und das Gewicht langsam steigern.
  • Verzichtet weder auf das Aufwärmen, noch auf ein Cooldown.
  • ​Sanftes Stretching kann Muskelkater und Zerrungen vorbeugen.

Vor allem während großer Turniere sieht man immer wieder Bilder von Profisportlern, die in Eistonnen stehen und sich im kalten Bad für einige Minuten entspannen. Damit soll unter anderem dem Muskelkater vorgebeugt werden. Außerdem soll damit die Regenerationszeit verkürzt werden. (Für alle Hobbysportler: Besser vorher beim Hausarzt erkundigen.)

first camp with the national team ✅🇩🇪 #RoadToRio #wirfuerd #eistonne @10maro10 #laudehr #dfbfrauen

Ein von Anja Mittag (@anjamittag) gepostetes Foto am 28. Jun 2016 um 3:25 Uhr

Die deutschen Fußballerinnen gönnen sich eine eiskalte Abkühlung.

5 Tipps: Das hilft gegen Muskelkater

1. Entspannung pur im Schaumbad

Ein wohltuendes Bad hilft gegen viele Beschwerden - so auch bei Muskelkater. Durch die Wärme werden Haut und Muskeln besser durchblutet und die Muskeln entspannen sich ein wenig. Noch besser als ein einfaches Schaumbad sollen spezielle Muskelentspannungsbäder helfen. Im Drogeriemarkt oder in der Apotheke gibt es beispielsweise spezielle Mischungen mit Fichtennadeln oder Rosmarin, die besonders gut bei Muskelkater und -verspannungen helfen sollen.

2. Wohlige Wärme in der Sauna

Ein Besuch in der Sauna hat eine ähnliche Wirkung wie ein heißes Bad. In der warmen Luft entspannen sich die Muskeln und der Schmerz lässt ein wenig nach.

3. Leichtes Training

Nein, Muskelkater ist keine Ausrede dafür den Sport ausfallen zu lassen. Zu früh gefreut. Der Muskelkater sollte zwar nicht wegtrainiert werden, dennoch tut eine leichte Belastung den Muskeln gut.

Habt ihr beispielsweise Muskelkater vom Training mit schweren Gewichten, so solltet ihr auf dieses Training in den nächsten Tage verzichten, damit die schmerzenden Muskelgruppen nicht zu sehr belastet werden. Lockeres Radfahren oder Laufen kann die Muskeln hingegen sogar entspannen.

4. Sanftes Dehnen
Auch sanftes Dehnen kann den Muskelkater lindern. Da der Körper eh schon schmerzt, sollten wir dabei nur sehr sanft vorgehen und langsame, leichte Bewegungen machen.

5. Leichte Schmerzmittel
Ist der Muskelkater richtig übel, könnt ihr die Schmerzen mit Salben, Cremes oder leichten Schmerztabletten lindern. Die beseitigen zwar nicht den Muskelkater an sich, doch nimmt es immerhin die fiesen Schmerzen, die er auslöst.

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