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Körper entsäuern und abnehmen: So funktioniert die Säure-Base Diät

von Jessica Stolz Veröffentlicht am 1. März 2018
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Nudeln, Fleisch und Brot - all diese Lebensmittel tragen zu einer Übersäuerung des Körpers bei. Das führt dazu, dass wir zunehmen können und uns einfach nicht wohlfühlen. Wir verraten euch, wie ihr den pH-Wert in eurem Körper mit Hilfe der Säure-Base Diät neutralisieren könnt.

So funktioniert die Säure-Base Diät

Um zu verstehen, wie die Säure-Base Diät funktioniert, müsst ihr euch erstmal ein bisschen mit eurem Organismus befassen. Es ist nämlich so: Die Balance zwischen den Säuren und Basen in unserem Körper wird durch unser Blut, die Lunge, die Haut und durch die Nieren aufrechterhalten. Den Säuregehalt von Flüssigkeiten misst man mit dem pH-Wert. Ein gesunder Körper hat demnach einen pH-Wert zwischen 7,5 und 9. Das bedeutet, dass der Körper einen basischen Wert hat. Generell könnt ihr euch merken, dass alle Werte über einem pH-Wert von 7 basisch sind und alle die darunter liegen sauer sind. Wenn der pH-Wert genau 7 beträgt, ist er neutral.

Durch die Ernährung können wir unseren pH-Wert verändern. Das Problem: Unser Essen sorgt häufig dafür, dass wir übersäuern. Gerichte mit Fleisch, Getreide- oder Milchprodukte sind Schuld daran, dass sich unser pH-Wert ins Negative verändert. Auch Stress und Bewegungsmangel können Gründe für einen sauren pH-Wert sein. Und das wiederum hat zur Folge, dass ihr eventuell zunehmt oder unter Kopfschmerzen, Müdigkeit und Bluthochdruck leidet. Durch die Säure-Base Diät soll euer Säurehaushalt wieder ausgeglichen werden, indem ihr saure Lebensmittel durch basische Produkte ersetzt.

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Die Säure-Base Diät ist genau genommen gar keine richtige Diät - vielmehr ist es eine Methode, um das Ernährungsgleichgewicht wieder herzustellen. Hat euer Körper wieder einen basischen pH-Wert, werdet ihr nicht nur überschüssige Kilos schneller los und seid insgesamt fitter und wacher - auch eure Haut wird es euch danken.

Der pH-Wert von Lebensmitteln

Man könnte denken, dass man den Säuregehalt der Lebensmittel am Geschmack ablesen könnte. Das ist aber falsch. Geschmack und pH-Wert haben nichts miteinander zu tun. Eine Zitrone zum Beispiel schmeckt sauer, hat aber einen basischen pH-Wert. Genau wie viele andere säuerliche Obstsorten.

Die Grafik hilft dir dabei, zu erkennen, welche Lebensmittel einen geringen pH-Wert haben und demnach sauer sind und welche einen hohen pH-Wert haben, also basisch sind. Alle Lebensmittel, die sich in einem der blauen Felder befinden, sind basisch.

Obst und Gemüse könnt ihr also ohne Bedenken essen. Am besten geeignet sind Tomaten, Zitronen, Gurken oder Karotten. Genauso sollten Lebensmittel mit neutralem pH-Wert (7) regelmäßig auf den Tisch kommen. Unter ihnen findet sich auch Wasser. Davon solltet ihr pro Tag mindestens 1,5 Liter trinken. Auch Soja-Produkte, Tee, sowie Essig und Öl sind im "grünen Bereich".

Die Lebensmittel im roten und orange-farbenen Feld sollten dagegen nur in Maßen gegessen werden, denn sie treiben euren Säuregehalt in die Höhe. Der größte Übeltäter: Alkohol! Egal ob in Form von Wein oder buntem Cocktail - alkoholische Getränke haben den niedrigsten PH-Wert, sind also am sauersten. Danach folgen hoch verarbeitete Lebensmittel wie Fast Food. Aber auch Fleisch, Käse, Brot und Nudeln wirken säuernd auf unseren Körper. Die sauren Lebensmittel sollten also nicht für jede Mahlzeit herhalten.

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Die 3 Grundregeln der Säure-Base Diät:

1. Ausgewogene Ernährung

Bei der Säure-Base Diät sollt ihr nicht auf irgendwelche Lebensmittel verzichten - mit Ausnahme von Alkohol vielleicht. Denn auch wenn Nudeln, Fleisch oder Käse einen sauren pH-Wert haben, solltet ihr sie nicht komplett von eurem Speiseplan verbannen. Euer Körper braucht nämlich Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate, damit der Organismus richtig funktioniert. Es kommt vielmehr auf die Zusammenstellung der Mahlzeiten an. Ein ausgewogenes Gleichgewicht ist: 70% basische und 30% saure Lebensmittel.

2. Viel Bewegung

Bewegung ist immer wichtig, nicht nur, wenn wir abnehmen wollen. Sport hält uns fit und macht uns wacher und ausgeglichener. Aber auch dem Säuregehalt in unserem Körper kommt Bewegung zu Gute. Durch den Sport fangen wir an zu Schwitzen. Durch den Schweiß kann unser Körper überschüssige Säuren loswerden. Auch Sauna-Besuche wirken entsäuernd für unseren Körper.

3. Keine Fertigprodukte

Industriell verarbeitete Produkte sind die sauersten Lebensmittel überhaupt. Steigt also lieber auf naturbelassene Lebensmittel um. Alles, was es als Fertigprodukt zu kaufen gibt, kann man auch zu Hause selber machen. Wichtig ist auch, nicht zu viel Salz ins Essen zu geben, denn auch das treibt den Säuregehalt in die Höhe. Um euren Säuregehalt zu regulieren, trinkt den Tag über viel Wasser, am besten mit einem Spritzer Zitronensaft.

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Rezept-Ideen für basische Gerichte

Um basisches Essen in euren Speiseplan zu integrieren, zeigen wir euch drei leckere Rezept-Ideen, die sich positiv auf euren Körper auswirken.

Pilzpfanne mit Curry

Zutaten für 2 Personen:

  • 400 g gemischte Pilze
  • 1 Tomate
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stück Ingwer
  • ½ rote Chilischote
  • 3 EL Kokosöl oder Olivenöl
  • 1 TL schwarze Senfsamen
  • 1 gehäufter TL mittelscharfes Currypulver
  • 1 EL Tamari
  • Ein paar Korianderblätter
  • Salz und Pfeffer zum Würzen

Und so geht's:

Pilze und Tomate abwaschen und in grobe Stücke schneiden. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Knoblauch, Ingwer und Chili ganz klein schneiden und in der Pfanne anbraten. Senfsamen dazu geben und bei mittlerer Hitze für ca. 2 Minuten schmoren lassen. Currypulver und Zwiebel dazugeben und nochmals für 2 Minuten anbraten. Die Pilze unterheben, nach Belieben salzen und pfeffern. Einen Schuss Wasser hinzugeben und alles für 10 Minuten schmoren lassen. Etwas Tamari sowie die Tomate in die Pfanne geben und weitere 5 Minuten braten, bis die Pilze leicht braun werden. Auf einem Teller anrichten und mit Koriander bestreuen. Lasst es euch schmecken!

Zucchini-Spaghetti mit Tomatensauce

Zutaten für 2 Personen:

  • 4 Zucchini
  • ⅓ Tasse Wasser
  • ¾ Tasse rote Linsen
  • 2 Pck. passierte Tomaten
  • 1 EL getrockneter Oregano
  • ​Salz und Pfeffer zum Würzen
  • Veganer Ricotta- oder Ziegenkäse zum Bestreuen

Und so geht's:

Passierte Tomaten, Linsen, Wasser, Oregano, sowie Salz und Pfeffer in einem Topf geben, vermischen und kurz aufkochen lassen. Temperatur etwas runterstellen und für weitere 20 Minuten leicht köcheln lassen, bis die Linsen gar sind. In der Zwischenzeit Zucchini mit einem Spiralschneider bearbeiten und die fertigen Zucchini-Nudeln in einer Pfanne anbraten, bis sie gar sind. Zucchini Nudeln auf einen Teller geben und mit der Soße übergießen. Wer mag, kann jetzt noch etwas veganen Ricotta- oder Ziegenkäse daraufstreuen. So einfach und lecker zaubert ihr ein basisches Gericht!

Vegetarisch gefüllte Paprika

Zutaten für 2 Personen:

  • 5 Paprikaschoten
  • 300 g Vollkorn-Reis oder Wildreis
  • 3 EL Gemüsebrühe
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 200 g Champignons
  • ​50 g rote Linsen
  • 300 g passierte Tomaten
  • Salz und Pfeffer zum Würzen
  • etwas Schnittlauch

Und so geht's:

Champignons und eine Paprika waschen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Reis nach Packungsanleitung kochen, 3 EL Gemüsebrühe ins Wasser geben. Salz wird so nicht mehr benötigt. In der Zwischenzeit Champignons, Paprika, Zwiebel, rote Linsen und Knoblauch in eine Pfanne geben und mit etwas Öl für ca. 1 Minute scharf anbraten. Gemüse zum fertigen Reis in den Topf geben und vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Deckel von der Paprika abschneiden, Strunk rauslösen, waschen und von Kernen befreien. Paprika mit Reis-Gemüse-Mischung füllen. Backofen vorheizen und die Paprikaschoten für ca. 20 Minuten bei 180 Grad backen. Passierte Tomaten in einer Pfanne erwärmen. Paprikaschoten auf Tellern anrichten und mit passierten Tomaten als Soße übergießen. Guten Appetit!

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