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Mehr Toleranz: Warum gilt der Juni als Pride Month?

von Yvonne Willms ,

Jedes Jahr im Juni zelebriert die Community der LGBTQIA+-Bewegung den Pride Month und setzt damit ein wichtiges Zeichen für die Vielfalt der Liebe. Doch warum wird genau in diesem Monat die Gleichstellung der Geschlechter gefeiert?

Schaut man auf die Straßen, ist sie im Juni allgegenwärtig: die bunte Regenbogenfahne als Symbol für mehr Toleranz gegenüber Homosexuellen und Menschen, bei denen biologisches Geschlecht nicht mit der eigenen Geschlechtsidentität übereinstimmt.

In vielen Großstädten finden in diesem Monat Gay Pride-Märsche und queere Partys statt, um den sogenannten 'Pride Month' (engl. "Stolz") zu feiern. Die LGBTQIA+-Community setzt damit ein sichtbares Zeichen für die immer noch stattfindende Ausgrenzung. Denn Mobbing und Hate auf Social Media, diskriminierende Gesetze und Gewalttaten, finden in vielen Ländern – auch in Deutschland – immer noch statt.

Mehr dazu: 'Pride Month' Juni: Geschlechtsidentitäten erklärt

So wird der Juni zum wichtigen Statement, um ein Ende der Stigmatisierung von sexuellen Orientierungen und verschiedenen Geschlechtsidentitäten zu erreichen. Schließlich ist Liebe vielfältig und Toleranz für jeden Einzelnen ein wichtiges Gut einer demokratischen Gesellschaft. Dass der Pride Month ausgerechnet auf diesen einen Monat im Jahr fällt, ist jedoch kein Zufall.

Im Video: LGBT-Pride-Monat: Wofür steht die Regenbogenfahne?

Video von Esther Pistorius

28. Juni 1969 ist der Tag für mehr 'queere' Toleranz

Auslöser für die heutige Gay Power-Bewegung und den jährlichen Pride Month ist die Nacht vom 28. Juni im Jahr 1969. Homosexuelle, transsexuelle Personen und andere sexuelle Minderheiten wurden zu der Zeit gesellschaftlich ausgegrenzt – galten sogar als geisteskrank. Orte, um die eigene Geschlechtsidentität offen zu leben, gab es kaum.

Einer der wenigen Treffpunkte war die New Yorker Bar „Stonewall Inn“ auf der Christopher Street in der sich die queere Community regelmäßig traf. Polizeirazzien waren dennoch an der Tagesordnung. Erstmalig beschlossen jedoch die Menschen sich in dieser Nacht gegen die intolerante Willkür und die Schikanen der Polizist*innen zur Wehr zu setzen und die diskriminierenden Zugriffe nicht mehr hinzunehmen.

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Viele Menschen solidarisierten sich anschließend mit der Community, die bereits Jahrzehnte unter der Ausgrenzung und Diskriminierung litt. Bereits 1970 gab es in den USA die ersten Gay Pride-Märsche, in Deutschland folgte die erste Parade in Berlin im Jahr 1979.

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Angelehnt an die Christopher Street, in der sich die berühmte Bar befand, wird daher künftig in der Zeit rund um den 28./29. Juni der Christopher Street Day in vielen deutschen Großstädten gefeiert – und der gesamte Juni damit zum Pride Month gekürt.