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Stabil, abwaschbar & mitwachsend: So findest du den richtigen Babyhochstuhl

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 26. Juni 2018
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Je größer Babys werden, desto mehr Interesse zeigen sie für alles, was Mama, Papa und die älteren Geschwister tun. Das gilt ganz besonders fürs Essen. Babys sollten deshalb mit am großen Tisch sitzen. Damit das gelingt, braucht man den richtigen Babyhochstuhl.

Es wird einem ja viel erzählt, wenn es darum geht, eine Grundausstattung für das Baby zusammenzustellen. Aber eine Sache braucht man wirklich, spätestens, wenn das Baby nicht mehr nur Interesse für Milch zeigt, sondern immer öfter nach Mamas und Papas Löffel greift: einen Babyhochstuhl.

Warum überhaupt einen Babyhochstuhl?

Die Kleinen werden nicht nur immer größer, sondern vor allem immer schwerer und beweglicher. Das heißt, während du dein Baby in den letzten drei, vier Monaten einfach während des Essens im Arm gehalten hast, musst du so langsam aufpassen, dass dir dein Spatz nicht den Kartoffelbrei vom Löffel klaut. Weil das Baby aber zum Essen mit am großen Tisch sitzen soll, braucht es deshalb einen Babyhochstuhl.

Aber nur am Tisch zu sitzen, macht natürlich auch keinen Spaß. Selber essen ist spätestens ab dem sechsten Monat angesagt und da sollte dein Kind am besten auch seinen eigenen Stuhl haben. Denn Kind festhalten und Brei löffeln kann zu einer artistischen Meisterleistung werden. Wenn man also nicht gerade auf Karottenflecken an der Wand steht oder seine Küche komplett in Frischhaltefolie packen möchte, dann sollte man das Kind auf seinem eigenen Babyhochstuhl anschnallen.

Ab wann sitzen Babys im Hochstuhl?

Selbstständig sitzen können Babys ungefähr im achten Monat. Man spricht davon, wenn das Kind sich bereits selbst in eine sitzende Position bringen kann. Das heißt aber nicht, dass man sie vorher nicht in den Babyhochstuhl setzen darf. Es gibt jedoch ein paar Dinge, die man beachten sollte.

Die Nacken- und Rückenmuskulatur von Babys ist in der Regel vor dem achten Monat (bei manchen Kindern auch etwas später) noch nicht genügend ausgereift. Zu langes, gerades Sitzen kann die Rückenmuskulatur überlasten. Es ist deshalb ratsam, die Kinder gestützt und nicht länger als 30 Minuten in den Hochstuhl zu setzen, wenn sie noch nicht selbstständig sitzen können.

Babyhochstühle mit verstellbarer Rückenlehne sind eine gute Alternative, wenn man das Kind mit an den Familientisch setzen möchte. Sie ermöglichen dem Kind, sich selbst aufzurichten, wenn es das will, aber auch sich entspannt zurückzulehnen. Wenn das Kind selbstständig sitzen kann, spricht nichts dagegen, es gerade in den Babyhochstuhl zu setzen.

Ein kleiner Tipp für diejenigen, die sich nicht entscheiden können, welcher Hochstuhl es für das Baby sein soll: Wenn das Kind noch zu klein ist, um aufrecht in einem Hochstuhl zu sitzen, aber trotzdem bereits mit Brei gefüttert wird, greift erst einmal auf euren Autositz zurück (sofern der sich gut reinigen lässt). Besonders praktisch daran: Wenn der Knirps nach dem Essen erschöpft einschläft, ihr aber noch was vor habt, könnt ihr ihn direkt schlafend ins Auto bugsieren.

Was muss ein guter Babyhochstuhl können?

Wie bei allen Baby-Artikeln, Möbeln und Produkten gibt es auch im Bereich der Babyhochstühle unzählige Varianten: mit integriertem Tischchen, zum Liegesitz umbaubar, höhenverstellbar, klappbar mit und ohne Spielzeug... Welcher der richtige Babyhochstuhl für euch ist, entscheidet am Ende natürlich ihr. Aber es gibt ein paar Punkte, die man vor dem Kauf bedenken sollte:

  • Auch wenn dein Baby heute noch sehr klein ist und noch gar nicht selbstständig sitzen kann (weshalb der Sitz eine verstellbare Rückenlehne und Liegefunktion haben sollte), du solltest trotzdem darauf achten, dass dein Babyhochstuhl mitwachsen kann. Denn sonst kaufst du schon in einem halben Jahr den nächsten.

  • Der Stuhl sollte außerdem stabil sein, denn dein Kind wird mit fester Nahrung zu einem kleinen Hulk und wird den Babyhochstuhl in Sachen Stabilität auf Herz und Nieren prüfen.

  • ​Apropos kleiner Hulk: Einen Gurt sollte der Babyhochstuhl auch unbedingt haben. Denn wenn die Kleinen größer werden und erst einmal das Aufstehen und Laufen gelernt haben, entdecken sie auch ganz schnell das Klettern für sich.

  • Abwischbar sollte der Babyhochstuhl deiner Wahl auch unbedingt sein und generell leicht zu reinigen. Selber essen finden Babys nämlich super spannend. Ihre noch wenig trainierte Koordination macht das am Anfang aber sehr schwierig und viel Essen landet erst mal auf dem Babyhochstuhl.

  • Babyhochstühle sind in der Regel eher groß. Wenn der Platz in der Küche also beschränkt ist, achte darauf, dass du ein klappbares Model kaufst.

  • ​Wenn du schon vor dem Kauf weißt, dass du den Babyhochstuhl gerne zu Besuchen beispielsweise bei Oma und Opa mitnehmen willst, sollte er nicht nur klappbar sein, sondern am besten auch höhenverstellbar.
  • ​Und noch ein praktischer Tipp: Babys greifen irgendwann nach allem, was in ihrer Nähe ist. Wenn ihr fürchtet, dass euer Kind den vielleicht kleinen Küchentisch bei gemeinsamen Mahlzeiten abräumen könnte, schaut nach einem Babyhochstuhl mit integriertem und abnehmbaren Tisch. So hat Baby seinen eigenen Bereich (mit unkaputtbarem Babygeschirr) und sitzt dennoch mit euch am großen Tisch.

Die besten Babyhochstühle im Überblick

Um euch die Wahl des richtigen Hochstuhls leichter zu machen, präsentieren wir euch gut bewertete Modelle aus den unterschiedlichen Kategorien:

Mehrzweckhochstuhl

Vor allem kleine Babys unter 8 Monaten sollten noch nicht aufrecht in einem Stuhl sitzen. Deshalb bietet es sich an, auf einen Mehrzweckhochstuhl zurückzugreifen, bei dem das Kind nicht nur in einer Art Babyschale sitzt, sondern an welchem sich auch die Rückenlehne verstellen lässt. Außerdem sind die meisten Modelle zusätzlich höhenverstellbar und passen so an jeden Tisch.

Einziges Manko der Mehrzweckhochstühle: Die Stühle sind oft nur bis 15 Kilo zugelassen, dass heißt, ab ca 2,5 Jahren muss ein neuer Stuhl her.

Treppenhochstuhl

Der perfekt mitwachsende Babyhochstuhl ist ein Treppenhochstuhl. Mit dem entsprechenden Set lässt er sich problemlos an das Alter des Kindes anpassen - von ganz klein bis ganz groß. Der Stuhl selbst ist nicht höhenverstellbar, dafür aber Sitz- und Fußabstellfläche. Beides kann individuell an die Größe des Kindes angepasst werden. Zusätzliche Kissen und der Gurt sorgen für Sicherheit beim Sitzen.

Tisch-Hochstuhl-Kombination

Die Idee dieser Hochstühle ist gut. Man hat Babyhochstuhl und Kindermaltisch samt Stuhl in einem. Leider ist die Dauer, in der Kinder den Sitz als Hochstuhl benutzen können, eingeschränkt. Da sich die Rückenlehne nicht verstellen lässt, sollten nur Kinder in diesem Hochstuhl Platz nehmen, die bereits selbstständig sitzen können. Wenn Kinder den Sitz nicht mehr als Hochstuhl benutzen wollen, lässt er sich mit wenigen Handgriffen zu einem Bastel- und Maltisch mit extra Stuhl umfunktionieren.

Tischsitz für die Reise

Wer viel mit kleinen Kindern reist, kann sich auch für unterwegs einen kleinen und platzsparenden Tischsitz besorgen. Der Sitz wird, wie der Name schon verrät, einfach am Tisch selbst befestigt. Geeignet ist er für Kinder von 6 bis ca. 15 Kilo.

Boostersitz für unterwegs

Auch sehr nützlich für Eltern, die viel unterwegs sind, sind die sogenannten Boostersitze oder einfach Sitzerhöhungen. Sie lassen sich recht klein zusammenfalten, bieten aber trotzdem eine gewisse Sicherheit beim Sitzen - je nachdem, wie der Stuhl darunter beschaffen ist. Boostersitze sind keine Dauerlösung, sondern nur 'Notlösungen' für die Reise.

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