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Sitzen, Krabbeln, Laufen lernen: 3 geniale Eltern-Hacks, die Babys dabei helfen

von gofeminin Veröffentlicht am 10. September 2018
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Ihr könnt es kaum erwarten, dass euer kleiner Schatz seine ersten Gehversuche macht? Wir verraten euch ein paar wertvolle Tipps und Tricks, mit denen ihr euren Nachwuchs unterstützen könnt.

Für Eltern ist es unfassbar aufregend, wenn ihre Babys zum ersten Mal mobil werden. Das erste Robben, Krabbeln und auch die ersten Schritte sind nicht nur für die Kleinen, sondern auch für Mama und Papa echte Meilensteine. Da ist es verständlich, dass Eltern ihren Kindern gerne dabei helfen möchten, diese zu erreichen.

Es ist jedoch wichtig, dass man dabei nicht ungeduldig wird. Jedes Kind erreicht diese kleinen Meilensteine in seinem eigenen Tempo. Wenn ein Entwicklungsschritt mal etwas länger auf sich warten lässt, ist das also überhaupt nicht schlimm. Es ist schließlich nur ein kleiner Teil der Entwicklung.

Die einzelnen Schritte zum Sitzen, Krabbeln und Laufen muss euer Schatz natürlich schon selber machen. Es gibt aber ein paar Tipps und Tricks, mit denen Mama und Papa dabei unterstützen können!

Stufe 1: Sitzen

Spätestens wenn das Baby auf dem Rücken liegt und sich hochziehen kann, wenn wir ihm die Hände reicht, ist der erste Grundstein für das selbstständige Sitzen gelegt. Wie bei allen Entwicklungsschritten erreicht jedes Baby auch diesen kleinen Meilenstein, wenn es so weit ist. Meistens können Babys ab dem 6. Monat für einen kurzen Moment alleine sitzen. Wirklich selbstständig aufsetzen und auch alleine sitzen bleiben funktioniert allerdings erst irgendwann zwischen dem 7. und 9. Monat - oder eben auch später.

Das Sitzen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Mobilität. Babys, die selber sitzen können, sind nicht mehr weit davon entfernt, sich auf die Hände zu stützen und vor und zurück zu wippen. Dies wiederum ist die Vorstufe zum Krabbeln. Aus diesem Grund kann es auch passieren, dass Babys, die erst später selbständig sitzen können, dafür anschließend schneller zum Krabbeln übergehen.

In jedem Fall ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Rücken- und Bauchmuskeln ausreichend entwickelt sind. Sie müssen schließlich das Gewicht des Oberkörpers und des Köpfchens tragen. Deswegen ist es auch nicht empfehlenswert, Babys frühzeitig aufrecht hinzusetzen - also bevor sie es aus eigener Kraft können. Wenn die Muskulatur noch nicht stark genug ist, kann dies im schlimmsten Fall zu Schäden an der Wirbelsäule führen.

So könnt ihr euer Baby beim Sitzen unterstützen

Wenn man sein Baby also beim selbstständigen Sitzen unterstützen möchte, sollte man bei der Entwicklung der Bauch- und Rückenmuskulatur beginnen. Ist euer Baby soweit, dass es sich mit Unterstützung aufsetzen möchte, könnt ihr es von hinten und den Seiten stützen. Dazu könnt ihr euch beim Spielen auf dem Boden hinter eurem Baby platzieren. Dann hat euer Kind die Arme frei, um sich selbst vorne abstützen.

Diese Sitzposition mag am Anfang noch etwas wacklig aussehen, aber mit der Zeit werden die seitlichen Bauchmuskeln des Babys gestärkt und auch sein Gleichgewichtssinn geschult. Ein wertvoller Schritt auf dem Weg zum selbstständigen Sitzen. Dann folgt der spannende Part: Positioniert ein interessantes Spielzeug in greifbarer Nähe vor eurem Kind. Jetzt muss es selbst sein Gleichgewicht halten, wenn auch nur kurz, um danach zu greifen. Diese Zeitabschnitte, in denen euer Kind frei sitzt, werden nach und nach immer länger, bis es schließlich ganz alleine sitzen kann.

Die "Farbring Pyramide" von Fisher-Price eignet sich schon für Babys ab dem 6. Monat. Die bunten Farben stechen aus der Umgebung heraus und ziehen so Babys Aufmerksamkeit auf sich. Mama kann dem auch nachhelfen, indem sie die Pyramide hin- und herschaukelt. Spätestens wenn das Baby die rasselnden Geräusche gehört hat, die die Pyramide beim Wippen macht, dürfte sein Interesse geweckt sein. So stimuliert die Pyramide gleich mehrere Sinne.

Beim Stapeln und Spielen mit den bunten Ringen wird auch gleich die Hand-Augen-Koordination des Babys geschult. Eine Fähigkeit, die wichtig ist, um auch das Krabbeln zu beherrschen. Da diese motorische Fähigkeit zusammen mit einer gestärkten Muskulatur für das Sitzen und Krabbeln gleichermaßen wichtig sind, lernen viele Kinder selbstständiges Sitzen und Krabbeln sehr schnell nacheinander. Manche Kinder können sogar krabbeln bevor sie selbstständig sitzen können.

Stufe 2: Krabbeln

Babys sind von Natur aus neugierig und möchten die Welt entdecken. Daher ist es das Größte für sie, wenn sie zwischen dem 7. und 10. Monat endlich das Krabbeln lernen und sich selbstständig bewegen können. Wobei es sich dann eher um die ersten "Krabbelversuche" handelt. Richtig gut darin werden sie erst mit etwa einem Jahr. Auch hier gibt es keinen Grund zur Sorge, wenn euer Baby keinerlei Anstalten zu krabbeln macht. Viele Babys überspringen diesen Schritt auch einfach und gehen direkt zu den ersten Schritten über.

Damit Babys Krabbeln lernen können, muss ihre Muskulatur entsprechend stark sein. Diese haben sie zwar schon trainiert, als sie in der Bauchlage gelernt haben ihr Köpfchen zu heben, sich zur Seite zu drehen und schließlich auch zu robben und zu sitzen, aber das Krabbeln fordert sie natürlich noch etwas mehr. Jetzt geht es auch darum, die Muskeln in den Armen, Beinen und im Rücken zu trainieren. Belohnt wird das Ganze am Ende mit einer besseren Balance und Koordinationsfähigkeit, die ihnen später beim Laufen hilft.

Doch auch für ihre emotionale Entwicklung ist das Krabbeln ein echter Meilenstein. Zum ersten Mal haben die Kleinen die Freiheit, selbst aktiv zu bestimmen, wohin sie sich fortbewegen möchten. Sie können sogar aus Mamas Sichtfeld krabbeln. Ein spannender Moment, der aber auch etwas Unsicherheit mit sich bringt. Weshalb es gerade jetzt wichtig ist, Babys verstehen zu geben, dass Mama ein sicherer Hafen ist, zu dem sie immer wieder zurück können.

So kannst du deinem Baby beim Krabbeln helfen

Wenn es um Babys geht, die scheinbar nicht am Krabbeln interessiert sind, gibt es eine Eigenschaft, die wir uns in den meisten Fällen zum Vorteil machen können: ihre Neugier. Wenn Babys etwas Spannendes sehen, möchten sie es haben. Das kann eine kraftvolle Motivation für sie sein, in die entsprechende Richtung zu robben oder zu krabbeln. Alles, was man dazu braucht, ist ein Spielzeug, das Babys Aufmerksamkeit erregt. Wenn euer Schatz es entdeckt hat, wird er sich früher oder später danach strecken und es erreichen wollen. Ihr könnt es dabei zusätzlich unterstützen, indem ihr leichten Druck gegen die Babyfüßchen gebt.

Im Idealfall macht das Spielzeug also über Geräusche oder blinkende Lichter auf sich aufmerksam. Bonuspunkte gibt es, wenn das Spielzeug immer wieder andere Geräusche macht. Damit das Baby nach einem oder zwei gescheiterten Versuchen nicht das Interesse verliert.

Mit dem Lernspielzeug "Rockit" von Fisher-Price kommt garantiert keine Langeweile im Kinderzimmer auf. Seine Schaukelbewegungen animieren Babys, es ihrem bunten Freund gleich zu tun. Die über 100 Lieder, Melodien und Sätze laden nicht nur zum Mitsingen und Nachbrabbeln ein, sondern ermöglichen deinem Schatz erste Bekanntschaft mit Buchstaben, Zahlen, Formen und Farben zu machen. Der perfekte Spielspaß für kleine und große Entdecker von 6 bis 36 Monaten.

Ein weiterer Punkt, den viele aufführen, wenn es darum geht, warum manche Babys gar nicht krabbeln, ist der, dass die Kleinen es niemals bei ihren Eltern beobachten. Kinder lernen schließlich, indem sie ihre Eltern imitieren und die sind nun mal in der Regel zweibeinig unterwegs. Es kann also auch hilfreich sein, wenn Mama und Papa sich einfach ebenfalls in den Vierfüßlerstand begeben, und dem Baby vormachen wie es geht.

Stufe 3: Die ersten Schritte

Früher oder später entwickeln Kinder den Drang nach oben. Oben sind Mama und Papa und ganz viele spannende Dinge zu erkunden. Zu dieser Zeit fangen Kinder an, sich an Stühlen oder Hosenbeinen hochzuziehen und in den Stand zu bringen. Am Anfang können sie diese Position nur kurz halten, aber mit der Zeit wird der Stand immer sicherer und sie können sich langsam an der Sofakante entlang hangeln.

Durch die ganzen Erfolgserlebnisse bestärkt, werden die Kleinen immer mutiger und riskieren auch mal, das loszulassen, woran sie sich hochgezogen haben, und frei zu stehen. Bis zu den ersten Schritten ist es dann gar nicht mehr weit. Zwischen dem 13. und 18. Monat fangen die meisten Kinder an ohne Hilfe zu laufen.

Auch wenn die meisten Eltern es kaum erwarten können, die ersten Schritte ihrer Lieblinge zu sehen und sie dabei nur zu gerne unterstützen würden - eigentlich brauchen Babys keine Hilfe. Sie müssen selber lernen, wie man die Balance im Stand hält, wie man das Gewicht verlagert und wie viel Schwung man für einen Schritt braucht. Mama und Papa können sie dazu zwar lobend ermutigen, aber abnehmen können sie ihnen das natürlich nicht.

So schafft ihr die perfekten Lauf-Bedingungen für euer Kind

Der einzige Weg für Mama und Papa, ihre Kleinen beim Laufen zu unterstützen, ist, die perfekten Bedingungen dafür zu schaffen. Die wohl wichtigste Voraussetzung ist die Gelegenheit zum Üben. Übung macht schließlich den Meister. Setzt eure Kleinen häufiger auf den Boden und ermuntert sie, sich selbst fortzubewegen, anstatt sie immer von A nach B zu tragen. Das alleine kann schon einen großen Unterschied machen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist eine kindersichere Wohnung. Wer es beim krabbelnden Kind noch nicht gemacht hat, sollte spätestens jetzt das Haus kindersicher machen. Sicherungen für die Steckdosen, Polsterungen an besonders gefährlichen Ecken und Kanten, oder auch Absperrgitter für Treppen sollten jetzt angebracht werden. Dies gibt auch Mama und Papa mehr Sicherheit, ihr Kind in Ruhe das Haus erkunden zu lassen.

Was ebenfalls hilfreich sein kann, sind kleine Rettungsinseln. Das sind kippsichere Hocker, Sitzkissen oder ähnliches, an dem sich die Kleinen festhalten können, nachdem sie ein paar Schritte gemacht haben. Stellt diese an dem Pfad auf, an dem eure Kleinen sich hochziehen und entlang hangeln. Die kleine Distanz von einem Punkt zum nächsten kann genau das sein, was ihnen die nötige Sicherheit gibt, um loszulassen und die ersten eigenständigen Schritte zu machen.

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