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Küsst eure Babys nicht auf den Mund! DAS sind die gefährlichen Gründe

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 20. April 2018
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Ein britischer Arzt rät dringend davon ab, Babys auf den Mund zu küssen - vor allem, wenn seine Milchzähne noch nicht durchgebrochen sind. Wir erklären euch die Gründe.

Als Eltern ist es das Normalste der Welt sein eigenes Kind zu küssen, auch auf den Mund. Es ist ein Zeichen von Zuneigung und Liebe. Und egal ob sich manch einer daran stört, wir Eltern lieben es mit unseren Kindern zu knuddeln und sie zu knutschen. Doch ein britischer Zahnarzt vermiest uns diesen Liebesbeweis nun gewaltig. Er rät Eltern aus medizinischer Sicht sogar dringend davon ab, ihr Baby auf den Mund zu küssen.

Für Dr. Richard Marques, Zahnarzt aus Großbritannien, ist ein elterlicher Kuss auf den kindlichen Mund alles andere als harmlos. Denn ein Kuss auf den Mund führt zum Austausch von Bakterien und die können die Zähne des Babys, selbst wenn die noch nicht einmal durchgebrochen sind, kaputt machen.

Eltern sollten sorgfältiger mit der Mund-Gesundheit ihres Kindes umgehen

In einem Interview erklärt der Arzt: "Die Milchzähne eines Babys haben einen anderen Schmelz, der viel dünner ist als der von Erwachsenen. Deshalb ist er auch viel anfälliger und wird schneller zerstört." Eltern sollten seiner Ansicht nach viel sorgfältiger mit der Mund-Gesundheit ihres Kindes umgehen.

Das Immunsystem eines kleinen Kindes ist bei weitem nicht so stabil wie das eines Erwachsenen. Schnell kann man ein Baby über einen Kuss auf den Mund mit Streptokokken anstecken. Die können zum einen Karies verursachen und zum anderen auch das Weichgewebe und das Zahnfleisch des Kindes angreifen, bevor sich die Zähne entwickeln konnten.

Ein einziger Kuss kann lebensgefährlich sein

Neben der Gefahr für die Zähne kann ein Kuss auf den Mund auch andere gesundheitliche Risiken für das Kind haben. Aufgrund seines schwachen Immunsystems ist ein Baby anfälliger für Krankheiten wie zum Beispiel die Grippe. Aber auch Viren - wie beispielsweise das Herpes-Virus - haben ein leichtes Spiel bei Babys. Und eine Herpes-Infektion birgt lebensgefährliche Risiken für ein sehr kleines Kind. Denn je kleiner ein Säugling ist, desto schwieriger ist es, ein solches Virus zu bekämpfen.

Tatsächlich kann ein Herpes-Virus, übertragen von einem Erwachsenen, bei einem Baby eine Meningitis oder Enzephalitis, also eine Entzündung des Gehirns verursachen. Die kann schwerwiegende Folgen haben und sogar zum Tode führen.

​Auch wenn das Risiko einer solchen Infektion gering klingt, rät der Zahnarzt dazu, ein Neugeborenes vor allem in seinen ersten Lebenswochen nicht auf den Mund zu küssen.

Wie gefährlich ein einziger Kuss tatsächlich sein kann, könnt ihr am Fall der kleinen Brooke nachlesen.

Und auch wenn die Kinder schon ein wenig größer sind, sollten Eltern darauf achten, dass es nicht zum Speichelaustausch zwischen ihnen selbst und den Kindern kommt. Das heißt, kein gemeinsames Besteck, getrennte Zahnputzbecher, den Schnuller nie selbst in den Mund stecken, um ihn zu reinigen und regelmäßige Zahnarztbesuche.

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