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Das passiert, wenn ihr viel mit eurem Baby sprecht

von Inga Back Erstellt am 26. April 2019
© Getty Images

Je mehr Eltern mit ihrem Baby sprechen, desto größer ist der Effekt, den das Sprechen auf die Kleinen hat. Babys profitieren schon im Uterus davon, wenn Mama und Papa mit ihnen sprechen oder ihnen vorlesen. Wir haben für euch die drei größten positiven Effekte herausgesucht, die das Sprechen mit Babys auf ihre Entwicklung hat.

In den ersten drei Lebensjahren wächst das Gehirn eures Babys um das Dreifache seiner ursprünglichen Größe. Es werden wertvolle Verbindungen geknüpft, die die spätere Fähigkeit zu lesen und auch das Denken beeinflussen werden. Gerade in dieser Zeit könnt ihr euren kleinen Schatz also besonders gut in seiner Entwicklung fördern und unterstützen.

Das Schöne daran ist, dass ihr das unbewusst schon längst macht. Das Beste, um die Entwicklung eures Kindes zu fördern, ist nämlich mit eurem Baby zu sprechen.

Gespräche fördern die Eltern-Kind-Bindung

Beim Sprechen mit deinem Baby geht es nicht nur um die Entwicklung des Gehirns. Häufiges Sprechen mit deinem Kind fördert auch die Bindung zwischen Eltern und ihrem Baby. Babys soziale Fähigkeiten entwickeln sich rapide und profitieren stark von Unterhaltungen mit Mama und Papa. Auch am Anfang schon, wenn die Unterhaltung zugegeben noch etwas einseitig abläuft.

Eltern sind die wichtigste Quelle für ihre Kinder, wenn es darum geht positive Kommunikation und Interaktion zu lernen. Auch für den Aufbau von Vertrauen ist die Interaktion mit den Eltern entscheidend.

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Ein interaktives Spielzeug kann also ein guter Begleiter sein, um sowohl Babys Lernvermögen zu fördern, als auch die Bindung zu Mama und Papa noch weiter zu stärken. Beim gemeinsamen Spielen wächst mit jeder positiven Interaktion das Vertrauen zur Bezugsperson.

Sprache hilft eurem Kind, sich selbst zu verstehen

Wer viel mit seinem Kind spricht, erklärt ihm nicht nur die Welt und all die Dinge, die darin vorgehen. Mit Sprache, egal ob verbal oder nonverbal, zeigen und vermitteln wir unserem Kind Gefühle. Wir verziehen das Gesicht bei einer stinkenden Windel oder jubeln, wenn die pieksende Luft im Bauch endlich raus ist. Ganz intuitiv erklären Mama und Papa ihrem Kind, warum es vermutlich gerade weint oder was es so entzückend lachen lässt. Indem wir über Gefühle und Emotionen sprechen, helfen wir unserem Kind, diese zu verstehen. Erst bei seinem Gegenüber, später aber definitiv auch bei sich selbst.

Achtet aber darauf, nicht zu kompliziert mit eurem Kind zu sprechen. Sprecht aber auch nicht nur in Babysprache. Eine kleine Eselsbrücke könnte sein, immer eine Stufe 'über' dem Baby zu sprechen. Sagt euer Schatz also noch gar nichts, genügen kurze Sätze oder manchmal auch einzelne Wörter.

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Je mehr Wörter Babys hören, desto besser

Es gibt immer mehr Studien, die einen Zusammenhang zwischen Intelligenz und der Anzahl an Wörtern, die ein Baby oder Kleinkind am Tag hört, herstellen. Dabei gilt: Je mehr Wörter Babys hören, desto besser entwickelt sich ihr Sprach-, Lern- und später auch Lesevermögen.

Übung macht bekanntlich den Meister und je häufiger Kinder ein Wort hören, desto schneller erkennen sie es wieder und verstehen es. Sie lernen außerdem auch schneller die Laute zu imitieren. Mehr Wörter im Alltag bedeuten aber auch einen größeren Wortschatz für das Kind und mehr Stimulation für das Gehirn im Wachstum.

Um Babys Entwicklung zu fördern ist also die Interaktion und das Sprechen mit Mama oder Papa super wichtig. Wer Baby zusätzlich fördern möchte, kann das am besten durch gemeinsames Lesen.

Auch wenn das Baby längst noch nicht mitlesen kann, freut es sich, wenn Mama ihm vorliest.

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