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Immer erschöpft? 5 überraschende Dinge, die dich jeden Tag Energie kosten

von Inga Back Veröffentlicht am 16. Oktober 2019

Bist du erholt, wenn du morgens aufwachst, oder fühlst du dich eher so, als hättest du zu wenig geschlafen? Manchmal kann die Ursache eine Kombination aus vielen Energiefressern im Alltag sein. Wir verraten euch 5 überraschende Dinge, die Einfluss auf euer Erschöpfungslevel haben.

Erschöpfung muss nicht gleich ernste Gründe haben, auch wenn ihr bei einem ernsthaften Verdacht natürlich zum Arzt gehen solltet. Manchmal ist es aber auch einfach die Art und Weise, wie wir unseren Alltag leben, die uns erschöpft sein lässt.

Ständige Erreichbarkeit, ganz viele Dinge, die gleichzeitig unsere Aufmerksamkeit fordern, wenig Schlaf, viel Koffein – die Liste an Dingen, die uns erschöpfen und ultimativ sogar unserem Erfolg im Weg stehen können, ist wirklich lang.

Wir zeigen euch fünf überraschende Dinge, die jeder aus dem Alltag kennt, und die uns auf jeden Fall die Kraft rauben können. Die gute Nachricht ist jedoch: Sie sind alle schnell und unkompliziert zu beheben und würden euch sofort einen Energieboost geben!

1. Multitasking

Multitasking an sich ist laut Forschung ein Mythos. Tatsächlich machen wir nämlich nicht mehrere Dinge gleichzeitig, sondern wir wechseln ganz oft von einer Aufgabe zur anderen. Dieses ständige Neufokussieren auf eine Aufgabe kostet uns allerdings mehr Energie, als wenn wir einfach eine Aufgabe abhaken würden, bevor wir zur nächsten übergehen.

Das Gehirn braucht Sauerstoff und Glukose, damit der Hirnstoffwechsel funktionieren kann. Bei jedem Sprung von einer Aufgabe zur nächsten verbraucht das Gehirn mehr Glukose. Glukose ist einer der wichtigsten Energielieferanten unseres Körpers. Der erhöhte Verbrauch macht uns also schneller müde und schlapp.

Eine Studie, die bereits 2001 veröffentlicht wurde, hat sogar ergeben, dass Multitasking unsere Effizienz um 40 Prozent senken kann. Und das obwohl der einzelne Wechsel zwischen zwei Aufgaben manchmal nur den Bruchteil einer Sekunde ausmacht.

Langfristig addiert sich diese Zeit jedoch und dank des ständigen Wechselns zwischen mehreren Aufgaben, verlernt das Gehirn mit der Zeit sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren. So verlieren wir die Fähigkeit, in die Tiefe zu gehen, was jedoch wichtig für wirklichen Erfolg bei einer Sache ist.

Wer wirklich mehr Energie haben möchte (und auch mehr erreichen möchte), muss also ein Stück weit gegen unsere heutigen Arbeitsgewohnheiten ankämpfen. Schließt die zehn Tabs in eurem Browser und arbeitet nur an einem. Checkt nicht jede Email, sobald sie reinflattert, sondern kontrolliert eure Mails nur zu bestimmten Zeiten am Tag und sonst nicht.

Auch das Smartphone kann zu diesem Multitasking-Problem beitragen. Geht nicht jedes Mal ans Handy, sobald es aufblinkt, sondern setzt euch auch dafür bestimmte Smartphone-Zeiten. Langfristig wird euch das effizienter machen und auch noch euren Stress reduzieren. Das Resultat: mehr Energie.

2. Sich beschweren, aber nichts ändern

Man sagt ja häufig, dass Meckern oder eine negative Haltung auf Dauer unglücklich macht. Inzwischen unterstützen auch handfeste Forschungsergebnisse diese Theorie, allerdings unter einer Bedingung: Wer sich beschwert und dann nichts an dem Zustand ändert, der wird unglücklich.

Es geht also nicht darum sich konstant Positives einzureden und das Negative zu ignorieren. Man kann und soll das Negative ruhig ansprechen, allerdings muss man es konstruktiv ansprechen.

In einer Studie des Journal of Applied Psychology wurden 121 in Vollzeit Beschäftigte vier Wochen lang befragt, wie sie bei der Arbeit äußerten, wenn sie mit etwas nicht einverstanden waren und wie ihr mentaler Zustand war. Dabei kam heraus, dass diejenigen, die Beschwerden mit einem Verbesserungsvorschlag verknüpften, mehr Energie hatten, als diejenigen, die bloß äußerten, dass etwas schlecht lief, ohne nach einer Lösung zu suchen.

Die Ergebnisse sind eigentlich wenig überraschend: Schließlich gibt es kaum etwas Schlimmeres als das Gefühl, seinen Lebensumständen hilflos ausgeliefert zu sein. Wer sich bewusst macht, dass er dies nicht ist, sondern die Macht hat, Dinge zu ändern, die ihm missfallen, der hat alleine dadurch schon mehr Energie.

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3. Zu wenig Wasser

Die meisten trinken erst dann, wenn sie Durst haben. In der Regel empfinden wir Durst aber erst, wenn der Körper bereits 1-2 Prozent zu wenig Wasser hat. Das bedeutet: Wir trinken erst dann, wenn es eigentlich schon zu spät ist.

Bei 1-2 Prozent zu wenig Wasser spüren wir bereits erste körperliche Konsequenzen der Dehydrierung. Eine Studie des Journal of Nutrition hat herausgefunden, dass sogar gesunde, junge Frauen, die nur um etwa 1 Prozent dehydriert sind, bereits Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und Müdigkeit empfinden.

Wer sich also konstant müde oder erschöpft fühlt, könnte dies einfach durch mehr Wasser schon in den Griff bekommen.

4. Kaffee am Nachmittag

Man hat es schon so oft gehört: Wer Kaffee zu spät am Tag trinkt, schläft nachts schlechter. Aber so richtig glauben wollen wir das trotzdem nicht. Denn oftmals fühlt man den Effekt einfach nicht. Glaubt man seinem eigenen subjektiven Gefühl stört der Kaffee am Nachmittag überhaupt nicht. Tatsächlich haben Studien jetzt aber schon mehrfach den negativen Effekt von Koffein auf Schlaf erwiesen.

Eine Studie hat nun auch herausgefunden, dass unser subjektives Empfinden über die Schlafqualität nach dem Kaffeekonsum nicht mit der Realität übereinstimmt. Die Forscher der Studie haben sowohl den Schlaf von Probanden in einem Labor untersucht, als auch andere Probanden selbst ein Schlaftagebuch führen lassen.

Die Probanden, die ihren Schlaf selbst bewerten durften, gaben an, keine Auswirkungen des Koffeins auf ihren Schlaf zu spüren. Im Schlaflabor konnten die Forscher jedoch messen, dass die andere Gruppe mehr als eine Stunde weniger schlief, wenn sie bis zu sechs Stunden vor dem Schlafengehen Koffein zu sich genommen hatten.

Wenn ihr euch oft schlapp und müde fühlt, könnte es also sein, dass euer 16-Uhr-Kaffee Schuld daran ist. Er kostet euch tatsächlich wertvolle Schlafenszeit. Und wer weniger oder schlechter schläft, hat logischerweise auch weniger Energie.

5. Zu wenig Eisen

Der Körper braucht Eisen, um Hämoglobin zu produzieren. Hämoglobin ist der wichtigste Bestandteil der roten Blutkörperchen und die roten Blutkörperchen sind dafür verantwortlich, dass Sauerstoff in unsere Zellen gelangt.

Wenn wir nicht genügend Eisen aufnehmen, wird unser Körper also nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Die Folgen sind Müdigkeit, Erschöpfung, Vergesslichkeit, innere Unruhe, aber auch sichtbare Symptome, wie brüchige Nägel, blasse Haut oder sprödes Haar.

Falls ihr den Verdacht habt, dass Eisenmangel euch die Energie raubt, haben wir hier eine Liste mit besonders eisenreichen Lebensmitteln.

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von Inga Back