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5 Dinge, die Geschwister lernen, wenn sie sich ein Zimmer teilen

Inga Back
von Inga Back Veröffentlicht am 6. August 2017
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Auch wenn sie manchmal protestieren, eigentlich ist es etwas sehr schönes, wenn sich Geschwister ein Kinderzimmer teilen. Wir verraten euch 5 positive Effekte, die ein gemeinsames Zimmer mit sich bringt und von denen der Nachwuchs noch sein ganzes Leben lang profitiert.

Kinder brauchen, genau wie wir Erwachsenen, ihren Freiraum und die Möglichkeit, sich zurückziehen zu können. Deshalb glauben viele Eltern, dass es das Beste für den Nachwuchs sei, wenn jedes Kind ein eigenes Zimmer hat. Doch nicht jede Familie hat dafür auch den Platz - und einige plagt deswegen das schlechte Gewissen - zu Unrecht! Denn es gibt einige Vorteile, die es mit sich bringt, wenn sich Kinder ein Zimmer teilen.

Klar kann es in einem gemeinsamen Zimmer auch mal Gezanke geben. Und bleiben wir realistisch: Auch das ein oder andere Tränchen wird mal fließen. Wenn sich die Geschwister ein Zimmer teilen, wird aber mindestens genauso oft gelacht, getobt und gespielt werden.

Kinder können von ihren Geschwistern jede Menge lernen - auch die Großen von den Kleinen. Noch dazu kann ein gemeinsames Zimmer die Verbindung zwischen den Geschwistern vertiefen. Hier kommen 5 weitere positive Dinge, die passieren, wenn Geschwister sich ein Zimmer teilen!

Fester Schlaf

Manchmal reicht alleine schon die Tatsache, dass noch jemand im Zimmer ist, damit Kinder sich nachts sicherer fühlen und besser einschlafen können. Das funktioniert im Übrigen auch, wenn Kinder nachts aufwachen. Schon das rhythmische Atmen und die Anwesenheit des Geschwisterkindes können ausreichen, damit sie wieder einschlafen. Für Mama und Papa bedeutet das: weniger Besuche in ihrem Bett.

Es kann natürlich passieren, dass eines der Geschwisterkinder noch nicht schlafen gehen möchte und Krach macht oder mal krank ist und deswegen nachts häufiger aufwacht. Aber auch das stellt sich beim näheren Betrachten als Vorteil heraus, weil das andere Kind dadurch lernt, auch bei Störgeräuschen weiterzuschlafen. So sorgt ein gemeinsames Kinderzimmer dafür, dass die Kinder einen festeren Schlaf und die Fähigkeit zur Ruhe zu kommen "lernen". Eine Eigenschaft, von der sie in ihrem späteren Leben nur profitieren können.

Geschwister werden zu Freunden

Wenn Geschwister sich ein Zimmer teilen, wird auch ihre Verbindung zueinander gestärkt. Sie haben mehr Zeit, die sie gemeinsam und ohne ihre Eltern verbringen können. Sie spielen zusammen, lachen zusammen und reden mehr miteinander. Da die Eltern nicht immer anwesend sind, lernen sie auch, ihre Konflikte selber zu lösen und miteinander zu kommunizieren. Auch wenn Eltern von ihren Kindern, die sich ein Zimmer teilen, viel Gezanke hören werden - mindestens genauso häufig wird man aus dem Zimmer das Lachen der Kinder hören.

Empathie

Wenn man viel Zeit mit jemandem auf engem Raum verbringt, dann lernt man auch, die Stimmung des anderen besser zu verstehen. Kinder erkennen schnell, wenn ihre Geschwister beispielsweise traurig sind. Das ermöglicht ihnen, Rücksicht auf ihre Gefühle zu nehmen. So können sie sich gegenseitig Trost spenden oder einander aufheitern, ohne dass die Eltern involviert sind. Ein gemeinsames Kinderzimmer kann also dafür sorgen, dass die Kinder im Erwachsenenalter rücksichtsvoller und empathischer sind.

Respekt

Auch Kinder brauchen ab und zu mal einen Moment für sich. Wenn sie sich ein Zimmer mit ihren Geschwistern teilen, lernen diese sehr schnell, wann der andere einfach in Ruhe gelassen werden möchte. Außerdem wissen sie so genau, wie sie mit den Spielsachen des anderen umgehen sollten. Kurzum: Sie lernen die Wünsche und Dinge des anderen zu respektieren.

Ein respektvoller Umgang mit anderen Menschen wird ihnen auch im späteren Leben helfen. Schließlich müssen sie mit ihren Mitschülern und später mit ihren Kollegen respektvoll umgehen.

Erinnerungen fürs Leben

Der vermutlich größte Vorteil für Geschwister, die sich ein Zimmer teilen, wird sein, dass sie Erinnerungen für den Rest ihres Lebens schaffen werden. Vielleicht werden sie noch als Erwachsene daran zurückdenken, wie sie immer die Sessel in ihrer Leseecke zu einem Supermobil umgebaut haben. Vielleicht werden sie auch mit einem Lächeln im Gesicht an ihre allabendlichen Gespräche zurückdenken - dann, wenn sie eigentlich schon schlafen sollten. Vielleicht werden sie auch einfach über den einen Vorfall lachen, als sie mit einem Ball die Vase zerschossen und gemeinsam wieder repariert haben, ohne dass Mama und Papa irgendetwas davon bemerkt haben.

​In jedem Fall werden sie von diesen Erinnerungen ihr ganzes Leben lang zehren und die können auch die Basis für eine wunderbare Freundschaft im Erwachsenenleben sein.

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