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Mamas, macht endlich Schluss mit dem schlechten Gewissen!

von Jane Schmitt Veröffentlicht am 16. Mai 2017
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Gerade berufstätige Mütter leiden häufig unter einem schlechten Gewissen – doch das müssen sie gar nicht.

Mamas mit Jobs sollten endlich als das Vorbild anerkannt werden, dass sie in Wahrheit sind. Kind und Karriere unter einen Hut zu bekommen, ist wirklich gar nicht so einfach. Das erfordert eine Menge Disziplin. Dennoch leiden Mamas häufig unter einem schlechten Gewissen, wenn sie einer Arbeit nachgehen.

​In den seltensten Fällen sind es tatsächlich die Kinder, die ihren berufstätigen Müttern Vorwürfe machen und ein schlechtes Gewissen einreden. Meist ist es nämlich das direkte Umfeld und die Gesellschaft, die berufstätigen Mamas das Leben schwer machen. Völlig unbegründet, denn Studien haben ergeben, dass es einen positiven Einfluss auf Kinder hat, wenn die Mutter arbeitet.

Berufstätige Mütter sind gutes Vorbild

Mamas, die einem Beruf nachgehen und eine Karriere verfolgen, sind oft sehr starke Frauen, die eine Menge Disziplin aufbringen und ihren Kindern dadurch als gutes Beispiel voran gehen. Kinder von berufstätigen Müttern sind gar nicht schlechter gestellt, das hat eine Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung (veröff. 2015) ergeben.

Und siehe da: Die Studie hat ergeben, dass die Leistungsbereitschaft der Mütter sogar einen sehr positiven Einfluss auf die schulische Leistung, das Selbstvertrauen und die Arbeitsmotivation von Kindern und Jugendlichen hat. Zudem besuchen Kinder von berufstätigen Müttern häufiger Gymnasien. Und auch Haupt- und Realschüler sind in ihrer Einstellung zum Berufsalltag realistischer und ihnen fällt es oft leichter sich für eine Ausbildung zu entscheiden.

Kinder positiv beeinflussen

Im Allgemeinen fassen Kinder die Erwerbstätigkeit ihrer Mütter positiv auf. Dennoch ist ein schlechtes Gewissen der ständige Begleiter einer Mutter. Grundsätzlich sollten Mamas ihre negativen Gedanken bezüglich ihrer Schuldgefühle jedoch nicht mit dem Kind teilen. Das gilt im Übrigen auch für Väter. Die negative Einstellung überträgt sich sonst und führt beim Kind zu einem schlechten Bild von berufstätigen Müttern.

Entscheidend ist auch, dass alle Personen, die mit Kindern in Berührung kommen, ein positives und realistisches Bild der Arbeitswelt vermitteln. Ansonsten leidet das Kind eher unter der Erwerbstätigkeit der Eltern, weil es damit etwas Negatives verbindet. Die richtige Balance zwischen Beruf und gemeinsamer Zeit mit der Familie ist dabei ein entscheidender Faktor.

Gleichberechtigung für Mama und Papa

Außerdem hat diese positive Haltung gegenüber Frauen und Müttern im Beruf auch einen positiven Effekt auf die Väter. Diese müssen sich nicht mehr dem Druck des alleinigen Ernährers aussetzen. Und: Sie nehmen dadurch viel aktiver am Familienleben teil und unterstützen bei Haushalt und Erziehung – das alte Rollenverständnis wird dadurch endlich aufgeweicht. Laut der Studie profitieren die Kinder davon, dass sie ihren Alltag mit zwei aktiven und gleichberechtigten Ansprechpartnern teilen.

Schluss mit dem schlechten Gewissen!

Arbeitenden Müttern wird gern vorgeworfen, egoistisch zu sein. Angeblich ziehen sie ihre Karriere dem Wohl der Kinder vor. Das entspricht einfach nicht der Wahrheit. Eine Mutter muss ja noch nicht einmal eine Karriere anstreben, denn schon als Teilzeitkraft muss sie sich vorwerfen lassen, sie kümmere sich nicht genug um den Nachwuchs. Mal abgesehen davon: Viele Frauen haben gar nicht die Möglichkeit zwischen Kind und Karriere zu wählen, sei es, weil nur ein Einkommen nicht reicht oder sie allein für die Familie sorgen müssen.

Alle Mamas verdienen Respekt und keine Schuldgefühle

Übrigens werden nicht nur berufstätige Mütter von Schuldgefühlen geplagt. Auch Mamas, die nicht arbeiten, haben darunter zu leiden, dass sie ihr Idealbild der traditionellen Mutterrolle nicht erfüllen können. Laut der Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung ist dies übrigens vor allem ein deutsches Problem. Dennoch: Niemand hat das Recht sich bei dieser Entscheidung einzumischen und den vielen Mamas, die berufstätig sein müssen und wollen zusätzlich noch ein schlechtes Gewissen einzureden. Glückliche Eltern - insbesondere eine glückliche Mama, ob nun berufstätig oder nicht - ist das Beste für jedes Kind.

Diese Mama hat's drauf! Lena Terlutter ist ein inspirierierendes Vorbild für andere Mamas mit Job.

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