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Achtung Eltern! Das solltet ihr zum Seepferdchen-Abzeichen wissen

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 12. Juni 2017
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Kann dein Kind WIRKLICH schon sicher alleine schwimmen?

Als mein 6-Jähriger mir stolz sein Seepferdchen unter die Nase hielt, habe ich mich natürlich mit ihm gefreut. Der Schwimmkurs hatte sich bezahlt gemacht. Doch als wir danach mal gemeinsam ins Schwimmbad gingen und ich ihn bat, mir zu zeigen, wie gut er schon schwimmen könne, war ich schockiert. Denn ja, er kann sich für eine gewisse Strecke über Wasser halten, aber nein, er ist deshalb noch lange kein Schwimmer.

"Das Seepferdchen ist das erste Schwimmabzeichen, das Kinder erhalten können. Es bedeutet, dass ein Kind sich an das Wasser gewöhnt hat, bedeutet aber nicht, dass es sicher schwimmen kann", schreibt die DLRG in ihrem Leitfaden zum Thema 'Rund ums Wasser'.

Das Seepferdchen bedeutet nicht, dass ein Kind schwimmen kann

Alles, was ein Kind für das Seepferdchen leisten muss, ist eine 25 Meter lange Bahn ohne Hilfsmittel zu "schwimmen" und einen Gegenstand aus schultertiefem Wasser hoch zu holen. In welchem Stil das Kind die Strecke "schwimmt", ist ihm überlassen. Hauptsache, es erreicht den Beckenrand ohne Pause oder Hilfe.

Viele Eltern - und ich schließe mich da nicht aus - messen dem Seepferdchen eine viel zu Hohe Bedeutung bei. Tatsächlich besitzen rund 77 Prozent der deutschen Grundschüler das Seepferdchen-Abzeichen, eine positive Bilanz. Doch nur 40 Prozent der heutigen 6- bis 10-Jährigen sind tatsächlich in der Lage, sicher alleine zu schwimmen.

Einfach immer weiter lernen!

"Als sicherer Schwimmer kann nur gelten, wer die Disziplinen des Jugendschwimmabzeichens in Bronze sicher beherrscht“, sagte Achim Haag, Vizepräsident der DLRG, dem 'Stern' gegenüber. Das Abzeichen erhält nur, wer 200 Meter in 15 Minuten alleine schwimmen kann, einen Gegenstand aus 2 Meter Wassertiefe hochholen kann, vom 1 Meter-Brett oder dem Startblock ins Wasser springen kann und die Baderegeln kennt.

Das Seepferdchen, so stolz die Kleinen mit dem Erhalt auch sind und unbedingt sein dürfen, ist nur der Anfang beim Schwimmenlernen. Eltern und auch die Kleinen, dürfen sich darauf allerdings nicht ausruhen. Ständiges Training und weitere Schwimmkurse, die vor allem die Schwimmtechnik trainieren, sind dringend notwendig.

Also, liebe Eltern, geht im Sommer gemeinsam ins Schwimm-, Frei- oder Naturbad. Übt die Schwimmbewegungen, lernt gemeinsam und habt zusammen Spaß.

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