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Akupressur bei Kopfschmerzen: So kannst du den Schmerz einfach wegdrücken!

von Jane Schmitt Veröffentlicht am 2. August 2019
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Kopfschmerzen? Versuch es doch mal mit Akupressur. Wir liefern dir eine Anleitung, wie du das lästige Kopfweh einfach wegmassieren kannst.

Wenn du Kopfschmerzen hast und gerade keine Schmerztablette zur Hand, dann scheint die Situation manchmal hoffnungslos und stürzt dich fast in Verzweiflung. Was hilft nun gegen die Kopfschmerzen? Es gibt eine Möglichkeit, wie du die hämmernden Schmerzen auch ohne Medikamente loswerden kannst. Wie das gehen soll? Mit Akupressur! Damit kann man mitunter Kopfschmerzen effektiv und schnell vertreiben. Ein Versuch ist es doch allemal wert, oder?

Was ist Akupressur?

Akupressur (lat. acus = Nadel und premere = drücken) oder auf japanisch Shiatsu (japanisch shi = Finger; atsu = Druck) ist eine spezielle Massage, die auf bestimmten Druckpunkten angewendet wird. Akupressur ist Teil der traditionellen Chinesischen Medizin und wird als therapeutisches Heilverfahren wie die Akupunktur eingesetzt. In einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass Akupressur positiv gegen Kopfschmerzen wirken kann. Dennoch ist die wissenschaftliche Betrachtung von Akupressur noch nicht abgeschlossen und es bedarf weiterer Untersuchungen.

Durch die leichte Druckmassage verschiedener Punkte sollen Blockaden gelöst werden, damit das Qi, die Lebensenergie, wieder frei fließen kann. Das Beste an Akupressur: Du kannst die sanfte Druck- und Massagetechnik ohne Hilfe an dir selbst durchführen.

Akupressur oder Shiatsu-Massage?


Oft werden Akupressur und Shiatsu-Massage miteinander verwechselt. Aber die beiden Druckmassage-Techniken weisen entscheidende Unterschiede auf: Bei der Shiatsu-Massage wird der gesamte Körper entlang der Meridiane massiert. Die Akupressur hingegen, die sich stark an die Akupunktur anlehnt, konzentriert sich auf die spezifischen Therapiepunkte. Nur dass bei der Akupressur die Punkte nicht mit Nadeln, sondern mit den Fingern stimuliert werden. Bei der sog. Shiatsu-Akupressur Massage werden beide Elemente miteinander verbunden.

Migräne, Spannung oder Cluster: Welchen Kopfschmerz hast du?

Kopfschmerzen: Ist Akupressur eine verlässliche Alternative zu Schmerzmitteln?

Gerade wer häufig unter Kopfschmerzen leidet, greift schnell zur Schmerztablette. Einige von uns möchten oder können aber nicht so oft Tabletten einnehmen und suchen nach einer verlässlichen Alternative.

Ob Akupressur gegen das Hämmern und Drücken im Kopf helfen kann, hängt mit der Form des Kopfschmerzes zusammen. Die gute Nachricht: Bei Spannungskopfschmerzen hilft Akupressur zuverlässig und kann eine geeignete Alternative zur schnellen Tablette sein. Etwas anders sieht es bei Migräne aus. Hier kann Akupressur zwar eine leichte Linderung verschaffen, wenn sich eine Migräne-Attacke ankündigt, aber nicht die speziellen Medikamente ersetzen.

Allen Migränepatienten raten wir: Ihr müsst den Schmerz nicht aushalten, greift zu den verordneten Medikamenten und sprecht mit eurem Arzt, ob Akupressur für euch in Frage kommt.

So massierst du den Kopfschmerz mit Akupressur weg

Wer sich aufmerksam beobachtet, stellt sicher fest, dass man sich bei Kopfschmerzen ganz automatisch an die Nasenwurzel oder die Schläfen greift und diese massiert. Das ist kein Zufall, denn diese beiden Stellen zählen zu den Akupressurpunkten. An Nasenwurzel und Schläfen verlaufen so genannte Meridiane, auf denen das Qi (die Lebensenergie) verläuft. Und um genau diese Punkte geht es bei der fernöstlichen Massagetechnik.

Wichtig, damit die Akupressur gegen die Kopfschmerzen helfen kann: Eine entspannte Haltung und eine ruhige Atmung. Mach es dir also bequem und entspann dich. Keine Sorge, du brauchst dafür nicht viel Zeit und kannst selbst im Büro kurz Hand anlegen: 30 Sekunden bis 1 Minute Akupressur können schon ausreichen, um die Kopfschmerzen zu lindern bzw. zu vertreiben.

Massiere den passenden Akupressurpunkt (siehe unten) mit leichtem Druck oder in sanften kreisenden Bewegungen. Normalerweise verschwindet der Kopfschmerz während der Massage, manchmal aber auch 5-10 Minuten danach.

Teilweise haben ätherische Öle wie Minze eine entspannende Wirkung. Hier könnt ihr Pfefferminzöl gegen Kopfschmerzen bei Amazon bestellen.

​Bitte hier drücken: Diese Akupressurpunkte lindern Kopfschmerzen

In der Akupressur gibt es verschiedene Punkte, die bei Kopfschmerzen helfen sollen. Durch sanftes Drücken und Massieren dieser Akupressurpunkte lösen sich die Blockaden. Für noch mehr Entspannung sorgen Akupressurmatten, welche die Massage für euch übernehmen. Hier gibt's eine super bewertete bei Amazon.

1. Yintang Punkt

Der Yintang Punkt liegt zwischen den Augenbrauen. Diesen Punkt mit Zeige- oder Mittelfinger für mindestens 30 Sekunden drücken oder in kreisenden Bewegungen massieren. Dabei gleichmäßig und entspannt ein- und ausatmen.

2. Zan Zhu Punkt

Der Zan Zhu Punkt liegt an der Nasenwurzel unter den Augenbrauen. Mit den Zeigefingern oder Daumen und Zeigefinger für rund eine Minute massieren. Bei Schnupfen kann die Massage sogar die Verstopfung der Nase lösen.

3. Shuai Gu Punkt

Der Shuai Gu Punkt befindet sich etwa drei fingerbreit über dem Ohr und kann beidseitig mit leichtem Druck für 30 Sekunden bis eine Minute massiert werden.

4. Touqiaoyin

Der Touqiaoyin Punkt befindet sich hinter dem Ohr am Übergang von Schädel zu Hals. Dieser Akupressurpunkt kann bei Kopfschmerzen auch auf beiden Kopfseiten massiert werden, das löst das Spannungsgefühl.

5. Tongziliao

Bei drückenden Kopfschmerzen hinter den Augen kann eine leichte Massage der Schläfen helfen. Die meisten von uns greifen ganz automatisch an diese Stelle, den sogenannten Tongziliao Punkt. Mit leichtem Druck eine Minute kreisend massieren.

5. Tian Zhu Punkt

Der Tian Zhu Punkt befindet sich im Nacken, dort sind zwei Kuhlen am Schädelansatz. Dort mit je einem Daumen drücken oder in kreisenden Bewegungen für gute 2 Minuten massieren.

Weiter Informationen zu alternativen Heilmethoden findet ihr bei onmeda.de.

HINWEIS: Diese Anleitung ersetzt keine Untersuchung beim Arzt. Bei längerfristigen Beschwerden wende dich an deinen behandelnden Arzt. Zu Risiken und Nebenwirkungen von Arzneien, lies die Packungsbeilage (bei Heilwassern das Etikett) und frage deinen Arzt oder Apotheker.

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