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Stress besser meistern: 6 Schritte zu mehr Gelassenheit

Christina Cascino
von Christina Cascino Veröffentlicht am 16. Dezember 2017
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Der Zug kommt ein paar Minuten zu spät, das Wetter passt uns nicht und den Kaffeebecher haben wir auch noch umgekippt - manchmal können uns schon solche Kleinigkeiten vollkommen aus der Bahn werfen. Hier kommen die besten Tipps, um in stressigen Situationen künftig gelassener zu bleiben.

Warum sind wir eigentlich so oft gestresst? Vom liegen gebliebenen Haushalt, vom Kollegen auf der Arbeit, der mal wieder alles an uns abdrückt oder einfach weil der Bus morgens zu spät kommt. Manchmal können uns bereits Kleinigkeiten vollkommen aus der Ruhe bringen. Und gerade in Zeiten, in denen wir 24/7 erreichbar sind, stehen wir gefühlt sowieso ständig unter Druck.

In Teilen hängt es auch von der Persönlichkeit ab, wie ruhig jemand in stressigen Situationen bleibt. Sehr hektische Menschen zum Beispiel werden sich immer deutlich schwerer damit tun, sich ihre Gelassenheit zu bewahren. Das ist nicht gut, denn diese innere Unruhe und Nervösität kann uns sogar krank machen. Menschen, die sich über alles und jeden Gedanken machen und nicht abschalten können, schlafen meist schlecht und leiden unter Bluthochdruck.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, zeigen wir euch die besten Tipps für mehr Gelassenheit im Leben. Und wenn es doch mal drunter und drüber geht: Nicht ausrasten, sondern gleichmäßig atmen, Ruhe bewahren und abwarten. Stress lass nach! Die 10 besten Tipps zum Entspannen.

Schritt 1: Perfektionismus ablegen

Wer ständig alles perfekt machen möchte, ist dauergestresst und frustriert. Denn das Ziel "Es muss perfekt sein" wird einfach nie erreicht. Gegen einen gesunden Ehrgeiz und den Willen, im Job und Privatleben alles gut machen zu wollen, ist natürlich nichts einzuwenden. Versucht es aber bei dem "gut machen" zu belassen und verzichtet auf den Wunsch, alles perfekt machen zu wollen.

Übung: Setzt euch abends hin und macht eine Liste mit all den Dingen, die ihr an dem Tag nicht so gemacht habt, wie ihr sie machen wolltet. Über die ihr euch deswegen geärgert habt. Schaut dann mit ein bisschen Abstand auf die Liste und realisiert, dass darauf nichts Lebenswichtiges steht. Macht doch nichts, dass ihr die Wäsche nicht mehr geschafft habt. Oder bei der Arbeit Aufgabe xy nicht mehr lösen konntet. Morgen ist auch noch ein Tag. Macht euch klar, dass ihr euer Bestes gegeben und einen guten Job gemacht habt.

Tief durchatmen: Die 5 besten Entspannungsübungen bei Stress.

Schritt 2: Abstand halten

Kennt ihr das auch: Egal was passiert, wir projizieren alles irgendwie auf uns selbst, machen es zu unserem persönlichen Problem - und dann war's das mit der Gelassenheit. Der wichtigste Schritt zu mehr Gelassenheit ist daher den Abstand zu wahren. Nicht immer alles persönlich zu nehmen und auf uns zu beziehen.

Übung: Beobachtet euch mal einen Tag lang genau und notiert, wann ihr euch über etwas ärgert und warum. Betrachtet die Liste dann ganz objektiv oder fragt eine zweite Person, was davon tatsächlich euer Problem ist. Beim nächsten Mal versucht ihr diesen Situationen keine Beachtung zu schenken und sagt euch klar: Das betrifft nicht mich persönlich. Nach einer Weile klappt das ganz gut.

Schritt 3: Fehler akzeptieren

Jeder macht Fehler, das ist ganz normal. Dabei sind die meisten dieser Fehler Bagatellen, die nicht weiter schlimm sind. Ganz davon abgesehen, dass man sowieso nichts mehr daran ändern kann. Allerdings: Erkennen, ob man einen schlimmen Fehler wieder gutmachen kann, kann man nur, wenn man gelassen bleibt und nicht in Rage gerät.

Übung: Findet als erstes raus, ob ihr euch nur über eigene Fehler ärgert oder auch die der anderen. Indem ihr euch genau beobachtet, werdet ihr vielleicht auch Situationen erkennen, die euch besonders wütend machen. Überlegt dann, wie ihr diese Fehler möglichst gelassen und stressfrei beheben bzw. in Zukunft vermeiden könnt.

Schritt 4: Selbstvertrauen stärken

Perfektionismus oder das Ärgern über Fehler haben oft eine Ursache: mangelndes Selbstvertrauen. Wer sich minderwertig fühlt, neigt oft zu besonders kritischem Denken und reagiert schnell überempfindlich. Werdet selbstbewusster, dann werdet ihr gleichzeitig auch viel gelassener durchs Leben gehen.

Übung: Notiert euch auf einem Zettel all eure positiven Eigenschaften und alle Fähigkeiten, die ihr habt. Bittet noch mindestens eine weitere Person um eine Einschätzung. Lest euch dann durch, was ihr alles könnt und freut euch. So toll seid ihr wirklich! Glaubt es ruhig! Hängt den Zettel gut lesbar auf oder tragt ihn immer mit euch herum. In einem unsicheren Moment könnt ihr ihn aus der Tasche ziehen und durchlesen.

Schritt 5: Ausgleich finden

Dauerstress ist einer der Gründe, warum uns die Gelassenheit im Alltag fehlt und wir so schnell explodieren. Sorgt für Ausgleich und macht am Ende des Tages Dinge, die euch Spaß machen, die euch entspannen. Sport oder Musik beispielsweise oder trefft euch mit Freunden.

Übung: Überlegt euch eine Sache, die euch richtig Spaß macht und nehmt euch mindestens einmal in der Woche dafür Zeit. Ihr werdet sehen, wie gut euch dieser Ausgleich nach einem langen Tag tut. Denkt zukünftig daran und versucht so oft es geht Zeit für diesen Ausgleich zu finden.

Schritt 6: Wahrnehmung ändern

Die meisten Dinge kann man positiv oder negativ sehen. Gelassene Menschen sehen eher die schöne Seite des Lebens. Gestresste Menschen malen sich dagegen das Schlimmste aus. Versucht eure Wahrnehmung zu ändern und lernt positiver zu denken. Die Gelassenheit kommt dann von ganz allein.

Übung: Ihr ärgert euch über etwas? Denkt einen Moment darüber nach und überlegt euch dann mindestens drei positive Aspekte, die ihr aus der Situation ziehen könnt.

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