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Periode verschieben - geht das und wie gesund ist das wirklich?

Christina Cascino
von Christina Cascino Veröffentlicht am 6. Juli 2018
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Einmal im Monat ist es soweit und die Periode setzt ein. Leider kommt sie manchmal genau dann, wenn Frau sie am wenigsten gebrauchen kann. In diesen Fällen ist es möglich, die Menstruationsblutung zu verschieben.

Sie gehöhrt zu unserem Leben als Frau irgendwie dazu, doch manchmal kündigt sich die Periode genau dann an, wenn wir sie gerade so gar nicht gebrauchen können. Sei es kurz vorm Urlaub, am Hochzeitstag oder bei einer wichtigen Veranstaltung - manchmal passt es mit der Menstruation einfach nicht.

Ist nicht schon allein der regelmäßige Tamponwechsel total nervig, leiden auch viele Frauen vor und während ihrer Periode unter Kopfschmerzen, Krämpfen, Stimmungsschwankungen und Unwohlsein. Gut, dass es Möglichkeiten gibt, die Periode zu verschieben. Wie das geht, ob das wirklich gesund ist und worauf ihr dabei achten solltet, zeigen wir euch hier.

Solltest du kennen: 10 Fakten über den Menstruationszyklus und die Periode

Periode verschieben mit der Pille

Am einfachsten lässt sich die Periode durch die Antibabypille beeinflussen. Mit der Pille ist es möglich, die Periode nach hinten zu verschieben oder sogar ganz auszusetzen. Dafür legt ihr nach den üblichen 21 Einnahmetagen keine siebentägige Pillenpause ein, sondern nehmt einfach einen weiteren Blister ein. Die Periode setzt erst dann wieder ein, wenn der zweite Blister aufgebraucht ist oder ihr die Einnahme vorher unterbrecht.

Wollt ihr nur den Wochentag eurer Periode verschieben, dann könnt ihr die reguläre Pillenpause auch einfach verkürzen. Heißt konkret: Startet an dem von euch gewünschten Wochentag mit der Einnahme eines neuen Blisters. So wird die kommende Periode um einige Tage vorverlegt.

Langzeitzyklus: Bequem, aber auch gesund?

Manche Frauen nehmen die Pille generell als Langzyklus, also drei bis sechs Monate ohne Pause, ein und unterdrücken so ihre Blutung über mehrere Wochen oder Monate. Gerade dann, wenn es vor und während der Blutung zu starken Menstruationsbeschwerden wie Migräne, Stimmungsschwankungen und Brustspannen kommt, ist es sinnvoll, nicht mehr jeden Monat, sondern nur noch alle paar Monate seine Regel zu bekommen. Die Verhütung wird dabei nicht gefährdet, vielmehr steigt die Sicherheit sogar. Und auch sonst gibt es keinerlei Bedenken, wieso ihr die Pille nicht länger als 21 Tage am Stück einnehmen solltet.

Da sich für den Langzeitzyklus nicht alle Präperate gleichermaßen gut eignen, sondern nur Einphasen-Produkte, bei denen jede Tablette die gleiche Wirkstoffkombination besitzt, solltet ihr diese Möglichkeit vorher aber unbedingt mit eurem Frauenarzt besprechen.

Periode verschieben ohne Pille

Wer die Pille nicht nimmt und dennoch seine Periode verschieben oder aussetzen möchte, kann zu gestagenhaltige Hormontabletten greifen. Das bekannteste Präparat ist hier Primolut N, das das Hormon Norethisteron enthält. Die Tabletten sind rezeptflichtig und werden nur in Absprache mit dem Frauenarzt verabreicht.

Das Präparat wird dabei einige Tage vor der erwarteten Menstruation dreimal am Tag eingenommen. Die Hormontabletten sollen so die Regelblutung um etwa zwei Wochen hinauszögern - eine Garantie ist allerdings nicht gegeben. Zudem sollte die Einnahme solcher Tablette nur in wirklichen Außnahmefällen erfolgen, da sie den natürlichen Hormonhaushalt ordentlich durcheinanderbringen können.

Periode verschieben mit natürlichen Hausmitteln

Es gibt auch die Möglichkeit, ganz ohne Hormone den Zyklus zu beeinflussen. Sogenannte Frauenkräuter wie Mönchspfeffer oder Schafgarbe zum Beispiel können die Periode um einige Tage verschieben, wenn sie regelmäßig eingenommen werden - etwa als Tee oder in Tablettenform.

Wie schädlich ist das Verschieben der Periode für den Körper?

Mit der Pille könnt ihr eure Periode beliebig verschieben, was für den Körper nicht weiter schädlich ist. Denn die Periode, die während der Einnahmepause einsetzt, ist eigentlich keine Menstruation, sondern eine Abbruchblutung, die durch den Entzug der Hormone ausgelöst wird.

Wissenschaftler und Mediziner streiten schon lange darüber, wie schädlich ein Verschieben oder ein dauerhaftes Aussetzen der Periode ist. Viele Foscher vertreten hier die Meinung, dass das ständige Menstruieren sowie das Bluten nach 21 Tage Pilleneinnahme lediglich eine Erfindung der Moderne sei, auf die der weibliche Körper eigentlich gar nicht eingestellt ist. Unsere Vorfahrinnen waren die meiste Zeit ihres Lebens entweder schwanger oder stillende Mutter und damit menstruationsfrei. Die Hormone der Pille würden somit einen Naturzustand wiederherstellen.

Wie oft kann man die Periode verschieben?

Frauen, die sich für den Langzeitzyklus entscheiden, können ihre Monatsblutung dauerhaft aussetzen und den Zeitpunkt der Regelblutung beeinflussen. Wer seine Periode wie gewohnt jeden Monat bekommen möchte und nur einmalig zu einem unpassenden Zeitpunkt die Blutung verschieben möchte, kann dies ohne Probleme tun, indem er einfach einen weiteren Pillenblister einnimmt.

Die meisten Ärzte raten dazu, nicht mehr als drei Blister der Pille am Stück einzunehmen, um ein Abbluten zu gewährleisten. Sowieso kann es während dem Durchnehmen der Pille zu Schmier- und Zwischenblutungen kommen. Das ist nicht weiter schlimm und bei den meisten schwachen Präparaten völlig normal. Auch Schwindel, Kopfschmerzen, Erbrechen und Übelkeit können vorkommen,

Es sollte allerdings vermieden werden, die Periode mit hormonhaltigen Tabletten wie Norethisteron häufiger zu verschieben. Am besten ist es natürlich in jedem Fall, wenn ihr euren Körper seinen natürlichem Rhythmus belasst. Besprecht die verschiedenen Optionen am besten mit eurem Frauenarzt.

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