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Weniger Stress, mehr Energie: Darum ist richtig atmen so wichtig!

von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 7. Juni 2016

Flach und hektisch oder tief und langsam: Es macht einen großen Unterschied, ob wir richtig atmen oder nicht!

Atmen ist die natürlichste Sache der Welt. Man macht es einfach - ohne groß darüber nachzudenken. Allerdings: Die meisten von uns atmen falsch! Und ja, das geht tatsächlich. Wer flach atmet, nimmt weniger Sauerstoff auf und muss öfter atmen. Dadurch wird der Körper automatisch gestresst. Richtig atmen dagegen bedeutet, dass man tief und langsam einatmet. Dadurch wird man automatisch ruhiger und wird besser mit Sauerstoff versorgt.

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Warum ist richtig zu atmen so wichtig?

Richtig zu atmen ist aus verschiedenen Gründen sehr wichtig. Zum einen seid ihr entspannter und ruhiger, wenn ihr tief und langsam atmet. Ihr könnt euch auch besser konzentrieren und seid leistungsfähiger, weil der Körper - besonders das Gehirn - besser mit Sauerstoff versorgt wird.

Studien zeigen zudem, dass richtig zu atmen einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System haben soll. Der Blutdruck soll durch das tiefe Atmen sinken und das Herz leistungsstärker werden.

Noch ein Plus: Wer richtig atmet, fühlt sich stärker und tritt selbstbewusster auf.

Richtig atmen: So geht's!

Um zu wissen, ob ihr richtig atmet, solltet ihr euch einen Moment Zeit nehmen und euren Atem genau beobachten. Legt euch entspannt auf den Rücken und atmet mal ganz normal. Legt am besten eine Hand flach auf den Bauch. Wird der Bauch stark angehoben und abgesenkt? Oder bewegt sich fast nichts? Ist letzteres der Fall, atmet ihr vermutlich zu flach.

Richtig zu atmen bedeutet, dass sich der Bauch beim Einatmen nach außen wölbt. Das nennt man Bauchatmung. Atmet dafür im Liegen mal durch die Nase tief ein. Zählt langsam bis zwei. Achtet darauf, dass die flach auf dem Bauch liegenden Hände beim Einatmen hochgedrückt werden. Haltet den Atem kurz an und lasst ihn dann langsam durch Mund oder Nase aus dem Körper fließen. Der Bauch wird dabei flacher.

Wiederholt diese Übung ein paar Mal, um zu spüren, wie sich richtig zu atmen anfühlt. Nach ein paar Atemzügen werdet ihr auch merken, dass ihr ruhiger und entspannter werdet.

Tipps, um im Alltag richtig zu atmen

Tief und richtig zu atmen ist im Alltag am Anfang schwer. Das schnelle, flache Atmen ist für die meisten leider zur Gewohnheit geworden. Ihr kriegt das aber schnell hin, wenn ihr die folgenden Tipps befolgt:

  • Übt richtig zu atmen schon morgens im Bett. Macht die oben beschriebene Atemübung vor dem Aufstehen. Atmet ganz bewusst tief ein, sodass sich der Bauch beim Einatmen gegen die Hände drückt. Atmet dann langsam aus und wiederholt das einige Male.
  • Macht euch einmal pro Stunde eine Erinnerung, dass ihr tief und bewusst einatmet.
  • Wendet in Stresssituationen die Technik zum richtig Atmen bewusst an. Ihr werdet merken, dass ihr sofort ruhiger werdet.
  • Wer gerade steht oder aufrecht sitzt, atmet automatisch tiefer. Achtet also auf eure Haltung.

Richtig atmen in besonderen Situationen

Im Alltag ist es wichtig, richtig zu atmen, doch noch viel wichtiger ist es in bestimmten Situationen, zum Beispiel beim Sport oder bei der Geburt.

Richtig atmen beim Sport:
Richtig zu atmen ist beim Sport sehr wichtig. Wer richtig atmet, bekommt nicht so schnell Luftnot. Egal welche Sportart ihr treibt: Mit einer tiefen Bauchatmung macht ihr alles richtig. Versucht ruhig zu atmen und die Luft tief auszuatmen. Versucht auch nicht nur durch den Mund zu atmen, sondern bevorzugt die Nase. Dadurch wird der Atem in der Regel ruhiger. Beim Schwimmen gibt es je nach Schwimmstil unterschiedliche Atemtechniken.

Richtig atmen bei einer Geburt:
Durch die richtige Atemtechnik sollen die Wehen leichter zu ertragen sein. Das Erlernen ist deswegen wichtiger Teil des Geburtsvorbereitungskurses. Richtig zu atmen bedeutet auch hier tief und gleichmäßig zu atmen. Ganz klassisch wird durch die Nase ein- und durch den Mund ausgeatmet.

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