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Reizmagen? Diese Tipps helfen gegen fiese Magenschmerzen

von der Redaktion Veröffentlicht am 6. März 2018
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Stress, hektisches Essen und schwere Kost - das alles kann buchstäblich auf den Magen schlagen und zum dauerhaften Problem werden. Wir verraten dir, was du gegen einen Reizmagen tun kannst.

Reizmagen: Was ist das eigentlich?

Autsch, schon wieder tut der Magen höllisch weh und du hast keine Ahnung, woran es nun schon wieder liegt. Wenn du vor allem nach dem Essen oft mit Bauchschmerzen zu kämpfen hast, leidest du wahrscheinlich unter einem Reizmagen. Im Fachjargon nennt man ihn auch funktionelle Dyspepsie. Das ist eine häufige Funktionsstörung des Magens.

Ob du einen Reizmagen hast, erkennst du daran, dass du vor allem unter Schmerzen und Druck im Oberbauch, Völlegefühl, vorzeitigem Sättigungsgefühl, Appetitlosigkeit, nicht-saurem Aufstoßen sowie Übelkeit und Erbrechen leidest. Die Ursachen des Reizmagens sind bisher aber nicht eindeutig geklärt. Mögliche Auslöser könnten Störungen der Magenmuskelbewegungen, falsche Ernährungsgewohnheiten, erbliche Faktoren und psychische Belastungen sein.

Schnelle Hilfe bei Reizmagen

Aber was kannst du tun, um deinen Reizmagen dauerhaft zu beruhigen? Ganz klare Antwort - du musst deine Ernährung umstellen! Meistens reicht das nämlich schon aus, um die Beschwerden loszuwerden. Falls das alleine nicht hilft, kannst du mit entsprechenden Medikamenten, Entspannungsübungen oder einer Psychotherapie nachhelfen. In der Regel sollte spätestens das deine Schmerzen langfristig beseitigen oder zumindest verringern. Aber auch im ganz normalen Alltag kannst du etwas gegen deinen Reizmagen tun, indem du auf bestimmte Lebensmittel verzichtest und dein Essverhalten etwas veränderst.

1. Weniger Fett

Finger weg von Chips, Schweinebraten, Mayonnaise und Co.! Fettreiche Lebensmittel liegen schwer im Magen, denn sie sind nicht so gut bekömmlich und können das empfindliche Organ reizen. Versuch auf fettarme Lebensmittel umzusteigen. Am besten eignen sich Obst, Gemüse oder fettarmes Fleisch wie zum Beispiel Pute oder Rinder-Tatar.

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2. Zeit nehmen

In der Mittagspause mal eben schnell vor dem PC essen oder abends gemütlich vor dem Fernseher - wir alle neigen zu solchen Gewohnheiten. Für deinen Bauch ist das aber überhaupt nicht gut, weil das Essen so zur Nebensache wird und du es unbewusst einfach in dich reinschaufelst. Nimm dir Zeit für dein Essen! So schonst du nämlich deinen Magen und wirst außerdem schneller satt.

3. Gut kauen

Klingt vielleicht erstmal komisch - hilft aber! Versuch mal darauf zu achten, dein Essen gut durch zu kauen. Vor allem wenn du Hunger hast passiert es nämlich schnell, dass du das Essen grade zu verschlingst und nicht richtig kaust. Dabei ist das total ungesund. Umso kleiner du dein Essen kaust, desto weniger Arbeit hat dein Magen bei der Verdauung.

4. Kleine Portionen essen

Es ist viel bekömmlicher für deinen Magen, wenn du mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt isst, als wenige große Mahlzeiten. Also: Lieber Vor- oder Nachmittags Zwischenmahlzeiten einlegen, als sich den Bauch beim Frühstück- oder Mittagessen voll zu schlagen.

5. Kein Alkohol

Auf Alkohol solltest du bei Magenproblemen zumindest vorübergehend verzichten.

6. Nikotin

Auch Nikotin reizt den Magen zusätzlich! Deshalb gilt: Bloß weg mit dem Glimmstängel.

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7. Feingefühl

Versuch mal instinktiv auf deinen Körper zu hören und nur Lebensmittel zu kaufen, die dein Magen gut verträgt. Achte auf der Packung auf die Zutaten. Auf Fertigprodukte solltest du so gut es geht verzichten, um einen Reizmagen zu vermeiden. Alles, was paniert, gebraten oder frittiert ist, ist nicht besonders bekömmlich für deinen Magen und sollte deshalb von deinem Speiseplan verschwinden.

8. Auf scharfe Gewürze verzichten

Ja, scharfe Gewürze wie Curry, Paprika oder Chili sind super lecker und geben dem Essen eine besondere Note. Leider sind sie aber auch oft verantwortlich für Magenschmerzen, denn sie können einen empfindlichen Magen schnell reizen.

9. Auf Blähende Lebensmittel verzichten

Kohl, Zwiebeln, Bohnen oder Krautsalat - all diese Lebensmittel blähen deinen Bauch auf und sind schwer verdaulich. Deshalb gilt: Bei einem Reizmagen lieber darauf verzichten.

10. Nicht zu viel Kaffee

Wir alle lieben unseren Kaffee, vor allem morgens ist es fast undenkbar ohne ihn auszukommen. Leider sind kaffeehaltige Getränke wie Latte Macchiato oder Cappuccino aber tabu, wenn du unter einem Reizmagen leidest. Wenn du gar nicht darauf verzichten kannst, gilt hier: Weniger ist mehr! Kaffeeliebhaber sollten also lieber bei einer Tasse, nicht zu starkem Kaffee, bleiben.

11. Viel Tee trinken

Im Gegensatz zu Kaffee ist Tee für deinen Magen viel wohltuender. Schwarzer Tee hat dabei fast die gleiche Wirkung wie Kaffee, ist aber viel schonender für dich, wenn du einen Reizmagen hast. Besonders magenfreundlich sind übrigens Tees mit Kamille, Süßholzwurzel oder Schafgarbenkraut!

12. Keine Medikamente

Bestimmte Medikamente (z.B. Acetylsalicylsäure) können die Magenschleimhaut schädigen. Nimm diese also nur ein, wenn es wirklich notwendig ist!

13. Vom Arzt durchchecken lassen

Bei länger anhaltenden oder starken Verdauungsbeschwerden solltest du immer einen Arzt aufsuchen. Der kann in einem ausführlichen Gespräch oder einer Untersuchung mögliche Ursachen herausfinden und sie ggf. therapieren.

14. Säureblocker

Der Arzt kann dir je nach Ursache Medikamente verschreiben, wie zum Beispiel Säureblocker, die die Produktion der Magensäure hemmen oder Antazida, welche die Magensäure neutralisiert.

15. Weniger Stress

Last but not least: Einfach mal einen Gang runter schalten und entspannen. Klar, wir alle haben einen stressigen Job und auch nach der Arbeit noch viel zu tun. Es ist aber wichtig sich mal eine kleine Auszeit zu nehmen, etwas zu lesen, ein Bad zu nehmen oder einfach auf der Couch zu entspannen. Stress ist nämlich eine super häufige Ursache von Magenschmerzen und sollte deshalb vermieden werden.

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