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No-Poo: Haare waschen ohne Shampoo liegt jetzt im Trend!

Ga-Young Park
von Ga-Young Park Veröffentlicht am 19. April 2015
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Haare waschen ohne Shampoo? Immer mehr Beauty-Blogger, Vlogger und Stars berichten von den positiven Effekten des 'No-Poos'. Doch was steckt hinter dem neuen Trend? Ist 'No-Poo' tatsächlich eine Haar-Revolution oder einfach nur ein Hirngespinst der Beauty-Blogger?

Traditionell sieht die morgendliche Haarwäsche folgendermaßen aus:

Haare nass machen, Shampoo in die Haare geben und einmassieren, einwirken lassen, weil es sich unter dem warmen Wasserstrahl einfach himmlisch anfühlt. Shampoo auswaschen, Spülung in die Spitzen geben. Einwirken lassen, ausspülen. Nach zwei Tagen das Ganze wiederholen.

Seit einigen Monaten aber berichten Beauty-Blogger und Stars, dass sie DIE neue Methode zum Haarewaschen entdeckt haben. Sie nennt sich 'No-Poo' (No-Shampoo) und verspricht: weniger fettende und seidig glatte Haare. Wir haben uns diesen neuen Trend genauer angeschaut.

No-Poo: Kein Shampoo!

'No-Poo' oder 'Poo-free' soll die Haare - ganz besonders die Kopfhaut - schonen. Ausgehend von der Prämisse 'Wir leiden ein paar Wochen um danach kräftiges und glänzendes Haar zu bekommen', verspricht diese Methode weniger fettende Haare. Im Wesentlichen besteht die neue Art des Waschens darin, die Haare nicht mehr mit Shampoo zu reinigen, sondern auf Alternativen wie Lavaerde, Natron, Essig und warmes Wasser zurückzugreifen. Ziel dabei ist es, dass sich die Talg-Produktion, also das natürliche Haarfett, mit der Zeit selbst reguliert.

Weniger ist mehr

In unterschiedlichen Blogs wird empfohlen mit der ersten 'No-Poo' Haarwäsche zu starten, wenn die Haare auch tatsächlich fettig sind. Je länger ihr euch zwischen den einzelnen Waschgängen Zeit lasst, desto schneller reguliert sich die Talgproduktion. Zugegeben, die ersten Wochen sind wirklich hart (und eklig). Gerade in den ersten 6 Wochen sind die Haare fettig am Ansatz und trocken in den Spitzen. Der Tipp der Beauty-Blogger: Natron als Fettlöser und Essig-Spülung für den Glanz.

Hundert Bürstenstriche pro Tag

Bereits unsere Großmutter kannte diese Beauty-Regel: 'Hundert Bürstenstriche am Tag sorgen für schönes Haar'. An diesem altbekannten Schönheitstrick scheint auch was dran zu sein. Das intensive Bürsten regt nicht nur die Durchblutung der Kopfhaut an, sondern verteilt das Haarfett auch optimal. Dieses Haarfett fungiert dabei wie eine körpereigne Kur und schützt das Haar vor dem Austrocknen. Besonders gut eignet sich eine Bürste mit Wildschweinborsten.

Marlies Moller Allround Bürsten, 49,95 €, gesehen bei Douglas © Douglas

Was halten die Experten von der 'No-Poo'-Bewegung?

Die Expertenmeinungen bezüglich der alternativen Haarwäsche sind gespalten: Während einige behaupten, dass heißes Wasser ausreicht, um den Talg auf der Kopfhaut loszuwerden, sagen wiederum andere Dermatologen, dass Talg schlichtweg nicht wasserlöslich sei. Hinzu kommt, dass das Fett auf der Kopfhaut ein Nährmedium für Pilze und Mikroben ist. 'No-Poo' kann somit im schlimmsten Fall ernste Folgen haben. Auch die Tipps der Beauty-Blogger mit Natron oder Essigsäure sind fragwürdig, weil eine solche Behadlung bei empfindlicher Kopfhaut sogar Schaden anrichten kann.

Fazit

Nach den ersten 6 Wochen solltet ihr merken, dass die Haare langsamer nachfetten. Wenn aber die Talgproduktion immer noch auf Hochtouren läuft oder die Kopfhaut juckt, dann solltet ihr die 'No-Poo'-Methode abbrechen und eure Haare mit etwas Shampoo waschen. Aber: Benutzt ein Shampoo ohne künstliche Tenside und verdünnt es mit Wasser. Mit einem Verhältnis von 1:10 könnt ihr Shampoo und Wasser in eine Einwegflasche geben und schütteln. Dabei bildet sich genug Schaum, um die Haare zu reinigen.

Wichtig bei solch einer radikalen Umstellung ist ein Vorab-Gespräch mit eurem Dermatologen. Auch während der Umstellung solltet ihr bei Fragen und Zweifeln euren Arzt aufsuchen und euch beraten lassen.

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