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Personal Branding: So baust du dir eine Personenmarke auf

von Yvonne Willms ,
Personal Branding: So baust du dir eine Personenmarke auf© Getty Images

Sicher hast du schon mal etwas von dem Begriff Personal Branding gehört. Doch was ist das überhaupt und wie hilft dir eine Personal Brand bei deiner Karriereplanung?

Video von Justin Amaral
Inhalt
  1. · Personal Branding: Was ist das?
  2. · Was sind deine Fähigkeiten und Talente?
  3. · Die eigene Positionierung
  4. · Analoge und digitale Sichtbarkeit
  5. · Das richtige Netzwerk

Erfolg im Job überlassen wir längst nicht mehr dem Zufall. Ganz im Gegenteil: Wir nehmen unsere beruflichen Ziele aktiv in die Hand. Seit einigen Jahren wird daher in Sachen Karriereplanung immer mehr von Personal Branding gesprochen. Doch was genau bedeutet der Begriff? Brauche ich Personal Branding für Erfolg im Job überhaupt und wie setze ich das Ganze für mich und meine Ziele um?

Beim 'Write her Future' Workshop von Lancôme durften wir an einer Workshop-Session von Unternehmerin Tijen Onaran teilnehmen. Die Speakerin ist absolute Expertin, wenn es um das Thema Netzwerken und Sichtbarkeit im Job geht. Mit ihrem Unternehmen Global Digital Women sorgt sie außerdem für mehr Diversität in der Arbeitswelt.

Dank der Workshop-Session haben wir jede Menge Tipps für deine Personal-Branding-Strategie mitgenommen und zeigen dir, wie du das Ganze für dich umsetzen kannst.

Personal Branding: Was ist das?

Beim Personal Branding geht es darum, dich mit all deinen Talenten, Erfahrungen und Fähigkeiten als Marke zu betrachten. Und das ist wirklich ganz positiv gemeint, denn für sich selbst und die eigenen Erfolge einzustehen hat nichts mit Arroganz zu tun, sondern ist im beruflichen Umfeld sogar förderlich. Du erschaffst dir also eine Personenmarke und machst dich für dein berufliches Umfeld sichtbar.

Personal Branding sollte also ein wichtiger Teil deiner gezielten Karriereplanung sein. Um zu wissen, wie du Personal Branding für dich umsetzt, solltest du dir jedoch vorab Gedanken machen, welche beruflichen Ziele du eigentlich erreichen möchtest. Möchte ich in meinem Angestelltenverhältnis die Karriereleiter raufklettern oder möchte ich selbständig erfolgreich sein oder vielleicht sogar ein Unternehmen gründen?
Genau das ist ungemein wichtig, bevor du dir deine eigene Personal Brand erschaffst.

-> Buchtipp: Bei der Suche nach deinem individuellen Karriereweg ist übrigens das Buch "Mach was du willst: Design Thinking fürs Leben" super hilfreich (gibt’s hier z.B. bei Amazon*). Im Buch findest du viele Übungen, um herauszufinden, was dich im Job glücklich macht.

Was sind deine Fähigkeiten und Talente?

Um dir eine Personal Brand zu erschaffen, ist es wichtig, deine Stärken zu kennen. Was macht dich besonders? Welches Know-how besitzt in deinem Job nur du? Was kannst du besonders gut und wofür wurdest du in der Vergangenheit bereits des Öfteren gelobt?

Frag ruhig auch Kolleg*innen und Freund*innen um ehrliches Feedback. Du wirst sicher überrascht sein, wie positiv dich dein Umfeld wahrnimmt. Deine Bekannte werden sicher einige Dinge aufzählen, die dir vielleicht gar nicht bewusst waren.

Um dir deiner Fähigkeiten und Stärken im Klaren zu sein, hilft auch ein Erfolgstagebuch. Hier trägst du am besten täglich ein, was du besonders gut umgesetzt hast. Das können große Dinge, wie ein Vortrag sein oder auch kleine Dinge, wie ein erfolgreich abgeschlossenes To-do. Je häufiger du deine Talente reflektierst, umso bewusster werden sie dir mit der Zeit.

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Die eigene Positionierung

Deine Stärken und Fähigkeiten und auch deine Ziele hast du bereits fest vor Augen. Jetzt geht es darum, wie dich dein berufliches Umfeld wahrnehmen soll und für welche Themen du brennst. Denn beim Personal Branding spielt auch die eigene Positionierung eine Rolle.

Bist du beispielsweise angestellt und in deinem Team die Person mit absoluter Zahlen-Expertise und hast Spaß an analytischen Aufgaben? Sorge dafür, dass dein Umfeld dich für diese Expertise immer auf dem Schirm hat. Bist du selbständig? Dann mache dir klar, was dich von anderen Selbständigen deiner Branche unterscheidet und welche Nische und Kernthemen du bedienen möchtest.

Stelle dir auch die Frage: Was treibt mich in meinem beruflichen Umfeld an? Gibt es Themen, die mich beschäftigen und die ich durch meine Arbeit gezielt verändern möchte? Dann her mit genau diesen Dingen und baue sie in deine Positionierung mit ein.

Analoge und digitale Sichtbarkeit

Jetzt geht es daran, Sichtbarkeit für dich und dein Know-how zu schaffen. Das nächste Teammeeting steht an? Perfekt! Dann traue dich regelmäßig etwas beizutragen und sei nicht zu schüchtern, auch von deinen Erfolgen zu sprechen. So sorgst du dafür, dass du bei deinen Vorgesetzten präsent ist und es ist wahrscheinlicher, dass du bei Beförderungen eher berücksichtigt wirst.

Sicher hast du auch einen Account auf einem (beruflichen) Social Network, wie z. B. LinkedIn. Veröffentliche regelmäßig einen Beitrag zu deiner Arbeit oder einem Thema deiner Wahl. Gerade in der Selbständigkeit kannst du mit regelmäßigen Online-Beiträgen eine wirksame Sichtbarkeit schaffen.

Wie du das Ganze umsetzt und welche einzelnen Steps du dabei gehst, ist ganz dir überlassen. Schließlich erfordert es auch ein wenig Mut, über sich und seine Erfolge in analoger und digitaler zu sprechen.

Das richtige Netzwerk

Alle sprechen vom Netzwerken, aber was bedeutet das genau? In einem beruflichen Netzwerk geht es darum, berufliche Kontakte zu knüpfen und sich mit Ideen und Know-how auszutauschen. Auch gegenseitige Unterstützung ist ein wichtiger Teil davon. Dabei gilt: Fange an, dir ein Netzwerk aufzubauen, bevor du es brauchst. Denn genau das macht cleveres Vernetzen aus.

Knüpfe daher ruhig auch Kontakt zu Menschen, die bereits weiter in der Karriere sind als du. Denn insbesondere von diesen Personen wirst du viel lernen können. Ebenso hast du als Berufsanfänger*in auch einiges zu bieten. Ein frischer Blick auf die Branche sorgt dafür, dass auch Führungskräfte von dir profitieren. Stelle dein Können also nicht in den Schatten, nur weil du vielleicht noch am Anfang stehst.

Lese-Tipp: Frauenquote: Warum sie ärgerlich, aber wichtig ist

-> Auf die Ohren-Tipp: Wir hatten übrigens das Vergnügen, mit Tijen Onaran in unserem Podcast "Echt & Unzensiert" über das Thema Diversity und Geschlechtervielfalt zu sprechen. Hier gehts zum Podcast-Interview.

Du hast Lust darauf, dich mit anderen Frauen oder Menschen aus deiner Branche zu vernetzen? Im Internet findest du jede Menge digitale Netzwerktreffen oder regionale Angebote vor Ort. Diese sind meist kostenlos, setzen aber eventuell eine Mitgliedschaft des jeweiligen beruflichen Netzwerks voraus, so wie beispielsweise die Netzwerktreffen der Global Digital Women.

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