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Herzhafter Pfannkuchen: Original französisches Rezept für Galette

von Jessica Stolz Erstellt am 30.05.21 um 11:00
Herzhafter Pfannkuchen: Original französisches Rezept für Galette © Getty Images

Habt ihr Lust, eure Pfannkuchen demnächst mal herzhaft zuzubereiten? Dann probiert unbedingt mal französische Galettes. Hier kommt ein super leckeres Rezept.

Galettes sind pikante Pfannkuchen, die ursprünglich aus der Bretagne stammen. Sie sind ein Highlight der französischen Kochkunst: Hauchdünn, aber trotzdem saftig, würzig und obendrein auch noch schön anzusehen. Das klingt kompliziert, ist aber ganz einfach! Mit den richtigen Zutaten und ein paar guten Tricks gelingt euch der bretonische Klassiker.

Jeder kennt sie, fast alle lieben sie: die französischen Crêpes. Hauchdünn und goldgelb gebacken schmeckt der helle Weizenmehlteig recht neutral. Mit Zucker bestreut und mit Früchten oder Schokolade gefüllt ist die Crêpe aber vor allem bei Naschkatzen beliebt. Weniger bekannt ist hingegen die würzige Pfannkuchenvariante: die Galette.

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Der dunkle Pfannkuchen besteht aus gemahlenem Buchweizen und besticht durch eine besondere Würze. Denn schon ihr Teig allein schmeckt pikant. Ein Flöckchen gesalzener Butter darauf, eine würzige Füllung hinein und schon wird die Galette zum herzhaften Hauptgericht.

Und noch eine Besonderheit hat die Galette: Sie bereitet auch Allergikern keine Sorgen. Denn anders als es der Name vermuten lässt, ist Buchweizen kein Getreide. Die dunklen Pfannkuchen sind daher frei von Gluten. Buchweizen enthält außerdem eine Substanz, die bei Stoffwechselerkrankungen hilft. Eine gute Nachricht für Diabetiker!

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Video von Alina Bertacca

Galette: Einfaches Rezept

Für die Zubereitung der leckeren und gesunden Pfannkuchen müsst ihr eines wissen: Die Bretonen mögen es simpel. In den Teig ihrer Galettes kommen nur Buchweizenmehl, Wasser und Salz. Das erfordert ein wenig Übung. Ihr könnt daher für den Anfang ein Ei dazu nehmen, das euren Teig bindet. Habt ihr den Dreh raus, dann macht es wie die Bretonen und lasst das Ei einfach weg.

Diese Zutaten benötigt ihr:

  • 350 g Buchweizenmehl
  • 1 Ei
  • 750 ml kaltes Wasser
  • 1 Esslöffel Salz

Und so gelingt der Teig:

1. Mehl und Salz sieben, nach und nach Wasser hinzufügen und verquirlen.

2. Das Ei in einer seperaten Schlüssel verquirlen und dann zu dem Mehl-Wasser-Gemisch geben. Zu einem glatten Teig verrühren.

3. Den Teig mindestens eine Stunde ruhen lassen. So viel Zeit benötigt das Mehl, um aufzuquellen. Dadurch wird die Masse fester. Und ihr könnt sie später ganz einfach weiter verarbeiten.

4. Teig nun portionsweise in eine flache beschichtete und leicht geölte Pfanne geben. Löcher könnt ihr einfach ausbessern, indem ihr etwas Teig nachgießt.

Tipp: Die Pfanne sollte sehr heiß sein. So bleibt der Teig nicht kleben. Dann die Hitze reduzieren. Wenn sich die Ränder leicht anheben lassen, könnt ihr den Pfannkuchen wenden.

Übrigens: Der erste Pfannkuchen muss nicht perfekt sein! Er hilft euch vor allem dabei, ein Gefühl für die richtige Teigmenge und die nötige Hitze zu bekommen. Das gilt nicht nur für Crêpes-Neulinge. Auch die bretonischen Küchenchefs machen es so!

Galettes abwandeln: So werden sie milder, würziger oder dicker

Noch würzigere Pfannkuchen: So wie das Buchweizenmehl darf auch die mit Meersalz gewürzte Butter in keiner bretonischen Küche fehlen. Legt einfach eine dünne Scheibe leicht gesalzener Butter auf den noch heißen Buchweizenpfannkuchen. So könnt ihr eure Galette noch ein wenig bretonischer machen.

Etwas mildere Pfannkuchen: Wenn euch die nussige, leicht bittere Note der originalen Galettes zu intensiv ist, könnt ihr den Geschmack eurer Pfannkuchen leicht abmildern. Dazu ersetzt ihr etwa 1/5 des Buchweizenmehls durch das neutral schmeckende Weizenmehl und fügt ein wenig Sprudelwasser hinzu.

Dickere, sättigende Pfannkuchen: Ihr mögt eure Buchweizenpfannkuchen gerne etwas dicker? Dann ersetzt einfach etwas Wasser durch Milch und gebt Eier in den Teig. Für 500 g Mehl könnt ihr bis zu 6 Eier verwenden. Ihr müsst dann aber mit der Füllung etwas sparsamer umgehen. Denn die Eier machen eure Pfannkuchen sehr üppig.

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Nicht alle Galettes aufgegessen? So könnt ihr sie verwerten

Ihr wart in der Küche fleißig. Nun habt ihr einen Stapel Galettes vor euch und schafft es nicht, sie alle aufzuessen? Ihr müsst sie auf keinen Fall wegschmeißen, denn es gibt tolle Idee, mit denen ihr sie weiterverarbeiten könnt! Wir zeigen euch, wie ihr aus übrig gebliebenen Pfannkuchen in nur wenigen Schritten außergewöhnliche Gerichte zaubert. Da ist auch so mancher Hingucker für die nächste Festtafel dabei.

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Idee #1: Pfannkuchen-Lasagne: ein herzhaftes Gericht aus dem Ofen

Ihr geht nach eurem Lieblings-Lasagne-Rezept vor und ersetzt einfach die Nudelteigblätter durch Buchweizenpfannkuchen. Für die Soße nehmt ihr weniger Béchamel als bei Lasagne üblich sowie eine vorgekochte Bolognese. 15 Minuten im Ofen bei 180 °C backen.

Idee #2: Pfannkuchenrollen: Fingerfood fürs Partybuffet

Eine dünne Schicht Frischkäse auf die Galette streichen, Lachs oder Schinken darauflegen und einrollen. Das Ganze in kleine Röllchen schneiden und jeweils einen Zahnstocher durchstecken. Schmeckt sowohl kalt als auch warm (15 Minuten im Ofen erhitzen).

Idee #3: Pikanter Crêpes-Kuchen: die etwas andere Festtagstorte

Ihr stapelt eure Galettes übereinander und fügt jeweils eine Schicht Beilagen dazwischen. Für einen kalten Kuchen eignen sich frisches Gemüse, Lachs und Mayonnaise. Die warme Variante backt ihr bei 180 °C im Ofen, bis alle Zutaten durchgegart sind.

Idee #4: Pikante Aumônières: hübsche Teigbeutel mit würzigem Inhalt

Für die Teigtaschen belegt ihr eure Galettes in der Mitte mit einer pikanten Füllung. Dann die Ränder anheben und zu kleinen Beuteln formen. Zusammenbinden könnt ihr die Säckchen jeweils mit Schnittlauchhalmen oder den Röhren frischer Frühlingszwiebeln.

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