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Rezept für veganen Obazda: Den Biergarten-Klassiker ganz einfach selbst gemacht

veganer obazda auf zwei brote geschmiert.
Schmeckt genauso gut in vegan und lässt sich ganz einfach selber machen: Bayrischer Obazda. Credit: Adobe Stock

Ihr könnt die Biergarten-Saison kaum mehr abwarten? Dann holt euch den sommerlichen Flair mit einem leckeren Aufstrich einfach nach Hause. Wir verraten euch das Rezept für den veganen Obazda.

Man muss nicht unbedingt einen Ausflug in den Biergarten machen, um die Outdoor-Saison so richtig zu zelebrieren. Wer möchte, verwandelt einfach den eigenen Garten oder Balkon in einen kleinen Biergarten.

Wie das geht? Na, mit der richtigen kulinarischen Unterstützung. Da wären Brezn, Bier und – veganer Obazda. Der wird nicht gekauft, sondern direkt selbst gemacht. Ist gar nicht schwer, versprochen!

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Zunächst muss dafür erst einmal eine Art veganer Camembert zubereitet werden. Der basiert auf eingeweichten und anschließend pürierten Cashewkernen. Sie werden auch häufig genutzt, um vegane, cremige, käsige Saucen und Dips zu zaubern.

Anschließend kommen für Obazda typische Zutaten ans Püree, unter anderem ein Schuss Bier, Schalotten und Kümmel. Abgeschmeckt wird nach Belieben und eigenem Geschmack. Und dann heißt es: an Guadn!

Rezept im Video: Camembert in Blätterteig

Echt genial-lecker und perfekt für alle Käse-Fans! Seht im Video, wie ihr ratzfatz einen Camembert im Blätterteig zubereitet.

Veganer Obazda: Würziger Aufstrich in wenigen Minuten

Unser veganer Obazda – und natürlich auch die nicht-vegane Version – ist unter vielen Namen bekannt. So beschreiben auch Ausdrücke wie Obatzda, Obatzter, Gerupfter oder Angemachter die herrlich würzige Creme.

Traditionell muss Obazda zu mindestens 50 Prozent aus Käse bestehen, meist nimmt man hier Camembert oder Brie. Ursprünglich war Obazda ein richtiges Resteessen: Man wollte alten Käse nicht wegschmeißen und vermengte ihn kurzerhand mit Gewürzen wie Kümmel und Paprika, und rührte Butter oder Milch unter, damit das Ganze sich besser streichen ließ. Das war vor mehr als 150 Jahren.

Auch heute lässt man sich Obazda noch schmecken. Und unsere vegane Variante steht dem Original in nichts nach.

Diese Zutaten braucht ihr:

  • 150 g Cashewkerne
  • 100 ml Wasser (und mehr zum Einweichen der Kerne)
  • 60 g Stärke
  • 1-2 EL Hefeflocken
  • 1 EL Essig
  • 1 TL Misopaste
  • 2 Schalotten
  • 100 g pflanzliche Butter
  • 1 Schluck Bier
  • Kümmel (gemahlen)
  • Paprikapulver
  • Salz
  • Pfeffer

Und so gelingt die Zubereitung:

1. Im ersten Schritt die Cashewkerne 20 Minuten in heißem Wasser einweichen lassen und danach abgießen.

2. Inzwischen die Schalotten schälen und hacken.

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3. Cashews, 100 ml vom Wasser, in denen sie eingeweicht wurden, Stärke, Hefeflocken, Essig und Misopaste miteinander pürieren.

4. Das Püree nun noch mit den gehackten Schalotten, der Butter und dem Bier verrühren. Die Creme abschließend noch mit den Gewürzen abschmecken.

Zum Obazda schmecken Brezeln natürlich besonders gut. Die könnt ihr ebenso selbst machen, dank der passenden Anleitung: Brezel selber machen: Einfaches Rezept mit und ohne Lauge

Wir hoffen, dass euch das Rezept gefällt, und wünschen euch ganz viel Spaß beim Nachkochen, Nachbacken & Probieren! Schreibt uns auch gerne auf Instagram oder auf Facebook: Wir freuen uns immer über Anregungen und Rezeptwünsche!