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Tumor bedeutet nicht gleich Krebs: Das solltet ihr wissen!

von Sabrina Frangos Veröffentlicht am 12. Mai 2016

Tumor - allein das Wort sorgt für Verunsicherung und Angst. Meist wird es sofort mit einer schweren Krebserkrankung, Chemotherapie & Co. in Verbindung gebracht. Dabei muss ein Tumor nicht zwangsläufig Krebs bedeuten!

Wenn wir durch Abtasten oder genaues Beobachten Knötchen oder ähnliche Veränderungen an unserem Körper bemerken, machen wir uns Sorgen und gehen wir zum Arzt. Wenn der Arzt dann noch das Wort Tumor ausspricht, denken wir eigentlich automatisch an Krebs. Das ist aber nicht ganz richtig. Denn ein Tumor muss nicht immer eine Krebserkrankung bedeuten.

Was also ist ein Tumor?

Mediziner sprechen bei jeglicher Art von begrenzt wachsendem Gewebe von einem Tumor. Allgemein bezeichnet man es auch als Geschwulst. Daher kann es sich bei einem Tumor auch um eine entzündliche Schwellung oder ein Ödem handeln.

Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter einem Tumor das Wachstum krebsartiger Zellen. Diese können bösartig, aber auch gutartig sein.

Gutartige Tumore:

  • ein gutartiger Tumor kann leicht entfernt werden, denn diese Art von Tumor bildet keine Metastasen und befällt kein umliegendes Gewebe und greift keine Blutgefäße an
  • wenn gutartige Tumore nicht rechtzeitig entdeckt und behandelt werden, können aber auch sie sehr groß werden
  • in der Regel wachsen gutartige Tumore langsam, sie haben genaue Tumorgrenzen
  • unter dem Mikroskop kann man die vollständige Struktur des Tumors erkennen
  • bei dieser Art von Tumor spricht man nicht von Krebs
  • es handelt sich um Adenome, Lipome und Hämangiome
  • sind die gutartigen Tumore entfernt, ist der Patient sozusagen geheilt

Bösartige Tumore:

  • bösartige Tumore bezeichnet man als Krebsgeschwüre
  • sie können in umliegendes Gewebe wachsen und dabei großen Schaden anrichten
  • Krebsgeschwüre können Zellverbände zerbrechen, sich dann über das Lymphsystem und die Blutbahn im Körper verteilen
  • Dringt der bösartige Tumor in Blutgefäße ein besteht, können sich Metastasen bilden, dann können weitere Organe angegriffen und zerstört werden
  • bösartige Tumore wachsen meist besonders schnell
  • betrachtet man die Zellen eines bösartigen Tumors unter dem Mikroskop, so sieht man, dass die Zellen unreif sind


Auch wenn ein bösartiger Tumor von Arzt entfernt wurde, kann es erneut zu einem Ausbruch kommen. Daher erfolgt ergänzend eine Chemo- oder Strahlentherapie.

So entstehen Tumore im Körper:

Das kleine Krebs-ABC:

Beim Thema Krebs begegnen einem mitunter die kompliziertesten Fachausdrücke. Hier kommt das kleine Krebs-ABC inklusive Übersetzung:

Astrozytom häufig vorkommender Hirntumor
Basaliom auch Basalzellkarzinom genannt, bestimmte Art von Hautkrebs, einfach zu entfernen und meist ohne nennenswerte Folgen (ähnlich einem früh entdeckten und behandelten Plattenepithelkarzinom)
Benigne gutartig
CUP-Syndrom Metastasen ohne Primärtumor: Der Ausgangstumor der Metastasen kann nicht festgestellt werden, da er sich entweder aufgelöst hat oder zu klein ist.
Fatigue Erschöpfung und Müdigkeit bei Krebs; häufige Nebenerscheinung einer Krebserkrankung, kommt auch bei bzw. nach anderen Krankheiten vor
Glioblastom häufigster bösartiger Hirntumor bei Erwachsenen über 50 Jahre
Gliom Überbegriff für eine Reihe von Hirntumoren
Karzinom Krebs, der sich aus Haut, Schleimhaut oder Organhüllen entwickelt hat; ca. 80% aller bösartigen Tumoren
Leukämie "Blutkrebs"; weiße Blutkörperchen und deren Vorstufen werden vermehrt gebildet
Lymphome Lymphknotenkrebs
Maligne bösartig
Mammakarzinom Brustkrebs
Mammographie spezielle Untersuchung der Brust
Mastopathie gutartige Veränderung im Brustgewebe
Melanom schwarzer Hautkrebs, gefährliche Art von Hautkrebs, kann Metastasen bilden, früh entdeckt reicht Entfernung aber häufig aus
Morbus Hodgkin auch Hodgkin-Lymphom, bestimmte Art von Lymphknotenkrebs, sehr gute Heilungschancen
Non-Hodgkin-Lymphome Überbegriff bestimmter Krebsarten im Lymphsystem
Oligodendrogliom eine bestimmte Form von Hirntumor
Onkologie Wissenschaft, die sich mit Krebs befasst
Plattenepithelkarzinom bestimmte Art von Hautkrebs, relativ häufig, im frühen Stadium einfach zu entfernen und meist ohne weitere Auswirkungen (ähnlich Basaliom)
Sarkom Krebs, der sich aus dem Binde- und Stützgewebe entwickelt hat
Tumormarker bestimmte Substanzen im Blut, deren Konzentration auf eine Krebserkrankung hinweisen kann
Zervixkarzinom Gebärmutterhalskrebs
Zytostatika Medikamente für die Chemotherapie

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Quellen & Lesetipps:

Weitere Informationen zum Thema Tumor und Krebs findet ihr auf den folgenden Gesundheitsportalen:
Onmeda.de
Stiftung Deutsche Krebshilfe
Deutsche Krebsgesellschaft
Deutsches Krebsforschungszentrum

von Sabrina Frangos

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