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Liebe & Psychologie

Kuscheln: Warum es so wichtig für die Beziehung ist

von Fiona Rohde Veröffentlicht am 8. September 2019

Eng aneinander geschmiegt auf dem Sofa liegen, den Atem des anderen hören, zärtliche Küsse und Streicheleinheiten - kuscheln ist wunderbar! Leider wird das Kuscheln oft nur milde belächelt. Völlig zu unrecht!

Grund genug, einmal eine Lanze für das Kuscheln zu brechen. Denn ja: Kuscheln ist toll! Das ist sogar wissenschaftlich belegt. Das zärtliche Miteinander macht glücklich, die Streicheleinheiten sorgen für jede Menge Endorphine.

Das Hormon Oxytocin ist zudem gut gegen Stress aller Art. Außerdem liegt Kuscheln einfach in unserer Natur. Was man als Baby in Mamas Armen schon toll fand, ändert sich nicht grundlegend im Laufe des Lebens. Mittlerweile gibt es sogar "Kuschelpartys", bei denen fremde Menschen in heimeliger Atmosphäre gemeinsam kuscheln. Das zeigt: Jeder hat irgendwann das Bedürfnis nach Nähe.

Kuscheln ist Intimität

Sex ohne Liebe ist für viele kein Problem. Doch mit jemandem zu kuscheln, ihm ganz nah zu sein, sich vertraut an ihn zu schmiegen, dafür muss eine tiefe Zuneigung vorhanden sein. Denn Kuscheln ist etwas sehr intimes. Mit jemandem zu kuscheln, den man nicht gut kennt, für den man nichts empfindet, das können sich die meisten nicht vorstellen.

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Männer lieben Kuscheln

Oft heißt es: Kuscheln sei was für Frauen, Warmduscher und Frauenversteher. Einem richtigen Mann gehe es um richtigen Sex statt um den Austausch von Zärtlichkeiten. Dummes Klischee! Und vor allem falsch: Dass Frauen lieber kuscheln und Männer eher die harte Tour wollen, stimmt nämlich gar nicht. Das sagt zumindest eine Studie des Bettenherstellers 'Silentnight'. Überraschend: Vielen Frauen ist nächtliches Kuscheln eher lästig und sie tun es nur ihrem Partner zuliebe.

Kuscheln als Taktik?

Wenn der Mann nachts kuscheln will, seine Partnerin aber nicht, so ist sie meist sehr diplomatisch und ausgefuchst. Laut Umfrage wenden 77 Prozent der befragten Frauen folgende Methode an: Sie kuscheln sich so lange an ihren Partner, bis er endlich eingeschlafen ist. Dann rücken sie genüsslich auf die eigene Seite, um in Ruhe schlafen zu können.

Der Grund für so viel Herzlosigkeit: Die Hälfte der Frauen gibt an, einfach müde zu sein und schlafen zu wollen. Ein Fünftel der Befragten findet kuscheln im Bett zu warm oder schlichtweg ungemütlich. Jede Zehnte würde sogar lieber ihren Facebook-Account im Bett checken, als mit ihrem Liebsten Zärtlichkeiten auszutauschen. Ganz anders die (kuscheligen) Männer: 36 Prozent geben an, dass sie sich schon einmal wegen fehlender Zärtlichkeit mit ihrer Partnerin gestritten hätten. Wer hätte das gedacht?

Sex vs. Kuscheln

Wollen Männer also lieber kuscheln statt Sex? Nein, sagt der "ElitePartner-Trendmonitor", für den 4.000 Singles befragt wurden. Für 56 Prozent der männlichen und 50 Prozent der weiblichen Singles ist Sex immer noch das Schönste auf der Welt.

Aber: Jede zweite Frau würde für kuscheln tatsächlich auf Sex verzichten. Bei den Männern sagt das jedoch nur jeder Dritte. Gibt es etwas, das noch besser als kuscheln ist? Tja, einige Frauen würden eine Tafel Schokolade oder eine Shopping-Tour einem kleinen Stelldichein oder einer Kuschel-Nacht durchaus vorziehen.

Auch in unserem Forum diskutieren Frauen und Männer was wichtiger für sie ist: Kuscheln oder Sex?

Kuschelsutra: So geht Kuscheln beim Sex

Schon gewusst: Es gibt auch ein "Kuschelsutra" mit Stellungen, bei denen man ganz ganz viel zärtlichen Körperkontakt hat. Für alle, die sich nicht nah genug sein können.

Das Kuschelsutra: Die Stehparty © gofeminin
von Fiona Rohde

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