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Sextoy Penisring: Sorgt er wirklich für besseren Sex?

von Fiona Rohde Erstellt am 28.11.21 um 17:00
Sextoy Penisring: Sorgt er wirklich für besseren Sex?© Getty Images

Der Penisring soll dafür sorgen, dass er beim Sex länger hart bleibt und somit für längeren Spaß für beide. Was ist dran an dieser Praxis, für wen macht sie Sinn und was sollte man unbedingt beachten?

Inhalt
  1. · Wie verwendet man einen Penisring?
  2. · Gummi, Latex oder Co.: Welche unterschiedlichen Materialien für Penisringe gibt es?
  3. · Noppen und Vibration: Penisringe mit dem gewissen Extra
  4. · Penisringe aus Metall: Vorteile und Risiken
  5. · Wie findet man die richtige Größe für den Cockring?
  6. · Taugt der Penisring für ein längeres Stehvermögen?
  7. · Penisring und erektile Dysfunktion
  8. · Risiken beim Tragen von Penisringen: So bleibt ihr save

Sextoys machen nicht nur den Solosex schöner, sondern auch den Sex zu zweit. Und längst gibt es etliche Toys, die uns auch helfen, wenn es eben mal nicht so perfekt läuft, wie wir es uns wünschen. Eingesetzt in den richtigen Momenten können Sextoys so dafür sorgen, dass es uns und unserer Partnerin bzw. unserem Partner bestens geht.

So gibt es auch den Penisring für ihn, der für ein längeres und besseres Sexspiel sorgen soll. Warum: Weil der Ring, den man um den Penis trägt, dafür sorgen soll, dass sich das Blut dort staut und nicht vorschnell wieder zurückfließt. Einmal standfest dank Erektion soll der Penisring (auch Cockring genannt) diese länger aufrechterhalten und so für ihn mehr Stehvermögen bedeuten. Was ist dran, an dieser These und hilft der Penisring also auch gegen frühzeitiges schlappmachen?

Wie verwendet man einen Penisring?

Es gibt drei Möglichkeiten: Der Penisring wird entweder um den Penisschaft, unterhalb der Eichel oder um die Hoden herum getragen. Es gibt auch Kombi-Penisringe, also Ringe mit mehreren Schlaufen, die sowohl für den Penis als auch die Hoden Schlaufen besitzen und somit alles in einem abdecken.

Wichtig beim Anlegen des Rings egal wo: Gleitgel macht das Leben leichter. Und: Der Penis sollte beim Überziehen des Rings nicht komplett steif sein. Denn dann kann es weh tun. Besser geht es, wenn er schon etwas steif ist, aber eben noch nicht ganz. Tipp: Ringe aus Gummi und Latex sollten vor dem Überziehen gedehnt werden.

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Gummi, Latex oder Co.: Welche unterschiedlichen Materialien für Penisringe gibt es?

Die Materialien für den Penisring sind je nach Geschmack frei wählbar. Es gibt sie in Gummi- und Latexversion, aber auch aus Metall, Silikon, Leder oder Kunststoff. Zudem gibt es natürlich unterschiedliche Größen und Formen. Hier den richtigen für sich zu finden, braucht etwas Zeit, aber der Aufwand lohnt sich.

Tipp: Für Anfänger sind Penisringe aus Gummi zu empfehlen, die es oft in einem Set mit unterschiedlichen Größen gibt. Hier geht es nicht nur um den Umfang des Penisschafts, sondern auch darum, wie eng man es mag und verträgt.

Wer also unsicher ist, welche Größe für ihn passend und angenehm ist: Viele Hersteller bieten Modelle mit unterschiedlichen Größen an. So kann man langsam austesten, was einem gefällt, z.B. hier auf Amazon von Gleitzeit.*

Auch wer seine Größe schon kennt, hat was von den Sets: Die unterschiedlichen Größen der Ringe eignen sich nämlich ebenso für die unterschiedlichen Stellen der Anwendung, also ob er als Eichel-Ring, Hodensack-Ring oder Penisschaft-Ring getragen werden soll.

Noppen und Vibration: Penisringe mit dem gewissen Extra

Was die Form angeht, gibt es auch hier einiges zum Austesten: So gibt es Penisringe mit Noppen und Rillen oder eben mit integriertem Vibrator mit unterschiedlichen Stufen und Modi. Schön auch für die Partnerin bzw. den Partner: Der Vibrator verwöhnt nicht nur den Träger des Rings, sondern auch seinen Gegenpart. Einige Modelle haben einen Vibrator direkt auf Höhe der weiblichen Klitoris. Perfekt also nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen!

Und so sieht das gute Teil aus: Zum Beispiel der 3in1 vibrierender Penisring von marielove, der auch als Fingervibrator verwendbar ist -> Jetzt hier auf Amazon ansehen*

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Natürlich ist es eine reine Geschmacksfrage, ob man einen Ring aus Metall oder Gummi bevorzugt, oder ob man Penisringen mit Vibration den Vorzug gibt. Deshalb ist die Auswahl auch so groß, damit jeder auf seine Kosten kommt. Bei Amazon findet ihr z.B. Penisringe in verschiedenen Größen und Formen, mal mit, mal ohne Vibration.
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Penisringe aus Metall: Vorteile und Risiken

Es gibt auch Penisringe aus Metall, auch hier gibt es die Möglichkeit, verstellbare Modelle zu wählen. Gut zu wissen: Ringe aus Metall sind hygienischer und leichter zu reinigen. Diese Ringe werden auch gerne den ganzen Tag getragen, um den Penis optisch zu optimieren, also ihn anzuheben. Einige Männer tragen sie auch als Intimschmuck um die Eichel. Hier nur unbedingt auf eine gute Verarbeitung und den Hinweis "aus einem Guss" achten. Sonst könnten Unebenheiten am Ring für Schmerzen sorgen.

Und: Bei Ringen aus Metall besteht natürlich die Gefahr, dass man sie nach dem Sex nicht mehr abbekommt und mal eben mit einer Schere durchschneiden, wie bei einem Ring aus Gummi, geht bekanntlich nicht. Also besser vorsichtig sein mit Metallringen. Für Anfänger nicht ratsam. Wer trotzdem einen Metallring möchte, wählt besser einen mit seitlichem Verschluss: -> Hier auf Amazon zu finden: Penisring aus Metall mit Verschluss*.

Wie findet man die richtige Größe für den Cockring?

Die gute Nachricht: Penisringe sind in der Regel recht günstig. Ein Austesten also nicht allzu kostspielig. Dennoch hier eine kleine Hilfe, wie ihr die richtige Größe für einen Penisring herausfindet. Wichtig: Die Maße beziehen sich auf den erigierten Penis. Hier wird der Umfang mit einem Maßband gemessen, und natürlich da, wo ihr den Ring tragen wollt, also z.B. am Penisschaft oder an der Eichel.
Dann errechnet ihr den Durchmesser des Penis. Und da dürft ihr euch an die Schule erinnern, und zwar an den Wert Pi. Ihr rechnet also:

Umfang des Penis geteilt durch Pi, was 3,14 entspricht

Der Durchmesser des Penis sollte dann gleich dem Durchmesser eures Penisrings sein. Bei Ringen, die um den Schaft gelegt werden, könnt ihr 3 - 5 Millimeter abziehen. Bei Ringen für die Eichel und die Hoden nehmt ihr genau den Wert des Durchmessers.

Wichtig in jedem Fall: Wenn ihr den Ring überzieht, nicht im erigierten Zustand, sondern vorher. Und: Testet immer aus, ob ihr noch einen oder zwei Finger unter dem Ring Platz hättet. Auch bei Ringen aus Metall. Hier solltet ihr das auf jeden Fall mit zwei Fingern testen.

Wer Sorge hat, dass es zu eng und somit schmerzhaft wird, auch beim Ausziehen des Rings nach dem Sex, der sollte sich einen Penisring mit Verschluss holen oder einen verstellbaren Ring.

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Taugt der Penisring für ein längeres Stehvermögen?

Das Prinzip ist so simpel wie einleuchtend: Bevor der Penis hart wird, zieht man den Penisring über. Staut sich dann mit der Erregung nach und nach das Blut im Penis und es kommt zu einer Erektion, hindert die "Abschnürung" sozusagen, dass das Blut vorschnell zurückfließen kann. Der Blutstau soll also der Potenz auf die Sprünge helfen und für mehr Ausdauer sorgen. Perfekt also für Männer, die unter Erektionsstörungen leiden oder vorschnell ihre Erektion verlieren.

Aber auch allen anderen kommt so ein Ring zugute. Denn der Mann kann einfach länger und beide Partner haben viel mehr Zeit für Stellungswechsel und Co., ohne sich Gedanken über seine Standfestigkeit machen zu müssen. Und: Richtig getragen soll der Ring zudem für noch intensivere Orgasmen sorgen.

Zudem sorgen einige Penisringe (wie die meisten Sexspielzeuge) für doppelten Spaß, egal ob als Hodenring oder Penisring getragen. Zum einen, weil das Gegenüber, egal ob Mann oder Frau, auch vom längeren Durchhaltevermögen und der Standfestigkeit profitiert. Aber auch, weil es oftmals Modelle mit Rillen, Noppen oder Vibration gibt, die auch den Partner oder die Partnerin mitstimulieren.

-> Penisringe sind also nicht nur etwas für Männer, die in ihren Augen "nicht lang genug können", sondern auch für alle anderen, die Spaß an den ein zwei Runden mehr im Bett haben.

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Penisring und erektile Dysfunktion

Letztlich muss aber auch klar sein, dass ein Penisring zwar für den Moment hilft, das Problem aber nicht langfristig angegangen wird. Wenn ein Mann also unter einer erektilen Dysfunktion leidet, also entweder keine Erektion bekommt, keine ausreichende Erektion oder eben diese nicht lang genug aufrechterhalten kann. Denn dieses Problem haben viele Männer im Laufe ihres Lebens und der Penisring schafft hier zwar kurzfristig Abhilfe, aber löst nicht das ursprüngliche Problem, seien es körperliche oder psychische Gründe.

Dennoch können Hilfsmittel wie Viagra und ein Sexspielzeug wie der Penisring Männern helfen, sich mehr zu entspannen und wieder mehr an sich zu glauben. Denn nicht selten spielt auch der Kopf bei der Erektion eine Rolle und wenn es nicht klappt, sorgt das natürlich für Frust und die Angst, dass das beim nächsten Mal wieder passiert. Hier können Viagra und Penisring natürlich helfen, den Teufelskreis zu durchbrechen und wieder für mehr Entspannung bei ihm sorgen.

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Risiken beim Tragen von Penisringen: So bleibt ihr save

Niemand möchte als Sexunfall im Krankenhaus landen, weil er einen Metallring nicht mehr von seinem Penis runterbekommt. Denn klar kann es in seltenen Fällen passieren, dass das Blut nicht mehr aus dem Glied entweicht und schon kann man den Ring nicht mehr entfernen und gerät in Panik.

Hier ein paar wichtige Tipps, wie ihr den Penisring gefahrlos tragen könnt: Zum einen solltet ihr nach dem Sex nicht direkt Panik bekommen, wenn der Ring sich nicht sofort entfernen lässt. Deshalb: Erstmal Ruhe bewahren und abwarten, dass der Penis nach dem Orgasmus doch noch abschwillt und schmaler wird. Letztlich ist es wie bei einem Ring am Finger, den man nicht mehr abziehen kann: Gleitmittel und kühlen hilft. Entweder ihr nehmt Gleitgel oder kaltes Wasser und Seife um den Ring flutschiger zu machen.

Wichtig jedoch auch: Einen Penisring sollte man nicht länger als eine halbe Stunde tragen. Sonst kann die eigene Potenz Schaden nehmen. Schließlich habt ihr gerade für einen Blutstau im Penis gesorgt und die normale Blutzirkulation unterbunden. Deshalb sollte der Ring auch nie zu eng sein, damit ein wenig Blut weiterhin fließen kann. Ihr wollt ihn ja nicht abbinden, das wäre gefährlich.

Deshalb: Verwendet den Penisring mit Vorsicht und nicht zu lange. Und: Nehmt Ringe aus zerschneidbaren Materialien, die man im Notfall aufdehnen kann oder größenverstellbare Modelle.

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Tipp: Kondom und Penisring schließen sich übrigens nicht aus. Sie können gleichzeitig getragen werden. Lediglich sollte bei Metallringen darauf geachtet werden, dass es keine scharfen Kanten oder unebenen Übergänge im Material gibt, die ein Kondom perforieren könnten. Sonst ist alles save.

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