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Neue Studie: Wenig Selbstbewusstsein führt zu schlechtem Sex

von Maike Schwinum Erstellt am 03.11.21 um 14:35

Wer sich selbst eher unattraktiv findet, hat im Bett meist weniger Spaß. Zu diesem Ergebnis sind nun Forscher*innen aus Oslo gekommen.

Es gibt offenbar einen Zusammenhang zwischen unserer Selbstwahrnehmung und unserem Spaß am Sex. Dieses Verhältnis haben Forscher*innen aus Oslo mit einer Studie herausgefunden, die im September 2021 veröffentlicht wurde.

Die Wissenschaftler*innen sollen herausgefunden haben, dass Menschen, die zufrieden mit ihrem äußeren Erscheinungsbild sind, häufig besseren Sex haben als Personen, die sich eher unattraktiv finden und unter mangelndem Selbstbewusstsein leiden.

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Wer mehr auf sich hält, soll laut den Wissenschaftler*innen demnach seltener unter mangelnder Erregung, wenig Vergnügen beim Sex oder ausbleibenden Orgasmen leiden. Die Studie wurde im "Journal of Sexual Medicine" veröffentlicht.

In der Studie heißt es: "Wir fanden heraus, dass die Zufriedenheit mit dem Aussehen mit der Meldung von weniger sexuellen Problemen verbunden war und insbesondere mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit, Probleme mit mangelnder Freude, fehlender Aufregung und fehlendem Höhepunkt zu erleben."

"Tiefgreifende Auswirkungen auf die Beziehungsdynamik"

Camila S. Øverup, eine Autorin der Studie aus Norwegen, erklärt gegenüber PsyPost: "Die Wahrnehmung des Selbst kann sehr tiefgreifende Auswirkungen auf die Beziehungsdynamik haben."

Über die Gründe für den Zusammenhang kann laut den Autoren und Autorinnen der Untersuchung nur gemutmaßt werden. Die Forscher*innen halten es für möglich, dass es selbstbewussten Menschen leichter fallen könnte "loszulassen".

Im Video: Experiment zeigt, wie sehr Frauen unter einem falschen Selbstbild leiden

Video von Aischa Butt

Wer also mit sich und seinem Körper im Reinen ist, macht sich beim Sex weniger Sorgen um sexuelle Probleme oder ausbleibende Erregung. Deshalb sind Personen mit einer positiven Selbstwahrnehmung präsenter als unsichere Menschen.

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Expert*innen empfehlen aus diesem Grund bei Sexualstörungen und beispielsweise dem Wahrnehmen einer Sexualtherapie auch die eigene Selbstwahrnehmung mit in Betracht zu ziehen.