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Liebe & Psychologie

Lustlose Liebe? So holt ihr euch den Spaß im Bett wieder zurück

von Fiona Rohde Veröffentlicht am 1. Februar 2019

Eine Beziehung ohne Sex? Das geht doch gar nicht, werden viele denken. Aber sicherlich werden auch einige wissend nicken. Denn die Flaute im Bett kann viele Gründe haben und erwischt mehr Paare, als man denkt.

Die Bandbreite dessen, was man als "kaum noch Sex miteinander" bezeichnet, ist sicherlich groß und extrem subjektiv. Natürlich kommt nach der großen Verliebtsheitsphase, in der man kaum die Finger voneinander lassen kann, eben auch die Zeit, in der man deutlich seltener miteinander schläft. Und irgendwann ist es einmal die Woche, einmal im Monat und weniger.

Es gibt genügend Studien, die zeigen, dass viele Paare eine Sexflaute miteinander durchleben. ​Vor allem wenn ein Kind geboren wurde, herrscht oft Ebbe in deutschen Schlafzimmern. Aber nicht nur Babygeschrei und Übermüdung führen dazu, dass man nicht mehr durch die Laken turnt. Auch medizinische Ursachen, Stress oder Konflikte zwischen beiden können dafür verantwortlich sein. Oft wissen beide Partner gar nicht, wie es dazu kommen konnte - es ist einfach so passiert.

Betrifft nur eine kleine Minderheit? Nicht ganz: Die Online-Partnervermittlung ElitePartner hat zusammen mit dem Marktforschungsinstitut Fittkau und Maaß 10.000 Menschen zu ihrem Sexleben befragt. Laut der Studie gibt es zwei Lager: Die Hälfte der Paare hat mindestens einmal pro Woche Sex, ein Drittel hingegen steigt lediglich einmal im Monat oder seltener in die Kiste. Sind Kinder da, ist es noch seltener: Jedes vierte Elternpaar hat nicht mal einmal im Monat Sex.

Wer genug gemeinsame Interessen hat, sich auch ohne Körperlichkeiten liebt und mit einer platonischen Beziehung glücklich ist, der muss nichts ändern. Wer jedoch darunter leidet, dass der Partner neben ihm schnarcht anstatt ihm an die Wäsche zu gehen, der sollte etwas ändern. Denn Liebe ohne ein paar Zärtlichkeiten tut den wenigsten Beziehungen auf Dauer gut. Sie sind wichtig, weil sie die Verbindung ungemein stärken.

Was also tun, wenn es einen selbst erwischt hat? Hier ein paar Tipps:

1. Reden

Wenn beide sich fragen, warum der andere nicht den ersten Schritt macht und weder Zeit noch Lust auf Sex zu haben scheint, ist der Frust groß. Da hilft nur reden. Fehlt es dem anderen auch? Weiß er, dass ich eigentlich auch Lust habe, aber oft einfach nicht den Kopf dafür? Weiß er, dass der Sex mir fehlt? Wer unter der Sexflaute leidet, aber schweigt, riskiert, dass einer von beiden sich irgendwann den Sex außerhalb der Beziehung sucht.

2. Wir müssen leider draußen bleiben

Wer sich in deutschen Schlafzimmern umsieht, kriegt nicht selten die Krise. Nicht nur der Fernseher prangt dort unübersehbar, sondern auch das iPhone auf dem Nachttisch, der Computer im Bett, das Kinderspielzeug überall im Zimmer verstreut und sowieso gleichen nicht wenige Schlafzimmer eher einer Rumpelkammer, als einem Ort der Ruhe - und der Erotik.

Deshalb: ​Alle nervigen Störfaktoren haben ab jetzt Platzverbot im Schlafzimmer. Raus damit! Sorgt stattdessen einfach für mehr Gemütlichkeit, schöne Bettwäsche (und Unterwäsche), geht einfach mal früher ins Bett und schmiegt euch an den Liebsten.

3. Langsam angehen

​Sex muss nicht mit der Brechstange passieren, sondern kann mit einer sanften Massage oder ein paar zarten Streicheleinheiten beginnen. Niemand erwartet, dass man sich gegenseitig die Klamotten vom Leib reißt. Man kann sich in seine Arme kuscheln und mit der Hand über seine Haut streichen. Endlich wieder Körperlichkeiten und Nähe zuzulassen ist ein erster wichtiger Anfang ...

4. Zeit füreinander nehmen

Die lange To-Do-Liste, der Stress bei der Arbeit, der Vertrag im Fitnessstudio oder die ungeputzte Wohnung: Es gibt immer etwas, was einem im Hinterkopf schwebt und wichtiger scheint als die Lust auf den Partner. Blöder Fehler! Denn was macht mehr Spaß: Sex oder putzen? Na also. Deshalb sollten sich Paare die Zeit füreinander nehmen. Nicht erst ins Bett gehen, wenn einem die Augen zufallen und man dringend schlafen muss, um fit für den nächsten Tag zu sein. Nicht noch im Bett fernsehen oder die Arbeitsmails checken. Das ist alles total unsexy.

5. Raus aus der Routine!

Leider ist man ein Gewohnheitstier. Ist das Schlafzimmer erstmal zur lustfreien Zone geworden und man hat sich angewöhnt, wie Brüderlein und Schwesterlein nebeneinander einzuschlafen, ist es nicht einfach das wieder zu ändern. Deshalb durchbrecht die Routine, indem ihr die äußeren Umstände ändert: Fahrt ein Wochenende weg, macht einen romantischen Ausflug und mietet ein Hotelzimmer oder habt Sex an ungewohnten Orten im Haus. Das hilft, für das "erste" Mal.

6. Flashback

Man darf ruhig einmal alte Zeiten beschwören, wenn es darum geht, den Sex wieder zurückzuholen. Kopfkino kann extrem sexy sein. Schließlich war man mal ein heißes Liebespaar. Sich das zurückzuerobern ist sicherlich nicht auf Knopfdruck möglich, aber es ist doch letztlich jede Anstrengung wert, oder? Deshalb geht gemeinsam aus, ganz wie früher, habt Spaß, trinkt vielleicht einfach mal einen über den Durst und dann gehst du ihm auf dem Heimweg heimlich schon mal an die Wäsche. Was soll passieren? Ihr kennt und liebt euch. Also ran an den Mann!

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