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Liebe & Psychologie

Wo sind die Schmetterlinge hin? 5 Tipps, um die Beziehung zu retten

von Fiona Rohde Veröffentlicht am 12. Juni 2019
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Beziehungen verändern sich im Laufe der Zeit. Das ist auch ganz normal so. Schlecht nur, wenn beide irgendwann nebeneinander her leben, statt miteinander. Dann wird es höchste Zeit, um die Liebe zu kämpfen. Wir sagen euch, was ihr tun könnt, um eure Beziehung zu retten.

Wenn sich die Gespräche in letzter Zeit auf rein praktische Themen beschränken wie: "Hast du Klopapier gekauft?" und Zärtlichkeiten darauf, dass er ihr abends beim Reinkommen ein förmliches "Bussi" entgegenruft, dann fragt man sich schon: Wo bitte ist die Liebe geblieben? Die Abende zu zweit, in denen man kaum die Finger voneinander lassen konnte? Wann bloß ging die Leichtigkeit der Beziehung verloren?

Aber keine Panik: Das passiert den meisten Paaren, wenn sie länger zusammen sind. Die Aufregung der Anfangszeit hat sich irgendwann gelegt und der Alltag macht sich breit. Meist haben sich ganz einfache Gewohnheiten und Oberflächlichkeiten in die Beziehung eingeschlichen.

Oft ist man einfach faul geworden, nimmt den anderen als selbstverständlich und kämpft nicht mehr. Schade, denn mit dieser Taktik steuert man direkt in eine Beziehung, die den Namen als solche gar nicht mehr verdient. Nebeneinander wäre wohl die bessere Bezeichnung. Oder gemeinsam einsam. ​Aber das muss nicht das Ende von Liebe und Zweisamkeit bedeuten. Sonst gäbe es ja kaum Paare, die nach Jahren noch glücklich zusammen wären.

Expertenrat im Video: Wann lohnt es sich für eine Beziehung zu kämpfen?

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5 Tipps, um deine Beziehung zu retten

Wer die richtige Strategie anwendet, kann die Beziehung retten und die Liebe mit ein paar Tricks wieder auffrischen. Der Gegner heißt in diesem Fall: Routine. Sie ist der Beziehungskiller Nr. 1. Und dem geht es jetzt an den Kragen. Hier sind 5 Tipps, wie ihr eure angeschlagene Beziehung retten und wieder auf Vordermann bringen könnt.

1. Prime-Time verbringen

Es liegt natürlich auf der Hand, dass man als Paar - gerade wenn man zusammen wohnt und eigene Kinder hat - viele Dinge zusammen macht. Aber unter schönen, gemeinsamen Aktivitäten verstehen wir nicht unbedingt den wöchentlichen Einkauf im Supermarkt oder die Diskussion, warum das Kind jetzt eine Fünf in Physik hat. Paare müssen schon ein wenig darauf achten, dass sie nicht nur im Alltag funktionieren, als Eltern und Mitbewohner, sondern auch als Liebespaar. Und das verliert man dann doch schnell aus dem Blick.

Deshalb: Verbringt Zeit miteinander, wenn ihr eure Beziehung retten wollt. Nicht im Supermarkt, sondern echte Prime-Time. Klingt vielleicht doof, aber als ihr euch kennengelernt habt, habt ihr ja auch überlegt, was ihr Tolles zusammen unternehmen könnt. Warum also verzichtet man irgendwann darauf, sich Mühe zu geben, wenn es um die gemeinsame Freizeitgestaltung geht?

Um die eingeschlafene Beziehung zu retten, kommt es darauf an, eine schöne Zeit miteinander zu verbringen - jenseits des Alltagstrotts. Also: Plant eure gemeinsame Zeit bewusst und genießt sie auch bewusst.

Tipp: Weniger ist dabei manchmal mehr. Statt 24/7 aufeinander zu hängen, macht auch mal etwas getrennt voneinander. So könnt ihr die gemeinsame Zeit viel mehr genießen und habt auch wieder etwas zu erzählen.

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2. Nicht alle Schranken fallen lassen

Klar, Offenheit in Beziehungen ist extrem wichtig. Man ist sich vertraut, hat keine falsche Scham voreinander, zeigt sich offen und auch verletzlich. Einfach, weil man weiß, dass man sich beim Anderen fallen lassen kann und so zeigen kann, wie man ist. Traurig, wütend, nackt, ungeschminkt, müde, krank und hilfsbedürftig. Alles kein Thema, wenn man sich liebt.​ Und so soll es auch sein.

Dennoch gibt es ein "aber" bei der ganzen Sache. Denn man sollte sehr wohl ein paar Grenzen seiner Privat- bzw. Intimsphäre intakt lassen. Klar, wäre es kein Thema vor ihm auf Klo zu gehen oder sich bei einer Magen-Darm-Grippe zu übergeben, während er einem die Haare aus dem Gesicht hält. Ganz ohne Frage. Und dein Partner wäre sicher auch nicht stinksauer, wenn du dir vor ihm die Hühneraugen mit Pflastern beklebst. Aber mal ganz im Ernst: Das muss auch nicht unbedingt sein, oder?​

Selbst in einer extrem engen Partnerschaft darf und sollte man ein paar Dinge für sich behalten. Und wo diese Grenze liegt, ist mit Sicherheit bei jedem Paar anders. Aber es gibt sie, und wenn man sie respektiert, zeugt das auch vor dem Respekt und der Achtung dem Partner gegenüber. Nicht alles muss man tun, nur weil es möglich ist. Und nicht alles, was "ok" ist, ist auch gut.

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3. Räumliche Ausweichmöglichkeiten

Die Idee scheint total abwegig zu sein, weil man dabei sofort an eine Beziehungskrise denken muss. Aber entgegen aller Vorurteile können getrennte Wohnungen beziehungsweise jeweils eigene Zimmer in einer Wohnung das Geheimnis einer langwährenden Beziehung sein. Vielleicht hängt es auch mit dem stressigen Alltag, den Millionen Dingen, die auf uns einprasseln zusammen, dass jeder eine Rückzugsmöglichkeit braucht. Es gibt eben Menschen, die nur so abschalten können.

So kann man sich auch mal aus dem Weg gehen, BEVOR es knallt und Streit gibt. Oder man zieht sich mit schlechter Laune zurück und genießt es mal nicht reden zu müssen. Auch das ist wichtig. Wer immer nur aufeinander hockt und nie Zeit für sich alleine hat, wird merken, dass auch das ein Grundbedürfnis von uns ist.

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4. Eigene Lebensbereiche pflegen

Und das Prinzip getrennt Wohnung, getrennte, "eigene" Zimmer in der gemeinsamen Wohnung, kann man auf alle Bereiche des Lebens anwenden: Getrennte Hobbys, (teilweise) getrennte Freundeskreise, (ab und an) getrennte Urlaube. Wer sagt, dass man bis zum Ende seines Lebens nur noch Zeit mit einem Menschen verbringt, nur weil man zusammen ist? Freunde, Sport, Kunst, Hobbys - all das ist wichtig und bereichert uns. Nicht nur dieser eine Mr. Right.

Denn es ist doch so: Nur wir selbst sind dafür verantwortlich, glücklich und zufrieden mit unserem Leben zu sein. Diese Aufgabe allein dem Partner zu übertragen, ist keine gute Idee. Um eine festgefahrene Beziehung zu retten, kann es also hilfreich sein, sich auf sich selbst zu konzentrieren und herauszufinden, was einen glücklich macht. Dieses Glück dann mit dem Partner zu teilen, kann die Partnerschaft unglaublich bereichern.

5. Rituale schaffen

Und mit Ritualen meinen wir nicht Dinge, die sowieso erledigt werden müssen, wie den samstäglichen Einkauf oder die Autoputz-Aktion. Hier geht es um ein regelmäßiges Date in Sachen Liebe, um schöne Momente zu zweit.

Zum Beispiel: Jeden zweiten Montag ist Kinotag. Oder ihr habt ein Lieblingsrestaurant, in dem ihr jeden ersten Samstag im Monat einen Tisch reserviert. Einen Spaziergang jeden Sonntagmorgen oder das ausgiebige Frühstück am Samstag. Schöne Rituale verbinden, schaffen ein Wir-Gefühl und stärken die Beziehung mehr als man denkt. Und das wird auch eine angeschlagene Beziehung kitten und retten.

Man muss keinen Riesenplatz im Terminkalender einplanen oder einen prallen Geldbeutel besitzen, um das umzusetzen. Das romantische Candlelight-Dinner kann auch zu Hause stattfinden und ein kultiges Reste-Essen sein, das ihr jeden Sonntag zelebriert. Seid verrückt und seid ganz ihr selbst. Das macht eure Dates noch besser, einmalig und unvergesslich.

Wer Kinder hat, hat es natürlich nicht ganz so einfach. Schon klar. Aber Eltern sollten zumindest ab und zu versuchen, sich einen Abend zu zweit zu gönnen. Wer sich keinen Babysitter leisten kann oder mag, der tauscht Babysitting-Stunden mit befreundeten Paaren aus: Sie passen einen Abend auf alle Kinder auf und ihr an einem anderen Abend.

Beziehung retten: Die Mühe lohnt sich

Und wer jetzt denkt: Puh, das ist mir alles viel zu anstrengend, dem sei gesagt: Es ist tausend mal anstrengender, eine Beziehung zu führen, die nicht glücklich macht. Wenn unser Partner uns beflügelt und uns zum Lachen bringt und wir merken, dass er sich wohl fühlt mit uns und uns liebt, dann gibt das unendlich viel Kraft. Und das ist jede Mühe wert.

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