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Gekonnt glücklich: Diese Kompromisse sollten wir auf gar keinen Fall in einer Beziehung eingehen

von Redaktion Veröffentlicht am 18. April 2014
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Damit aus dem Duo kein Solo wird: So gelingt der gesunde Spagat ...



​Schon Mama und Papa haben es uns prophezeit: Beziehungen bedeuten, Kompromisse einzugehen. Macken des anderen zu akzeptieren und in eigenen Belangen etwas zurückzustecken, damit das Duo nicht zum Solo wird.

Wenn wir dann in unsere ersten ernsthaften Beziehungen drinstecken, verstehen wir das Ausmaß dieser Prophezeiung. Der Beziehungsalltag gibt viel Platz für Reibungen und Unstimmigkeiten und die müssen harmonisch gelöst werden. Kompromisse als das Rundum-Sorglos-Paket für eine gute Beziehung? Stellt sich uns doch vor allem die Frage: Wo bleibe ich da? Ist es nicht wahnsinnig unsexy, sich auf so etwas Diplomatisches zu verlassen?

Nein, Kompromisse sind ein richtig cooles Werkzeug - man muss nur wissen, wie man sie benutzt. Deshalb ist es wichtig, sich klarzumachen, dass sie bedeutend - wenn nicht sogar überlebensnotwendig - sind für eine gesunde Beziehung zwischen zwei Menschen. Und dass man sie gerne eingeht, wenn man jemanden richtig mag.

​Andererseits gibt es aber auch Zugeständnisse, die nicht nur unsinnig, sondern sogar gefährlich für das traute Glück sein können. Können wir einen Abend lang auf italienische Pasta verzichten, weil unser Liebster lieber gebratenen Reis bestellen mag? Oder uns 3 Tage durch den Abenteuerurlaub hetzen, weil er mit uns bei Justin Timberlake war? Logo! Aber will ich wirklich meine Grundeinstellung zum Leben ändern, weil ich sonst nicht zu ihm passe? Will ich mich so anpassen, dass ich an meiner Zufriedenheit zweifele? Die Antwort ist simpel, wenn auch nicht einfach zu fällen. Wie immer in Beziehungen ist es schwierig, eine klare Linie zu ziehen. Aber es gibt ganz klar Bereiche des Lebens, in denen wir auf gar keinen Fall etwas aufopfern sollten:

1. Unabhängigkeit

Es ist schön, wenn aus zwei Menschen ein 'Wir' wird. Dennoch sollten beide Partner ihre Individualität behalten - alleine ausgehen, eigenen Hobbys nachgehen, den Kontakt zu Kollegen pflegen und sich treu bleiben. Letzteres kann sich im äußeren Erscheinungsbild, aber auch in den eigenen Gedanken widerspiegeln. Nur weil der Liebste keine Hosen mag, müssen wir nicht bis ans Ende unserer Tage in Röcken rumlaufen. Weil er religiös ist, müssen wir nicht wieder in die Kirche eintreten. Wir sind einzigartig und wenn wir zufrieden mit uns sind, dann sollten wir stolz darauf sein und nicht an uns zweifeln oder uns verbiegen lassen. Als junge Menschen kämpfen wir jahrelang dafür, für uns selbst entscheiden zu dürfen, uns frei zu fühlen und so zu sein, wie wir wollen - warum sollten wir das so leicht wieder aufgeben?!

2. Familie und Freunde

Natürlich ändert sich einiges, wenn man in einer Partnerschaft lebt: Man hat weniger Zeit für andere Dinge, fährt nun mit dem Partner in Urlaub und verbringt die freie Zeit gerne mit Frühstück im Bett. Das ist auch schön und wunderbar für eine frische Beziehung. Dennoch sollten wir unsere anderen sozialen Beziehungen niemals vernachlässigen, die beste Freundin oder den Bruder jetzt nur noch einmal im Monat anrufen oder sich nicht mehr bei den Eltern blicken lassen. Beziehungen und regelmäßige Treffen mit Freunden und Familienmitgliedern gehören zu einem glücklichen Leben einfach dazu. Man hat andere Gesprächspartner, gemeinsame Erlebnisse mit anderen Personen als dem Partner und hat ihm etwas zu erzählen. Sollte der Partner einen vor die Entscheidung stellen 'Ich oder sie', dann sollten die Alarmglocken schrillen. Eine gute Beziehung spielt sich nicht nur in einer Welt mit zwei Personen ab!

3. Selbstbewusstsein

Wir sind selbstbewusste, starke Frauen. Wir stehen zu unseren Fähigkeiten, zu unserem Aussehen und haben kein Problem damit, uns zu zeigen und offen durchs Leben und die Arbeitswelt zu gehen. Ob wir High Heels und Dekolleté oder schlichte Looks bevorzugen - wir sollten das tragen, worin wir uns wohlfühlen. Und zwar erhobenen Hauptes. Und das geben WIR vor! Findet uns unser Partner zu aufreizend gekleidet oder passt ihm nicht, wie tough wir auftreten? Rügt er uns für unser vorlautes oder chefhaftes Auftreten? Pech gehabt und drauf gepfiffen! In diesem Punkt gibt es keinerlei Kompromiss-Spielraum: Wir sind freie Menschen und unterliegen keinem Diktat!

4. Interessen und Hobbys

Eigene Interessen und Hobbys sind immens wichtig für eine Beziehung. Entweder man hat ähnliche Interessen und kann diesen in der Freizeit gemeinsam nachgehen oder den Partner an das eigene Hobby heranführen - oder man nutzt die Zeit für sich alleine, um den Kopf freizukriegen und auch mal andere Eindrücke zu gewinnen und freut sich danach wieder auf gemeinsame Stunden mit dem Partner, in denen man sich etwas zu erzählen hat. Egal, wie auch die Situation ist: Was Tennisspielen, Yoga, Leseclub und Tanzen angeht, hat die bessere Hälfte leider keinen Kompromiss-Bonus - wir machen in unserer Freizeit, was uns Spaß macht, uns ein gutes Gefühl und einen guten Ausgleich verschafft. Und nicht, was unser Partner für angemessen hält. Das Gleiche gilt natürlich umgekehrt!

5. Wertschätzung für den anderen

Eine Beziehung fußt auf Vertrauen und Respekt füreinander. Fehlt dem Gegenüber die nötige Wertschätzung für das, was wir tun, erreichen oder an das wir glauben? Macht er sich bei seinen Kumpels lustig über unsere Arbeit oder unsere sensible Seite? Macht er abfällige Bemerkungen über unseren Intellekt oder unser Aussehen? Dann ist das eine traurige Tatsache, mit der eigentlich niemand leben sollte, denn aus einer Partnerschaft soll man vor allem Bereicherung, Bestärkung und Kraft schöpfen.

6. Träume und Leidenschaften

Ob man die Welt bis in den hintersten Winkel bereisen will, etwas Wohltätiges tun will oder einmal sein eigenes Unternehmen aufbauen möchte, koste es, was es wolle - jeder hat seine eigenen Träume, in denen er versinkt oder an denen er arbeitet. Teil der Partner diese nicht, ist das nichts Ungewöhnliches und nichts Schlimmes. Schließlich gilt es in Beziehungen auch, ehrlich zueinander zu sein. Aber glaubt er nicht an uns oder belächelt er unsere Visionen? Dann sieht die gemeinsame Zukunft nicht so rosig aus. Nichts ist wichtiger, als sich gegenseitig zu bestärken und auch stolz auf das zu sein, was den Anderen ausmacht.

7. Gewalt/ Beleidigungen

Dass bei Gewalttätigkeiten keinerlei Toleranzbereich bestehen sollte, weiß eigentlich jeder und doch muss man es noch einmal betonen. Denn es gibt (ZU) viele Partnerschaften, die fortbestehen, obwohl ein Teil tyrannisiert, geschlagen, misshandelt oder anders unterdrückt wird. Eine Spirale, aus der viele nicht mehr herauskommen. Dabei ist schon das erste Mal von Gewalt oder ausfallenden Reaktionen ein Wink, den niemand übersehen sollte. Man darf sich nicht einreden, wie sehr man den Partner liebt oder umgekehrt - erstens ist das kein Argument und zweitens macht es todunglücklich, sich selbst zu belügen. Also auf das eigene Herz hören und kein Stück Zugeständnisse machen. Lieber alleine auf zwei Beinen stehen, als in einer Partnerschaft am Boden liegen.

Am Ende ist es immer eine individuelle Frage der beiden Menschen, die sich entscheiden, zusammen zu leben und ihrer Kommunikation: Wenn in einer Beziehung die Mischung aus Geben und Nehmen stimmt und man sich auf Augenhöhe begegnet, ist das die halbe Miete. Die Kompromisse klappen dann fast von alleine ...

von Redaktion

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