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Beauty-Alleskönner: Die beste Feuchtigkeitscreme für jeden Hauttyp

von Sophia Karlsson Veröffentlicht am 2. Juli 2018
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Nicht nur in der kalten Jahreszeit freut sich unsere trockene Haut über eine Extraportion Pflege. Auch die Sonne kann an heißen Sommertagen zum echten Feuchtigkeitsräuber werden. Wir verraten euch, welche Feuchtigkeitscreme euren Hauttyp geschmeidig pflegt.

Bei einer wirklich guten Feuchtigkeitscreme kommt es nicht zwangsläufig darauf an, wie dick euer Geldbeutel ist. Entscheidend ist, dass das Produkt die Wirkstoffe enthält, die euren individuellen Hauttyp optimal versorgen.

Anti-Pickel, Anti-Falten, Anti-Pollution? All das ist nur zweitrangig. In erster Linie sollte unsere Gesichtscreme die Haut mit Feuchtigkeit versorgen. Warum das so ist und welche Produkte wirklich zu eurem Hauttyp passen, erfahrt ihr hier.

Warum braucht die Haut Feuchtigkeitscreme?

Eigentlich sind die Wasserreserven unserer Haut von Natur aus gut geschützt. Unsere Hautbarriere und wasserbindende Substanzen in der Epidermis verhindern, dass die Feuchtigkeit in unserer Haut verloren geht. Außerdem dichtet unser Hautfett die Hautoberfläche so ab, dass kaum Wasser verdunsten kann.

Warum haben trotzdem so viele mit einer trockenen Haut zu kämpfen? Dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen gibt es echte Feuchtigkeitsräuber, wie UV-Strahlen und Chlorwasser im Schwimmbad, kalte Luft im Winter und klimatisierte oder geheizte Räume. Auch ein zu langes Schaumbad zu Hause kann dazu führen, dass die oberste Hautschicht nicht mehr so gut in der Lage ist, Wasser in der Haut zu speichern.

Aber neben Umwelteinflüssen und unserem Lebensstil kann auch unser Alter Schuld an unserer trockenen Haut sein. Je älter wir werden, desto weniger Fett produzieren unsere Talgdrüsen und die Haut wird trockener. Oft spannt und juckt die Haut, wenn sie trocken ist, manchmal schuppt sie sich sogar. Außerdem ist sie anfälliger für Irritationen und Rötungen. Auch Falten machen sich bei einer trockenen Haut schneller bemerkbar, weil die Elastizität unserer Haut durch den Wassermangel nachlässt.

Von den optischen Folgen mal abgesehen, setzt Feuchtigkeitsmangel auch einen unheilvollen Kreislauf in Gang: Die Haut braucht Wasser, um ihre Zellen mit Nährstoffen zu versorgen und sich gegen Einflüsse von außen zu schützen. Mindestens zehn Prozent müssen es sein. Ist es weniger, haben Wasserräuber ein noch leichteres Spiel und Keime können in die Haut eindringen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollte die Haut täglich gegen den Feuchtigkeitsverlust geschützt werden.

Welche Feuchtigkeitscreme ist wirklich gut?

Unsere Haut schützt sich nach dem Prinzip "nach außen hin abdichten und das Wasser im Inneren festhalten" vor Austrocknung. Genau das sollte auch eure Feuchtigkeitscreme leisten. Zum einen braucht sie Substanzen, die die Barrierefunktion der Haut stärken, und zum anderen solche, die sie nach außen hin abdichten.

Hyaluronsäure bildet zum Beispiel einen Film auf der Haut, der luftdurchlässig ist, aber vor dem Austrocknen schützt. Das gleiche gilt für Aloe Vera oder Algen-Extrakte. Ceramide, eine Lipid-Art, stärken die Hautbarriere auf natürliche Weise.

Zum anderen sollte eine Feuchtigkeitscreme Substanzen enthalten, die die natürlichen Feuchthaltefaktoren der Haut stärken. Das leisten zum Beispiel Aminosäuren, Panthenol, Glycerin, Urea oder Milchsäure.

Wer sich auf die Suche nach einer passenden Feuchtigkeitscreme macht, der sollte vorher seinen Hauttyp kennen. Habt ihr zum Beispiel eine trockene Haut, benötigt ihr ein anderes Pflegeprogramm als jemand mit einer fettigen Haut.

Von der falschen Creme geht zwar die Welt nicht unter, aber eure Haut kann mit Irritationen oder Unreinheiten reagieren. Wenige Minuten nach dem Auftragen sollte sich die Haut weich, geschmeidig und glatt anfühlen. Liegt ein fettiger Film auf der Haut, lasst lieber die Finger von dem Produkt. Rötungen und Brennen sind natürlich absolute No-gos.

Welche Feuchtigkeitscreme bei normaler Haut?

Normale Haut hat einen ausgeglichenen Fett- und Feuchtigkeitsgehalt. Damit das auch so bleibt, braucht sie eine Creme, die leicht rückfettend und gut feuchtigkeitsspendend ist. Geeignete Wirkstoffe sind zum Beispiel Ceramide oder Algenextrakte.

Welche Feuchtigkeitscreme bei trockener Haut?

Ihr habt eine trockene Haut? Dann greift am besten zu einer Pflege, die nach der Reinigung für eine gute Rückfettung sorgt. So bleibt eure geschwächte Hautbarriere intakt. Tipp: Ist eure Haut nach dem Eincremen immer noch nicht geschmeidig genug, ist das ein Zeichen dafür, dass der Fettanteil der Creme für euren Hauttyp nicht hoch genug ist. Statt nachzucremen, wählt lieber Produkt mit höherem Fettanteil aus oder tragt vor eurer Creme zusätzlich ein Serum auf.

Echte Feuchtigkeits-Booster sind zum Beispiel Hyaluron und Q10. Hyaluronmoleküle sorgen dafür, dass Wasser im Bindegewebe besser gespeichert werden kann. So wird die Haut wird mit Feuchtigkeit durchflutet und von innen aufgepolstert, sie erscheint praller und straffer. Q10 lädt die Energiereserven unserer Hautzellen auf und neutralisiert außerdem schädliche, freie Radikale, die unsere Haut schneller altern lassen.

Welche Feuchtigkeitscreme bei Mischhaut?

Eure Haut ist an einigen Stellen fettig und an anderen eher trocken? Dann gehört ihr zu den vielen Frauen mit einer Mischhaut. Euer Hauttyp verlangt nach einer Feuchtigkeitscreme, die sowohl fettige als auch trockene Partien ausgleicht. Toll sind leichte Texturen mit regulierendem Thermalwasser oder ausgleichend wirkenden Naturessenzen, zum Beispiel von Kamille oder Melisse. Sie spenden der Haut Feuchtigkeit, ohne die Poren zu verstopfen und bringen die Haut in eine gesunde Balance.

Welche Feuchtigkeitscreme bei Pickel und Akne?

Eine fettige Haut bremst die Verdunstung von Wasser nach außen. Rückfettende Substanzen braucht die Feuchtigkeitspflege für diesen Hauttyp also nicht – im Gegenteil. Ölfreie Gele oder leichte Cremes sind ideal. Ein empfehlenswerter Wirkstoff ist Milchsäure. Sie spendet Feuchtigkeit und bekämpft gleichzeitig Hautunreinheiten, für die fettige Haut oft anfällig ist.

Unabhängig vom Hauttypen gilt übrigens: Cremes und Reinigungsprodukte sollten so wenig Emulgatoren wie möglich enthalten. Diese Substanzen schädigen die Hautbarriere und fördern so den Feuchtigkeitsverlust.

Feuchtigkeitscreme im Sommer und Winter

Die Bedürfnisse eurer Haut ändern sich nicht nur mit dem Alter, auch die Jahreszeit wirkt sich darauf aus. Im Winter reicht es oft nicht, die Haut mit feuchtigkeitsbindenden Substanzen, wie beispielsweise Urea, zu pflegen. Ist es draußen sehr kalt, sollte die Creme auch an der Hautoberfläche dafür sorgen, dass die Verdunstung von Wasser eingedämmt wird. Das können Wirkstoffe wie Hyaluronsäure oder Alginsäure.

​Im Winter sollte die Creme außerdem etwas reichhaltiger ausfallen als im Sommer, um die Hautbarriere zu stärken. Das gilt sogar für den fettigen Hauttyp. Die Talgdrüsen stellen ab null Grad und weniger nämlich die Produktion ein. Tipp: Auch im Sommer kann die Luft trocken sein, zum Beispiel in klimatisierten Räumen. Für den nächsten Flug gehört also eine reichhaltige Feuchtigkeitscreme ins Handgepäck!

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