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Gelnägel entfernen: So werdet ihr Shellac, Acryl & UV-Lack wieder los

von Sophia Karlsson Veröffentlicht am 27. März 2020
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© iStock

Keine Lust mehr auf künstliche Fingernägel? Wir klären auf, mit welchen Methoden du Shellac, Acryl- und Gelnägel entfernen kannst und wann sich dafür der Termin im Nagelstudio lohnt.

Schon vor einiger Zeit haben künstliche Fingernägel dank Pinterest, Instagram & Co. ihr Comeback erlebt. Und zwar zurecht: Denn ganz egal, ob Shellac, Acryl- oder Gelnägel - jede Methode, die Fingernägel künstlich aufzuhübschen, kann tolle Ergebnisse erzielen. Künstliche Fingernägel können heute auch ganz natürlich aussehen.

Trotzdem gilt: Nur, wer seinem Nagelstudio in regelmäßigen Abständen einen Besuch abstattet, kann sich über einen gepflegten Look freuen. Ausgewachsener Lack und zu lange Krallen können nämlich schnell billig wirken.

Euch werden die Termine im Nagelstudio lästig oder ihr habt einfach keine Lust mehr auf eure künstlichen Fingernägel? Dann erfahrt ihr hier, wie ihr eure Gelnägel entfernen könnt.

DIY-Methode 1: Gelnägel mit Folie entfernen

Dazu benötigt ihr:

  • eine grobkörnige Nagelfeile
  • Nagelhautöl (gibt's hier bei Amazon)*
  • Nagellackentferner mit Aceton
  • Wattebällchen (keine Pads)
  • Frischhalte- oder Alufolie
  • ​Nagelhautstäbchen


​Schritt 1: Glanzschicht entfernen
Zuerst müsst ihr die oberste Glanzschicht eurer Nägel entfernen. Nehmt dazu die grobkörnige Nagelfeile zur Hilfe und feilt den Glanz vorsichtig herunter. Wichtig: Achtet unbedingt darauf, wirklich nur die erste Glanzschicht herunter zu feilen, die Farbe bleibt auf den Nägeln. Passt außerdem auf, dass kein Feinstaub unter eurer Nagelhaut hängen bleibt.

Schritt 2: Nagelhaut schützen
Ist die Glanzschicht weg, solltet ihr eure empfindliche Nagelhaut mit dem Nagelöl oder einer Creme versorgen, um sie vor dem Nagellackentferner zu schützen. So verhindert ihr, dass das Aceton eure Haut zu stark austrocknet.

Schritt 3: Nägel in Lackentferner einweichen
Im dritten Schritt kommt der Nagellackentferner mit Aceton ins Spiel. Tränkt dazu die Wattebällchen und legt sie so auf eure Nägel, dass die Farbe vollständig abgedeckt ist. Es ist wichtig, dass ihr dazu Wattebällchen benutzt und keine gewöhnlichen Wattepads. Die Bällchen können nämlich viel mehr Nagellackentferner aufnehmen und das Gel besser einweichen.

Schritt 4: Wattebällchen mit Folie befestigen
Die Wattebällchen müssen ca. 10 bis 15 Minuten auf euren Nägeln bleiben. Wickelt dazu am besten etwas Frischhaltefolie um jeden Nagel, damit die Watte nicht verrutscht und das Gel gut einweichen kann.

Schritt 5: Gel abnehmen
Ist die Wartezeit um, könnt ihr die Folie wieder von euren Fingern lösen und die Wattebällchen mit leichtem Druck über den Nagel ziehen. Nun sollte der Nagellack größtenteils herunter sein. Übrige Farbreste könnt ihr vorsichtig mit einem Nagelhautstäbchen vom Nagel schieben.

Tipp: Wenn ihr das Gel vollständig entfernt habt, freuen sich eure Nägel über ganz viel Pflege und Feuchtigkeit, zum Beispiel mit einem Nagelöl-Bad oder spezieller Nagelpflege-Creme.

Lest auch: Finger­nägel-Check: Was die Flecken und Rillen wirklich bedeuten

Methode 2: Gelnägel in Aceton-Bad einweichen

Dazu benötigt ihr:

  • eine große Schüssel
  • eine kleine Schüssel
  • ​eine grobkörnige Nagelfeile
  • Nagellackentferner mit Aceton
  • Nagelhautschieber
  • Nagelhautöl


Schritt 1: Aceton-Bad vorbereiten
Befüllt zunächst die große Schüssel mit warmem Wasser. In die kleinere Schüssel kommt der Aceton-haltige Nagellackentferner. Stellt nun die kleine in die große Schüssel, damit der Inhalt ein wenig erwärmt wird. Ganz wichtig: Versucht auf keinen Fall den Nagellackentferner in einem Topf oder in der Mirkowelle zu erwärmen - er ist brennbar!

Schritt 2: Glanzschicht entfernen
Auch hier kommt ihr leider nicht drumherum, die erste glänzende Schicht eurer Gelnägel mit einer grobkörnigen Feile abzunehmen.

Schritt 3: Gel einweichen
Legt eure Finger anschließend für ca. 10 bis 15 Minuten in den erwärmten Nagellackentferner. Sobald sich die Ecken beginnen sich zu lösen, könnt ihr das Gel vorsichtig mit dem Nagelhautschieber entfernen.

Auch bei dieser Methode gilt: Pflegt eure Nägel anschließend gründlich mit einem Nagelhautöl und einer reichhaltigen Handcreme.

Lesetipp: Handcreme-Test: Welche ist die Beste?

Methode 3: Gelnägel mit Nagellack-Remover-Gerät entfernen

Eine weitere Möglichkeit, Gelnägel zuhause zu entfernen, ist die Verwendung von so genannten Nagellack-Remover-Geräten, die mit Dampf funktionieren. Anders als bei der oben genannten händischen Methode kommen die Finger hierbei nicht in direkten Kontakt mit dem Nagellackentferner. Das Entfernen der Gelschicht per Dampf soll schonender für Nägel und Haut sein und der ganze Prozess soll weniger lange dauern.

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Methode 4: Gelnägel herauswachsen lassen

Ihr wollt eure Nägel schonen und den aggressiven Aceton-Nagellackentferner umgehen? Dann bleibt euch leider nichts anderes übrig, als das Gel auf euren Nägeln einfach herauswachsen zu lassen. Entscheidet ihr euch für diese Methode, solltet ihr aber unbedingt gründlich schauen, dass eure Gelnägel unversehen sind.

Kleine Schäden sind nämlich ein prima Nährboden für Bakterien und Pilze, die das gesunde Wachstum eurer Nägel dauerhaft beeinträchtigen können. Zieht daher lieber einen Profi zur Hilfe und lasst im Nagelstudio prüfen, ob das Herauswachsen möglich ist.

Lesetipp: Schnelle Maniküre: Zarte Hände und schöne Nägel in 4 Schritten

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