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Shellac-Nägel: Genialer Beautyhype oder gefährlicher Trend?

von Ga-Young Park Veröffentlicht am 23. Mai 2019

Sie sollen bis zu 14 Tage halten und schonender als Kunstnägel sein: Nägel aus Shellac. Doch sind die Gel-Nägel tatsächlich so ungefährlich?

Perfekt lackierte Nägel gehören mittlerweile in jede Beauty-Routine. Doch bis Unterlack, Farbschicht und Top-Coat getrocknet sind, dauert es. Hinzu kommt, dass der Lack nach zwei Tagen schon die ersten Splitter und Risse zeigt. Shellac soll die Lösung für unsere Nagel-Probleme sein. Mit Shellac lackierte Nägel halten nicht nur 14 Tage, sondern sie benötigen keine Trockenzeit, versprechen einen makellosen Glanz und absolute Kratzfestigkeit. Zu schön um wahr zu sein, oder?

Wie funktioniert Shellac?

Shellac sind Gel-Lacke, die mithilfe von UV- oder LED-Lampen gehärtet werden. Unter der UV-Lampe wird der Lack nicht nur schnell trocken und kratzfest, sondern ist auch fest mit dem Nagel verbunden.

Doch da kommt das Problem: Zum Ablösen des Gel-Lacks wird ein Nagellackentferner benötigt, der Aceton und andere starke Lösungsmittel enthält. Diese Inhaltsstoffe entziehen dem Nagel Fett und lassen die Haut austrocken. Farbreste, die sich nicht mit der Lösung entfernen lassen, werden dann mit einem Spatel abgeschabt. Diese Prozedur hört sich nicht nur unangenehm an, sondern ist schädlich für das Nagelbett und die umliegende Haut.

Lest auch: Gelnägel entfernen: So werdet ihr Shellac, Acryl & Co. wieder los!

Shellac zum Selbermachen

Bisher konnte man sich nur in Nagelstudios Gel-Nägel machen lassen, doch der Beautymarkt bietet mittlerweile Shellac-Sets für den Heimgebrauch. Darin enthalten ist alles, was ihr braucht, um Shellac Nägel selber zu machen. Von speziellen Nagellacken in verschiedenen Farben, über Feilen bis hin zur benötigten UV- bzw. LED-Lampe, die ihr benötigt, um den Shellac aushärten zu lassen.

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Shellac für trockene und brüchige Nägel?

Besonders Frauen mit brüchigen Nägeln entscheiden sich für Shellac-Nägel. Doch Experten warnen: Shellac kann brüchige und trockene Nägel noch empfindlicher machen - gerade beim Abziehen des Lacks.

Solltet ihr euch trotzdem für Shellac entscheiden, solltet ihr den Nägeln danach eine Pause gönnen und sie mit einer speziellen Nagelpflege verwöhnen. Ideal, um beanspruchte Nägel zu pflegen, ist Nagelserum. Die darin enthaltenen Pflegestoffe regen das gesunde Nagelwachstum an und stärken die Nägel.

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Ist Shellac empfehlenswert?

Tatsächlich hält der Gel-Lack länger als normaler Nagellack - allerdings nicht volle 14 Tage. Durch seine feste Struktur ist der Shellac kratzfest und splittert auch nicht. Doch nach dem Abziehen merkt man deutlich, dass die Haut und das Nagelbett angegriffen und trocken sind. Die Nägel sind empfindlicher und müssen mit einer feuchtigkeitsspendenden Handcreme gepflegt werden.

Unser Fazit: Shellac-Nägel sind eine schöne Alternative, die man an besonderen Anlässen tragen kann, doch für den Alltag raten wir davon ab. Denn der Shellac ist eine Belastung für die Nägel und die UV-Lampen, die zur Aushärtung nötig sind, stehen im Verdacht Hautkrebs zu verursachen.

Experten warnen: Gelnägel und Shellac können Hautkrebs hervorrufen

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