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Liebe & Psychologie

Zufriedener werden: Diese eine Frage verändert dein Leben zum Guten

von Fiona Rohde Veröffentlicht am 17. Februar 2019

Du möchtest endlich zufriedener werden? Dann musst du dir nur eine einzige Frage stellen. Sie sorgt dafür, dass dein Leben nicht ständig einer To-do-Liste gleicht und du endlich Zeit zum Glücklichsein hast.

Unser Tag ist gefüllt mit Dingen aus der Kategorie "Muss-ich-noch-erledigen". Und weil diese Liste oft sehr lang ist (oder zumindest arg zäh in der Umsetzung, weil man schlicht und ergreifend keinen Bock darauf hat), reicht die restliche Zeit am Tag nicht mehr für die schönen Dinge im Leben.

Und so rackert man sich durch die Woche, ohne auch nur ein einziges Mal das Gefühl zu haben: Ja, jetzt grad geht's mir gut. Kein Wunder also, dass sich viele von uns wünschen, entspannter und zufriedener zu werden.

Wer zufriedener werden will, muss aufwachen

Die meisten von uns stecken fest im alltäglichen Hamsterrad. Wir arbeiten eigentlich das Leben lang immer nur auf das Wochenende hin. Nur noch schnell dies und das erledigen und dann ist endlich Wochenende und Zeit für schöne Dinge.

Das Problem bei dem ganzen Stress: Ist das Wochenende endlich da, fehlt vielen schlichtweg die Energie, um etwas Schönes zu machen. Doch genau das bräuchte man, um die Tanks wieder zu füllen. Ergo: Man bleibt mit Netflix auf der Couch und lässt das Wochenende ungenutzt an sich vorüberziehen. Wie soll man so zufriedener werden?

Und selbst denen, die das Wochenende nutzen, um sich den schönen Dingen des Lebens zu widmen, reicht die Zeit nicht aus, um sich vollends zu entspannen.

Stress ist der Tod der Zufriedenheit

Noch schlimmer geht es aber den Menschen, die selbst am Wochenende nicht runterkommen. Die selbst dann ihre To-do-Listen abarbeiten: Haus auf Vordermann bringen, der große Wochenendeinkauf, Kinder zu ihren Hobbys fahren und alles andere erledigen, was unter der Woche "so liegengeblieben" ist.

Zufriedener werden: Eine einfache Frage macht es möglich

Kein Wunder, dass wir montags wie ausgekotzt (ja, genau das) in die Woche starten. Dabei lässt sich das Dilemma, dass wir uns jeden Tag von Dingen malträtieren lassen, von denen wir glauben, sie unbedingt erledigen zu müssen, ganz einfach lösen. Du musst dir nur klar darüber sein, wie du die lästige Aufgabe auf deiner gedanklichen To-do-Liste gewichten willst.

Ist es wirklich notwendig, den Wollmäusen jeden Samstag den Kampf anzusagen? Oder hast du nur diesen Drang, es zu tun, weil es halt immer so war, dass du jeden Samstag zum Staubsauger greifst?

Jede Aufgabe wird ab jetzt hinterfragt. Und jede Aufgabe, die die Frage "Ist das wirklich wichtig?" nicht mit einem klaren 'Ja' übersteht, ist ab sofort gestrichen. Nur so schaffst du es, auf Dauer zufriedener zu werden.

Schraube deine Ansprüche an dich selbst herunter

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Der nervige Wochenputz am Wochenende. Wir haben eine anstrengende Woche auf der Arbeit und / oder mit den Kindern hinter uns. Da muss die Bude doch nicht am Samstagmorgen wieder perfekt aussehen.

Klar sollte es hygienisch sein, aber es muss nicht blitzen. Da kann jeder sicherlich Abstriche für sich machen. Wir halsen uns nämlich verdammt viele Aufgaben im Haushalt auf, die nicht wirklich nötig sind (es soll ja sogar Menschen geben, die ihre Unterhosen bügeln!).

Rechne dir einfach mal im Kopf aus, wie viel Stunden pro Woche du Dinge tust, die du nicht magst. Und dann rechne sie auf einen Monat hoch, und dann mal zwölf, und dann mal der Jahre Leben, die der durchschnittlichen Lebenserwartung entsprechen.

Die Stundenzahl, die da rauskommt, dürfte mehr als erschreckend sein. Deshalb: Öfter mal Fünfe gerade sein lassen. Niemand ist perfekt - also hör auf dem Ideal hinterher zu hetzen. Denn genau diese Unperfektheit zu akzeptieren und anzunehmen, lässt dich zufriedener werden. Leichter gesagt als getan? Dann findest du hier 5 Tipps gegen Perfektionismus, die dir helfen werden. Aber auch da gilt: Nur kein Stress, du musst nicht alle Tipps auf einmal befolgen.

Halte ungeliebte Pflichten klein

Wenn du eine Aufgabe jedoch für wichtig und unentbehrlich hältst, dann frag dich, ob du sie nicht anders erledigen kannst, beispielsweise indem du sie in kleine Unteraufgaben splittest, so dass sie dich weniger stresst.

So kannst du eine Mammutaufgabe auf die Woche verteilen, also nur das Staubsaugen am Wochenende machen, Wäsche waschen, Einkaufen und Bad putzen unter der Woche.

Alle Aufgaben, die in den Bereich "ungeliebte Pflicht" fallen, solltest du möglichst klein halten. Wer weiß, dass er die nächsten zwei Stunden das Haus schrubben muss, quält sich mehr, als wenn er die Aufgaben in kleinere Teile aufteilt. Die 15 Minuten, um das Bad flott zu machen, findet man nämlich sehr viel schneller und schon hat man etwas abgehakt auf seiner To-do-Liste.

Lerne zu priorisieren, um zufriedener zu werden

Oftmals hilft es, die Aufgaben ganz klassisch aufzuschreiben. Indem du die Dinge aufschreibst, kannst du sie erstmal aus dem Kopf streichen. Das hilft wirklich!

Mach dir also eine haptische To-do-Liste, und priorisiere alle lästigen Aufgaben unter folgenden drei Kategorien:

  • muss ich unbedingt erledigen
  • müsste ich auch noch erledigen
  • muss ich eigentlich nicht unbedingt erledigen

Alles, was in die letzte Kategorie fällt, solltest du auch wirklich nicht als wichtig ansehen und erstmal streichen. Und: Es gibt nichts Schöneres, als einen Haken hinter einen Punkt auf der To-do-Liste zu machen. (Man kann verhasste Aufgaben auch ganz wutentbrannt durchstreichen. Hilft dem Nervenkostüm.)

Zufriedener werden: Nieder mit dem Freizeitstress!

Natürlich stehen auf unserer To-do-Liste nicht nur doofe Aufgaben. Es gibt da auch jene Dinge, die wir gerne tun, oder Dinge, von denen wir glauben, dass sie uns gut tun, wie z.B. Sport oder abends ausgehen.

Was aber, wenn uns auch diese eigentlich schönen Aufgaben unbewusst stressen? "Freizeitstress" ist letztlich auch nicht das, was uns gut tut und dafür sorgt, dass wir uns wohlfühlen, oder?

Wenn der Sport eigentlich nur zum ständigen negativen Thema wird, weil wir es wieder nicht geschafft haben uns aufzuraffen und den inneren Schweinehund zu besiegen, dann ist Sport irgendwann etwas rein Negatives in unserem Leben.

​Etwas, das uns jeden Tag als "To-do" im Nacken sitzt und uns stresst. Und ganz ehrlich: Das ist das bisschen Wohlfühlen nach dem Sport doch gar nicht wert.

Mach Schluss mit dem Muss

Mach dir klar: Auch die schönen Dinge in unserer Freizeit können stressen. Niemand MUSS vier mal in der Woche ins Fitnessstudio, nur weil die knackige Kollegin das immer macht. Und niemand MUSS immer alles frisch kochen, nur weil es gesünder ist.

​Und man muss am Wochenende auch nicht immer Freunde treffen, sondern darf auch mal auf der Couch rumfläzen. Man muss auch mal gar nichts müssen. Nichts entspannt mehr.

Zufrieder sein heißt: Mehr Zeit für Schönes

Kommen wir zum letzten Punkt: Zu den Dingen, die wir absolut gerne tun. Alles, was dir wirklich gut tut, sollte ab jetzt mehr Platz bekommen. Und vor allem: Es sollte nicht hinten runterfallen, weil die lästigen Aufgaben zu viel Zeit in Anspruch genommen haben.

​Wenn dir also dein Sport oder der Kaffee am Morgen wichtig ist, dann nimm dir die Zeit. Wenn du erholt bist, gehen auch die Pflichtaufgaben viel schneller von der Hand.

In diesem Sinne: Schafft euch Freiräume. Das Leben sollte keine Pflichtveranstaltung sein, sondern dein selbst gewählter Lieblingskurs.

Im Video: Diese Dinge machen glücklich

Wenn euch die Ideen für die schönen Dinge im Leben fehlen, dann haben wir hier jede Menge Inspiration. Im Video zeigen wir euch, wie eure Bucket List aussehen könnte:

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