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Rauchen in der Schwangerschaft: So gefährlich ist die Sucht für dein Baby

von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 23. Dezember 2015

Rauchen ist ungesund. Und während der Schwangerschaft schadet die Zigarette nicht nur der Mutter, sondern auch dem ungeborenen Kind. Ein Grund mehr, das Rauchen aufzugeben.

Zigarettenrauch enthält gut 250 giftige und krebserregende Stoffe, mit denen ein Raucher seine Gesundheit gefährdet. Beim Rauchen in der Schwangerschaft gefährden wir jedoch nicht nur unsere eigene Gesundheit, sondern auch die unseres ungeborenen Babys. Wir wissen es, trotzdem fällt es oft schwer, das Rauchen aufzugeben.

Ihr befindet euch in diesem Dilemma? Dann findet ihr hier wichtige Informationen zu den Risiken, die das Rauchen in der Schwangerschaft für euer Baby birgt, sowie praktische Tipps und Anlaufstellen, um euch den Rauchstopp zu erleichtern

Mögliche Folgen vom Rauchen in der Schwangerschaft

Nikotin ist eine heimtückische Chemikalie. "Rauchen in der Schwangerschaft kann verschiedene Auswirkungen auf die Entwicklung des Embryos haben. Über die Nabelschnur dringen die Giftstoffe im Zigarettenrauch zum Kind. Das beim Rauchen eingeatmete Kohlenmonoxid bewirkt, dass das Kind schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird und das Herz schneller schlägt", so Michaela Goecke von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Das Nervengift Nikotin, das eine gefäßverengende Wirkung hat und die Lungenentwicklung beeinträchtigt, gelangt ebenfalls über die Mutter zum Embryo. "Das Risiko für eine Früh- oder Fehlgeburt ist erhöht", so Michaela Goecke.

Babys von rauchenden Müttern kommen meist kleiner zur Welt und leiden häufiger unter Atemwegserkrankungen wie Asthma. Allergien sowie Lippen-Kiefer-Gaumenspalten treten ebenfalls häufiger auf. Deswegen: "Rauchen ist der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für nicht erfolgreich verlaufende Schwangerschaften. Wer mit dem Rauchen in der Schwangerschaft oder schon vorher aufhört, verbessert die Startbedingungen des Babys entscheidend. Wir raten daher allen Schwangeren sowie Frauen mit Kinderwunsch zu einem sofortigen Rauchstopp", so Michaela Goecke von der BZgA.

Vorsicht: Auch passives Rauchen in der Schwangerschaft ist schlecht für Mutter und Kind. Raucht der Partner, sollte er es möglichst außerhalb der Wohnung und nicht in der Nähe der Schwangeren tun.

Rauchen in der Schwangerschaft – es ist nie zu spät aufzuhören

Wer schwanger werden möchte, sollte am besten schon vor der Schwangerschaft mit dem Rauchen aufhören. Denn Rauchen vermindert die Fruchtbarkeit. Es ist jedoch nie zu spät, mit dem Rauchen auch während der Schwangerschaft aufzuhören. Stoppt ihr vor der 15. Schwangerschaftswoche, sinkt das Risiko für eine Frühgeburt sowie Komplikationen deutlich!

Übrigens: Dass kalter Rauchentzug schädlich für den Embryo ist, ist ein Gerücht. Ihr müsst nicht nach und nach die Zigarettenmenge reduzieren, sondern könnt von einem Tag auf den anderen aufhören. Hilfestellung beim Rauchentzug gibt es unter anderem von der BZgA.

Auch nach der Geburt: Passiver Rauch schadet dem Säugling

Nach der Schwangerschaft direkt wieder mit dem Rauchen anfangen? Keine gute Idee. Michaela Goerke: "Für Mutter und Kind ist es auch nach der Geburt am besten, rauchfrei zu bleiben. Über die Muttermilch können Inhaltsstoffe des Tabakrauchs vom Säugling aufgenommen werden. Eine rauchfreie Umgebung schützt das Baby vor den Gefahren des Passivrauchens, zu denen das erhöhte Risiko für plötzlichen Kindstod gehört."

Quellen und weitere Informationen:

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