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Hemden bügeln: So werden Hemden schnell und einfach knitterfrei

von Christina Cascino Erstellt am 25. Oktober 2020
Hemden bügeln: So werden Hemden schnell und einfach knitterfrei© Getty Images

Hemden bügeln gilt als besonders unliebsame und zeitaufwendige Beschäftigung. Wir zeigen euch deshalb, wie ihr Hemden schnell und einfach knitterfrei bekommt und welche Fehler ihr beim Bügeln vermeiden solltet.

Bügeln gehört zu den Dingen im Haushalt, die getan werden müssen, aber nur selten auf große Begeisterung stoßen. Befindet sich in der Bügelwäsche dann auch noch das ein oder andere Hemd, ist das Übel besonders groß. Das Bügeln von Hemden gilt nämlich als extrem mühsam und frustrierend. Hartnäckige Falten im Stoff sind keine Seltenheit, außerdem hat man nicht selten das Gefühl, man bügelt mehr Falten rein als raus.

Hemden bügeln ist eigentlich ganz einfach – wenn man die richtigen Tricks und die richtige Technik kennt. Wir zeigen euch deshalb, wie ihr in nur sechs Schritten Hemden knitterfrei bekommt.

Die besten Bügel-Tipps: So werden Hemden knitterfrei

Um Hemden schnell und einfach knitterfrei zu bekommen, ist die richtige Ausstattung wichtig. Dazu zählt zum einen ein Bügelbrett mit Stoffauflage und zum anderen ein Dampfbügeleisen mit Sprühfunktion oder ein klassisches Bügeleisen plus Sprühflasche. Wer kein Bügelbrett besitzt, kann alternativ auch eine andere glatte, hitzebeständige Unterlage (z.B. ein Tisch samt fusselfreier Decke) nutzen.

Da sich Hemden am besten im feuchten Zustand glätten lassen, sollte das Kleidungsstück nicht ganz trocken sein. Trockene Hemden können alternativ aber auch mit einer Sprühflasche oder der Sprühfunktion des Bügeleisens befeuchtet werden. Good to know: Am besten sollte man übrigens destilliertes Wasser nutzen, damit das Bügeleisen nicht verkalkt.

Außerdem wichtig:

  • Hemden nach dem Bügeln direkt auf Kleiderbügel aufhängen und vor dem Wegräumen auskühlen lassen.

  • Sprühflasche mit destilliertem Wasser bereithalten, um Bügelfehler auszubessern.

  • Generell sollte man immer waagerecht am Körper vorbei bügeln und das Hemd mit der Hand straff ziehen.

  • Dunkle und empfindliche Textilien, z.B. aus Seide, Viskose oder Samt, auf links drehen oder ein feuchtes Baumwolltuch zwischen Bügeleisen und Stoff legen, um Farben und Fasern zu schützen. Gleiches gilt für Hemden mit Stickereien oder Applikationen.

  • Bügeleisen nicht zu fest auf den Stoff drücken, damit sich die Fasern nicht zusammenziehen.

Im Video: 5 Tipps, wie du beim Putzen richtig Zeit sparen kannst!

Video von Laura Dillschneider

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Bügeltemperatur: Wie heiß darf man Hemden bügeln?

Hemden sollten auf keinen Fall zu heiß gebügelt werden. Daher ist es wichtig, vor dem Bügeln immer zuerst einen Blick auf das eingenähte Pflegeetikett zu werfen. Neben den Waschhinweisen ist dort auch ein kleines Bügeleisen abgebildet, das Aufschluss darüber gibt, ob und mit welcher Temperatur das Hemd gebügelt werden darf.

  • Ein durchgestrichenes Bügeleisensymbol bedeutet, dass Bügeln grundsätzlich verboten ist.
  • Ein Bügeleisensymbol ohne Punkt sagt aus, dass Bügeln generell erlaubt ist.
  • Ein Punkt in der Mitte bedeutet, dass das Hemd mit niedriger Temperatur (maximal 110 Grad) gebügelt werden darf.
  • Zwei Punkte: Empfohlen ist eine mittlere Bügeltemperatur von etwa 150 Grad.
  • Drei Punkte stehen für hohe Bügeltemperaturen (200 Grad).

Lesetipp: Rätselhafte Symbole: Das bedeuten die Zeichen auf den Kleideretiketten

Wer sich dennoch unsicher ist, sollte zunächst mit einer niedrigen Temperatureinstellung beginnen und sich nach und nach vorne tasten. Auch ein dünnes, fusselfreies Baumwolltuch, das zwischen Bügeleisen und Hemd liegt, schützt das Kleidungsstück vor Schäden.

Hemden bügeln: Schritt für Schritt Anleitung

Neben der richtigen Bügeltemperatur kommt es aber auch darauf an, die richtige Reihenfolge beim Bügeln zu beachten. Grundsätzlich sollte immer zuerst mit den kleinen Bereichen wie Taschen, Kragen und Ärmel begonnen werden, bevor man die großen Flächen des Hemds bearbeitet.

Schritt #1: Hemdkragen bügeln

Es wird empfohlen, den Kragen des Hemds zuerst zu bügeln. Dafür den Kragen öffnen und mit der Innenseite nach oben auf das Bügelbrett legen (Kragen und Schulterpartie sollten zu euch zeigen, während der Rest des Hemdes am Bügelbrett herunterhängt) und mit einer Hand glatt ziehen, um Falten zu vermeiden.

Nun mit dem Bügeleisen jeweils von der äußeren Kragenspitze bis zur Mitte gleiten. Anschließend Hemd umdrehen, um die Außenseite zu glätten. Achtung: Eventuell vorhandene Kragenstäbchen sollten vor dem Bügeln herausgenommen werden.

Schritt #2: Manschetten bügeln

Als nächstes sind die Manschetten, also die unteren Enden der Ärmel an der Reihe. Legt die (geöffnetten!) Manschetten so vor euch hin, dass die Knöpfe nach oben zeigen und bügelt sie glatt. Anschließend mit den Bügeleisen in die Innenseiten der Ärmel fahren, um dort Knitterfalten zu beseitigen. Und Vorsicht bei den Knöpfen der Manschetten. Die können bei Berührung mit dem Bügeleisen schmelzen.

Bei doppelten bzw. Umschlagmanschetten werden die Manschetten zunächst der Länge nach auseinander geklappt und dann glatt gebügelt. Danach Manschetten wieder umschlagen, sodass die Knopflöcher direkt aufeinander liegen und einen leichten Knick einbügeln.

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Schritt #3: Hemdärmel

Nach Hemdkragen und Manschetten werden nun die Hemdärmel gebügelt. Hier gibt es verschiedene Optionen: Die Hemden können rund gebügelt werden oder so, dass an der Ärmelaußenseite eine Bügelfalte entsteht.

Option 1: Runde Ärmel

  • Ersten Ärmel mit der Rückseite auf das Bügelbrett legen und glatt streichen. Der untere Stoff sollte keine Falten werfen.
  • Rechtshänder legen den linken Ärmel so, dass er nach rechts zeigt. Linkshänder genau anders herum.
  • Nun mittleren Bereich des Ärmels bügeln, wobei Nähte und Manschetten ausgespart bleiben.
  • Ärmel wenden und Vorgang auf der anderen Seite wiederholen, wobei Nähte und Manschetten jetzt mit gebügelt werden.

Tipp: Für rund gebügelte Ärmel bietet sich auch ein Ärmelbügeleisen an: Ärmel über das Brett ziehen und den Stoff gleichmäßig bearbeiten, bis er glatt ist. Hier bei Amazon könnt ihr ein Ärmelbügeleisen direkt shoppen.*

Option 2: Ärmel mit Bügelfalte

  • Ersten Ärmel mit der Rückseite auf das Bügelbrett legen und glatt streichen. Der untere Stoff sollte keine Falten werfen.
  • Rechtshänder legen den linken Ärmel so, dass er nach rechts zeigt. Linkshänder genau anders herum.
  • Nun von der Mitte des Ärmels von der unteren Ärmelnaht nach oben bügeln, sodass der erste Ansatz der Ärmelfalte entsteht. Danach erst den unteren Bereich des Ärmels mit der Naht bügeln, dann langsam nach oben arbeiten. Am Ende die obere Falte mit dem Eisen fixiert.
  • Anschließend die Vorderseite bearbeiten. Beim Umdrehen darauf achten, dass die Bügelfalte bestehen bleibt.

Schritt #4: Schulterpartie bügeln

Um die sogenannte Schulterpasse, also die Schulterpartie des Hemds, zu bügeln, Textil mit der Innenseite nach unten über die Spitze des Bügelbretts legen. Nun mit dem heißen Eisen einfach glatt bügeln, indem man möglichst immer zum Kragen hin streicht. Danach Hemd umdrehen und andere Seite bearbeiten. Fertig.

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Schritt #5: Knopfleiste bügeln

Die Knopfleiste sollte einmal von links und einmal von rechts gebügelt werden. Bei der Vorderseite sollte man darauf achten, nur mit der Spitze des Bügeleisens in die Zwischenräume der Knöpfe zu fahren, ohne mit diesen in Berührung zu kommen (Schmelzgefahr).

Schritt #6: Vorder- und Rückseite bügeln

Als letztes sind die großen Partien des Hemds an der Reihe. Zuerst wird die Vorderseite, dann die Rückseite des Kleidungsstücks bearbeitet.

1. Geöffnetes Hemd straff mit der Innenseite auf das Bügelbrett legen.
2. Zunächst über die Vorderseiten, an der sich die Knopfleiste befindet, fahren. Von dort über die Rückseite bis zur zweiten Vorderseite vorarbeiten. Der Stoff wird dabei immer weiter über das Brett geschoben, der gebügelte Teil sollte dabei nicht an der Seite herunterhängen, an dem ihr steht.
3. Bei aufgenähten Taschen darauf achten, diese von den äußeren Nähten bis zur Mitte zu bügeln.

So werden Hemden richtig aufbewahrt

Nach dem Bügeln sollten die faltenfreien Hemden direkt auf einem Bügel aufgehängt werden, um zu verhindern, dass neue Knitterfalten entstehen. Außerdem: Das aufgehängte Hemd nicht direkt in den geschlossenen Kleiderschrank hängen, sondern erst abkühlen lassen.

Hemden werden grundsätzlich am besten hängend aufbewahrt. Im Liegen ist die Gefahr zu groß, dass neue Falten entstehen und die ganze Bügel-Prozedur wiederholt werden muss.

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