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Schwedische Namen

Bei schwedischen Vornamen denken wir an Pipi, Annika und Michel. Die Klassiker von Astrid Lindgren erinnern die meisten von uns an die eigene Kindheit. Auch heute erfreuen wir uns noch an den Abenteuern unserer schwedischen Kindheitshelden. Ganz nebenbei gefallen uns auch die schwedischen Vornamen, die oft nur so vor Lebensfreude sprühen und uns irgendwie auch einen ganz persönlichen ‚Schweden-Moment‘ bescheren.

Bereits in den 70er Jahren standen schwedische Mädchennamen in Deutschland ganz weit oben auf der Beliebtheitsskala. Mit der Musik der schwedischen Band ABBA wurden auch Mädchennamen wie Astrid, Annika und Britta immer bekannter und demnach immer häufiger vergeben. Mit der Zeit jedoch verschwanden die schwedischen Vornamen fast komplett von den Hitlisten des Landes.

Doch wenn ihr nun glaubt, dass Schweden nicht mehr zu bieten hätte als Literatur-Klassiker, viel Natur und altmodische Vornamen, habt ihr euch getäuscht! Denn vor allem in den letzten Jahren erfreuten sich viele moderne (!) skandinavische Vornamen für Jungen (z.B. Carl, Erik und Nils) und Mädchen (z.B. Anna, Alice und Ronja hoher Beliebtheit und fanden wieder Einzug in die Namens-Hitlisten.
 
Doch was macht schwedische Vornamen so beliebt?

Zum Einen ist es nicht zu verleugnen, dass Namen aus Schweden einfach schön und fröhlich klingen. Sie verbinden die skandinavische Natur mit der nordischen Mythologie, lassen uns an Seen und Elfen denken und geben Kindern einen Mix aus nordischer Coolness und schwedischer Weltoffenheit. Viele Kindheitserinnerungen kommen auf, wenn man an die Charaktere aus den Geschichten von Astrid Lindgren denkt.

Solche Vornamen haben oft eine Sache gemeinsam: Sie sind schlicht, klar und kurz, klingen dabei aber immer noch fröhlich und niedlich. Häufig sind schwedische Vornamen Verniedlichungen, Koseformen oder Varianten von auch hier in Deutschland vorkommenden Kindernamen.

Kleiner Fact am Rande: Der Name IKEA wird von den meisten deutschen Standesämtern abgesegnet und darf demnach vergeben werden. Ob dein Kind nach einem Möbelhaus benannt werden soll, musst du jedoch selbst für dich entscheiden ;)

Was in Schweden anders ist

Hin und wieder darf und sollte man auch mal über den Tellerrand hinausschauen. Denn es gibt einige interessante Fakten, die ihr vielleicht noch nicht über die schwedischen Namen wusstet.

Noch bis ins 19. Jahrhundert wurden die Nachnamen eines Kinder aus dem Vornamen des Vaters kreiert, trugen somit eine familiäre Bedeutung. Bekam man eine Tochter bekam der Nachname die Endung -dotter (schwed. Tochter von), Jungs trugen die Endung -son (schwed. Sohn von). Bekäme ein Mann, der den Vornamen Nils trägt zwei Kinder, hießen diese zum Beispiel Lars Nilsson und Annika Nilsdotter.

Heutzutage ist auch diese Eigenschaft eher rückläufig geworden und kaum noch vorhanden. Nilsson, Andersson und Larsson sind häufige gebräuchliche Namen wie Müller oder Bauer und lassen keine konkreten Rückschlüsse mehr auf den Vornamen des Vaters zu.

Wie bereits erwähnt, stehen schwedische Namen in engem Zusammenspiel mit der nordischen Natur. Ein Beispiel dafür findet man sogar im Namen der Kinderbuchautorin Astrid Lindgren. Sie würde auf Deutsch „Lindenzweig“ mit Nachnamen heißen.

Na, ist euer Interesse geweckt? Wir zeigen euch die Top schwedischen Vornamen für Jungs und Mädchen. Taucht ein in die märchenhafte Welt der schwedischen Vornamen und lasst euch inspirieren...
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