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Spanische Jungennamen

Spanien ist nicht nur in Sachen Urlaub ein beliebtes Land der Deutschen. Auch spanische Vornamen, wie Diego, Antonio oder Mateo für Jungs und Maria, Annabella oder Ellena für Mädchen, finden immer mehr Anhänger. Und das ist kein Wunder, denn spanische Vornamen für Jungen und Mädchen klingen melodisch, wunderschön und haben oft auch eine ebenso schöne Bedeutung. Außerdem verspricht ein spanischer Vorname auch ein bisschen mehr Temperament. Seid ihr gerade schwanger und auf der Suche nach einem Vornamen für euren Sohn? Dann verraten wir euch, warum ein spanischer Jungenname definitiv eine Überlegung wert ist.

Typisch spanisch
Jeder hat so seine Vorurteile was, oder was nicht typisch spanisch ist. Eine Sache stimmt aber definitiv: die Familie steht in Spanien an erster Stelle. Gerne treffen sich alle zu gemeinsamen Mittag- oder Abendessen. Mama ist für ihren Sohn die wichtigste Person und deshalb bleiben junge Männer gern und auch ein bisschen länger im Hotel Mama. Auch die Kirche und der Glaube zu Gott spielen heute noch in vielen spanischen Familien eine große Rolle. Das schlägt sich auch in den Vornamen wieder. Während Maria einer der beliebtesten Mädchennamen Spaniens ist, führt José (das deutsche Äquivalent wäre Josef) die Liste der beliebtesten spanischen Jungennamen an.

Bedeutung spanischer Jungennamen
Neben dem Bezug zur Kirche, gehen spanische Vornamen auch auf die Mythologie, sowie Orte und Pflanzen zurück. Und noch etwas spielt eine große Rolle bei der Vergabe von Jungennamen in Spanien. Oft werden Vornamen über viele Generationen weiter gegeben. Hieß der Opa also bereits Antonio, wird auch sein erstgeborener Sohn und dessen erstgeborener Sohn diesen Namen tragen. Ob als Erst- oder Zweitnamen spielt dabei keine Rolle. Vielleicht ist das Weitergeben des Vornamen auch einer der Gründe dafür, warum sich in den beliebtesten spanischen Jungennamen selten welche finden, die ihren Ursprung außerhalb Spaniens bzw. außerhalb einer romanischen Sprache haben. Seit vielen Jahren finden sich die immer gleichen Namen in den Top 10 der beliebtesten männlichen Vornamen: Hugo, Daniel, Pablo, Alejandro, Álvaro, Adrián, David, Martin, Mario und Diego. Ab und zu finden sich auch Javier und Manuel in den Top 10. Trends scheinen beliebte Jungennamen in Spanien eher nicht zu unterliegen. Und das, obwohl es den Spaniern seit 1994 erlaubt ist, ihrem Kind auch einen nicht spanischen Vornamen zu geben. Vor 1994 war das streng reglementiert.

Gesetze zu Vornamen in Spanien
Auch wenn es Eltern in Spanien heute erlaubt ist, ihren Kindern nicht-spanische Vornamen zu geben, ganz so frei wie in Deutschland ist die Namenswahl dann doch nicht. Zum Beispiel dürfen Kinder höchstens zwei Vornamen haben – dabei ist es egal, ob diese mit oder ohne Bindestrich verbunden sind. Außerdem dürfen Geschwister nicht denselben Ursprungsnamen haben. Ein Beispiel: Ein kleiner Junge namens Pablo darf keinen Paul zum Bruder haben. Das Geschlecht des Kindes muss auch in Spanien (so wie auch in Deutschland) eindeutig anhand des Namens erkennbar sein. Und ein Vorname darf dem Kind nicht schaden.

Spanische Traditionen bei Namen
Und noch eine Tradition ist den Spaniern wichtig. Ist euch schon mal aufgefallen, dass viele einen Doppelnamen als Nachnamen tragen? Das kommt daher, weil bei einer Heirat beide Partner ihren vollständigen Namen behalten. Geht dann ein Kind aus der Beziehung hervor, bekommt es als ersten Nachnamen häufig den ersten Nachnamen des Vaters und als zweiten Nachnamen den ersten Nachnamen der Mutter.

Kosenamen in Spanien
Spanier lieben es, einem Namensträger einen Kurz- oder Kosenamen zu geben, das gilt vor allem innerhalb einer Familie und unter Freunden. Ein Francisco wird von seinen Großeltern oder Geschwistern immer Paco genannt werden und auch ein Enrique wird viel wahrscheinlicher Quique gerufen. Die kurze Form eines Namen ist nicht nur bei spanischen Jungennamen üblich. Auch spanische Mädchennamen werden in der Familie und unter Freunden abgekürzt, so wird Dolores zum Beispiel zu Lola oder Marisol zu Mari.

Besonderheiten spanischer Jungennamen
Während uns spanische Jungennamen wie Carlos, Hugo, Mateo oder Antonio keine Schwierigkeiten beim Hören oder Aussprechen bereiten, ist die Schreibweise mancher spanischer Vornamen doch keine leichte Sache für Leute, die kein Spanisch sprechen. Denn Akzente sind bei spanischen Jungen- und Mädchennamen beliebt. Sie dienen der besseren Verständlichkeit von Betonungen, wie beispielsweise beim Namen Raúl. Ohne den Akzent – und ohne Vorwissen zu dem Namen – könnte man sonst glauben, es handelt sich um einen einsilbigen Namen.
Ein Akzent im Vornamen deines Kindes macht ihn auf jeden Fall ein Stück weit besonderer. 

Egal ob du bereits schwanger bist oder gerade eine Schwangerschaft planst, ein spanischer Jungenname ist in jedem Fall eine gute Wahl für deinen Sohn. Wenn du noch mehr Inspiration suchst, dann schau dir unbedingt die unten stehenden spanischen Jungennamen an. Vielleicht entdeckst du ja einen, der dir sofort und auf Anhieb gefällt.

Und denk immer daran: Gefällt dir und deinem Partner der Name, glaubt ihr, er ist der perfekte Begleiter für euer Kind, dann lasst euch von niemandem hereinreden. Gerne versuchen Freunde, Verwandte und Bekannte einem einen Vornamen auszureden, wenn sie ihn nicht kennen oder er aufgrund seiner Herkunft gar fremd klingt. Aber ganz ehrlich: ihr seid die Eltern, ihr entscheidet! Noch einfacher macht ihr es euch, wenn ihr den Babynamen gar nicht in der Schwangerschaft verratet, sondern wartet, bis euer Baby geboren ist. Wir versprechen: Keiner wird dann auch nur ansatzweise euch gegenüber Zweifel am Namen äußern.
Die schönsten Vornamen