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Achtung, Bakterienalarm! 6 Dinge, die du DRINGEND ersetzen musst

von Inga Back Veröffentlicht am 18. Juli 2017
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Diese Sachen hat wirklich jeder im Haus - und kaum jemand merkt, dass sie längst in den Müll gehören.

Egal wie viel Mühe wir uns auch geben, es gibt bestimmte Dinge in jedem Haushalt, die wahre Bakterienherde sind. Teilweise können wir nichts dafür, manchmal sind wir aber auch wirklich selber Schuld - oder wie oft wascht und desinfiziert ihr eure Make-Up Pinsel?

Damit ihr in Zukunft ein paar Brutstätten für Keime ganz einfach aus eurem Haushalt verbannen könnt, haben wir für euch die 6 größten Bakterienparadiese in eurem Haushalt zusammengetragen.

1. Schneidebrettchen

Schneidebrettchen leben oft viele, viele Jahre in unserem Haushalt und wir kommen nie auf die Idee sie zu ersetzen. Meistens fliegen sie erst dann raus, wenn die Risse im Holz so tief werden, dass sie auseinander brechen. In der Zwischenzeit nutzen wir sie munter um Gemüse, Fleisch, Brot - eben alles mögliche - darauf zu schneiden und achten aber nicht ausreichend auf die Reinigung.

Mit der Zeit können sich also in den Rissen und Ritzen die Bakterien munter tummeln und vermehren. Besonders problematisch ist dies bei Plastik, da dort sogar Desinfektion nur kurzfristig Erfolg zeigt. Die solltet ihr am besten immer wieder ersetzen - bunte Flecken, die sich nicht mehr auswaschen lassen, sind ein guter Hinweis dafür, dass Brettchen zu entsorgen. Holzbretter sind entgegen aller Gerüchte oft hygienischer, da manche Holzarten wie zum Beispiel Kiefer als antibakteriell gelten - wichtig dafür ist allerdings, dass ihr die Holzbrettchen nach dem Waschen gut abtrocknet.

2. Kissen

Wie oft habt ihr schon euer Kopfkissen ersetzt? Aller Wahrscheinlichkeit nach: Noch nie. Damit seid ihr nicht alleine, und dass obwohl sich in unseren Kissen ganze Ökosysteme finden. Durch Kissen laufen mit der Zeit hunderte Liter Schweiß. Da unser Kopf darauf liegt, werden sie warm gehalten und Hautschuppen und Milben machen den Rest. Es herrschen folglich paradiesische Bedingungen für Keime und Pilze. Dabei ist es egal, ob ihr auf synthetischen Fasern oder Federn schlaft.

So können nicht nur Allergien entstehen, sondern auch Akne. Die gute Nachricht ist jedoch, dass man Kissen ja auch reinigen lassen kann. Mikrofaserkissen kann man sogar einfach in der Waschmaschine waschen.

3. Zahnbürsten

Eine Zahnbürste kann ganz einfach Millionen von Bakterien ansammeln: Sie entfernt schließlich Verschmutzungen aus unserem Mundraum und bleibt oft lange feucht. Prima Bedingungen also für die Vermehrung von Keimen. Bei Zahnbürsten hilft auch Reinigen nicht, die muss weg. Spätestens alle drei Monate solltet ihr sie wechseln, außer ihr merkt vorher schon, dass sich die Borsten nach außen wenden oder die Farbe der Borsten verblasst, dann ist es allerhöchste Zeit diese Zahnbürste in hohem Bogen in die Tonne zu werfen.

4. Schwämme

Schwämme sollten am besten jede Woche gewechselt oder gereinigt werden - und nein, Spülmittel reicht dazu nicht aus. Sonst reinigt ihr eure Oberflächen damit nicht mehr, sondern verteilt die Bakterien nur noch. Schließlich wischt ihr mit dem Schwamm Lebensmittelreste auf, die natürlich früher oder später anfangen würden zu verrotten. Die Keime, die ihr dabei aufgenommen habt, vermehren sich dann im Schwamm ins Millionenfache und können euch im schlimmsten Fall sogar krank machen. Wann immer ihr also etwas aufwischt oder spült, dass euch von vorneherein schaden könnte, wie beispielsweise schimmelige Reste, solltet ihr den entsprechenden Schwamm also sofort entsorgen. Selbst der Trick die Schwämme und Lappen in der Mikrowelle zu desinfizieren, ist auf Dauer keine Lösung.

5. Medizin

Nach jeder Erkältung häufen sich Tabletten, Tropfen, Sprays und Salben in unseren Medizinschränken und ganz oft bleiben sie dort einfach jahrelang unbenutzt liegen. Vor allem bereits geöffnete Salben oder Tropfen sind nur kurze Zeit verwendbar. Manchmal bemerken wir dann bei der nächsten Erkältung erst, dass die Hälfte der Produkte bereits das Haltbarkeitsdatum weit hinter sich gelassen haben. Gerade bei Medizin ist mit dem Haltbarkeitsdatum nicht zu spaßen. Natürlich verliert nicht jedes Medikament mit dem Ablauf der Mindesthaltbarkeit seine Wirksamkeit oder wird schädlich, aber wir als Nicht-Mediziner können diesen Grad nicht einschätzen. Daher gilt: Besser Vorsicht, als Nachsicht. Macht es doch zum Ritual nach jedem Frühjahrsputz einmal gründlich den Medizinschrank auszusortieren.

6. Kosmetik

Diejenige, die noch niemals Schminke über das Verfallsdatum hinaus behalten hat, möge den ersten Stein werfen. Wahrscheinlich haben wir alle diesen einen Lippenstift - oder auch zehn - den wir einfach lieben und von dem wir uns auch nach Jahren nicht trennen wollen. Oder man hat eine Kiste mit Lidschattenpaletten, die gar nicht so oft zum Einsatz kommen, das man sie schon nach nur einem halben Jahr (denn ja, genau das ist der empfohlene Zeitraum, wie lange man Lidschatten aufbewahren kann) entsorgen kann.

Das Problem dabei ist, dass auch wenn Kosmetik augenscheinlich noch vollkommen unbeschadet aussieht, sich darin Bakterien entwickeln können und gerade am Auge gibt es für diese so viele Möglichkeiten über die Schleimhäute unangenehme Entzündungen hervorzurufen, dass wir uns lieber an die Richtwerte oder auf der Verpackung aufgedruckten Angaben zur Haltbarkeit halten sollten. Das heißt für Eyeliner, Mascara und Lidschatten 3 bis 6 Monate und für Lippenstifte oder Puder ein Jahr.

Auch wenn der Trennungsschmerz quält, seid nicht zu knausrig beim Wegwerfen oder Austauschen, denn am Ende werdet ihr davon profitieren: Ihr habt endlich wieder Platz im Kosmetikschrank und braucht euch nicht mit Entzündungen und Co. rumärgern.

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