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Heizkosten sparen: Über 600 Euro mit DIESEN simplen Tricks!

Inga Back
von Inga Back Veröffentlicht am 5. Oktober 2018
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Langsam wird es wieder kälter und damit beginnt auch die Heizsaison. Satte 85 Prozent des Energieverbrauchs eines Haushalts machen Heizung und Warmwasser aus. Da lohnt es sich also, mal kräftig nach Sparpotenzial zu schauen! Wir haben für euch 9 einfache Tricks, mit denen ihr im Jahr super viel Geld beim Heizen sparen könnt!

Sobald es draußen kühl wird, wollen wir es in der Wohnung schön warm haben. Dann ist ein guter Zeitpunkt gekommen, um den eigenen Energieverbrauch mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft 'co2online' hat mehrere Tipps ermittelt, mit denen man Hunderte Euro im Jahr beim Heizen sparen kann - und dafür reichen schon wenige Handgriffe!

1. Fenster abdichten

Ersparnis bei einer Wohnung mit nur 7 Fenstern: 50 Euro pro Jahr.

Durch gekippte Fenster geht Wärme verloren, das dürfte wohl den meisten klar sein, wenn auch nicht in welchem Umfang. Doch dass uns auch durch geschlossene Fenster Wärme entwischt, dürfte vielen neu sein. Vor allem bei älteren Fenstern ist das der Fall. Wenn ihr mit Gas heizt und nur sieben Fenster in der Wohnung habt, verliert ihr schon 50 Euro pro Jahr. Mit jedem weiteren Fenster steigt der Verlust. Bei einem großen Haus kann das also weit über 100 Euro gehen.

Dabei lässt sich dieses Problem recht simpel beheben. Es reicht schon einfaches Dichtungsband, das ihr selbst in den Fensterrahmen einkleben könnt, um zu verhindern, dass die Wärme nach außen entweicht.

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2. Stoßlüften statt Fenster kippen

Ersparnis bei einer Wohnung mit 70 m²: 90 Euro pro Jahr.

Sind die Fenster permanent gekippt, findet auch ein konstanter Wärmeverlust durch das Fenster statt. Dadurch bezahlen wir für Wärme, die uns buchstäblich durch das Fenster entwischt. Zudem heizt sich die relativ trockene Frischluft, die von draußen kommt, schneller auf als die feuchte Raumluft. Der Raum wird nach dem Stoßlüften also schneller warm.

Tanja Loitz, die Geschäftsführerin von 'co2online' sagt dazu auch: "Ganz nebenbei verringert das richtige Lüften die Gefahr für Schimmel. Und auch das Klima profitiert, weil weniger CO2 durchs Heizen entsteht.“

3. Sparduschkopf benutzen

Ersparnis bei einem 2-Personen-Haushalt: 140 Euro pro Jahr.

Bei einer täglichen Dusche von etwa sechs Minuten kann ein 2-Personen-Haushalt übers Jahr 140 Euro für Warmwasser sparen. Der Sparduschkopf vermischt beim Duschen das Wasser mit Luft, wodurch der gleiche Wasserdruck erhalten bleibt, bei einem geringeren Warmwasserverbrauch.

Hier gibt's einen günstigen Sparduschkopf bei Amazon!

4. Elektronische Thermostate

Ersparnis bei einer Wohnung mit 70 m²: 60 Euro pro Jahr.

Wer es morgens gerne mollig warm hat, wenn er ins Bad kommt, muss dafür nicht die ganze Nacht über das Bad heizen. Elektronische Thermostate können auch dabei helfen, dass man nachts Heizkosten spart und morgens trotzdem auf angenehm warme Fliesen tritt. Viele von ihnen lassen sich sogar über Apps steuern, sodass man bequem von unterwegs die Temperatur im betreffenden Raum einstellen kann. Außerdem lassen sich auch bestimmte Programme einstellen, nach denen tagsüber, wenn alle außer Haus sind, die Heizungen runterfahren und eine Stunde bevor man nach Hause kommt wieder hochfahren.

Mann kann sogar ein programmierbares Thermostat-Set kaufen. Dieses enthält dann nicht nur programmierbare Thermostate, sondern auch Fensterkontakte, die die Heizkraft sofort herunterfahren, sobald das Fenster geöffnet wird.

Ein programmierbares Thermostat-System, das über eine App gesteuert wird, könnt ihr hier direkt bei Amazon bestellen.

5. Heizungsrohre dämmen

Ersparnis pro Meter: 14 Euro pro Jahr.

Wer ein eigenes Haus besitzt, kann auch sehr viel Geld alleine dadurch sparen, dass er seine Heizungsrohre dämmt. Ungedämmte Rohre heizen nämlich erstmal den Keller, bevor sie Wärme ins Haus transportieren. Pro laufendem Meter können das 14 Euro sein. In einem 110 m² großen Einfamilienhaus mit Gasheizung sind das pro Jahr rund 315 Euro.

6. Heizung optimieren

Ersparnis bei einem Einfamilienhaus: im Schnitt 190 Euro pro Jahr.

Schlecht eingestellte Heizungsanlagen und veraltete Heizungspumpen können ebenfalls richtig teuer werden. Ein Pumpentausch und ein hydraulischer Abgleich können bei einem Einfamilienhaus fast 200 Euro Ersparnis im Jahr ausmachen. Zudem werden beide Maßnahmen für Hausbesitzer vom Staat mit 30 Prozent gefördert.

7. Heizkosten berechnen

Wer sparen möchte, muss natürlich zuerst wissen, ob er mit seinen Heizkosten tatsächlich zu hoch liegt. Auf der Seite 'heizspiegel.de' können Mieter und Hauseigentümer prüfen, wo sie mit ihrem Verbrauch im Vergleich zu ähnlichen Haushalten stehen. Dafür braucht man lediglich einige Angaben aus der letzten Heizkostenabrechnung. Aus diesen ermitteln sich dann die Heizkosten pro Quadratmeter.

Pauschal lässt sich natürlich nicht sagen, in welcher Höhe die Heizkosten pro Quadratmeter normal wären. Die Heizkosten ermitteln sich immer aus der Heizungstechnik, dem Brennstoff, dem Zustand des Gebäudes, aber auch aus dem persönlichen Heizverhalten.

Der durchschnittliche Wert an Heizkosten pro Quadratmeter richtet sich aber stark nach dem Brennstoff. Fernwärme ist dabei mit 13,30 Euro pro Quadratmeter am teuersten, es folgt Erdgas mit 11,60 Euro und Heizöl und Holzpellets teilen sich mit 9,50 Euro den zweiten Platz. Am günstigsten ist Scheitholz mit 7,10 Euro (Stand 2016, www.heizspiegel.de).

8. Heizung richtig einstellen

Drehe ich die Heizung auf Stufe 5, wird es schnell sehr warm und drehe ich sie auf Stufe 2, habe ich eine angenehme Raumtemperatur - so sehen dies zumindest die meisten. Richtig ist es deswegen noch lange nicht. Meistens führt das nur dazu, dass die einzelnen Familienmitglieder wild zwischen sehr niedrigen und sehr hohen Stufen springen.

Tatsächlich können wir mit dem Temperaturregler gar nicht bestimmen, wie schnell es in einem Raum warm wird. Wir bestimmen lediglich, welche Temperatur am Ende erreicht werden soll. Hat der Raum die Temperatur erreicht, hält die Heizung diese nur noch. Wählen wir also Stufe 3, dann entspricht das üblicherweise einer Raumendtemperatur von circa 20 Grad.

Achtung: Ist die Heizung durch Möbel oder Vorhänge verdeckt, bleibt es kälter im Raum. Hier lässt sich also bereits Geld sparen, wenn die Heizungen freibleiben.

9. Welche Temperatur für welchen Raum?

Die einzelnen Stufen auf dem Thermostat geben die Temperatur an, auf die der Raum geheizt werden soll. Dabei dient die Stufe mit dem Stern meist nur dem Frostschutz und geht nicht über 5 Grad, Stufe 1 entspricht etwa 12 Grad und Stufe 2 etwa 16 Grad. Erst bei Stufe 3 kommen wir auf 20 Grad Celsius und somit in den angenehmen Bereich, der sich etwa fürs Wohnzimmer eignet.

Die einzelnen Striche zwischen den Stufen auf dem Thermostat an der Heizung stehen im Übrigen für je 1 Grad. In Räumen wie der Küche oder dem Schlafzimmer erreichen wir also mit Stufe 2,5 eine angenehme Raumtemperatur.
Im Bad haben es die meisten Menschen gerne wärmer. Hier kann man ruhig auf Stufe 3,5 oder sogar 4 gehen. Damit erreicht man bis zu 24 Grad.

Tipp: Unter 16 Grad (also Stufe 2) sollte man die Raumtemperatur nicht fallen lassen, da sonst die Gefahr besteht, dass sich Schimmel verbreitet.

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