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Monstera pflegen: So macht ihr die Zimmerpflanze glücklich

von Nicola Pohl Veröffentlicht am 17. November 2019

Ihr habt keinen grünen Daumen? Wir verraten euch, wie ihr eure Monstera pflegen müsst, damit sie richtig gut wächst.

Die Monstera zählt zu den beliebtesten Zimmerpflanzen und sorgt schon seit den 70er Jahren, wo sie einen ersten Hype hatte, für Grün in unseren Wohnungen. Kein Wunder, denn die Monstera ist mit ihren eingeschlitzten Blättern ein Hingucker in jedem Zimmer und kann bei richtiger Pflege eine wirklich stattliche Größe erreichen.

Es ist nicht schwer, die Monstera zu pflegen, denn sie verzeiht einem selbst den ein oder anderen Pflegefehler und ist damit auch für Menschen geeignet, die sich nicht allzu gut mit Pflanzen auskennen. Unter guten Bedingungen wächst sie schnell, aber auch mit weniger Licht gibt sie sich zufrieden. Klingt nach der perfekten Zimmerpflanze oder?

Wir erklären euch, wie ihr eure Monstera pflegen könnt, sodass sie ab sofort super gedeihen wird. Wir verraten euch den besten Monstera-Standort sowie Tipps zum Gießen, Düngen, Umtopfen und Vermehren. Und wir zeigen, woran ihr Pflegefehler und Krankheiten erkennen und bekämpfen könnt.

Monstera deliciosa Pflege

Die Monstera deliciosa (auch Fensterblatt genannt) ist eine immergrüne tropische Pflanze, die ursprünglich aus den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas stammt. In ihrer Heimat wächst sie als Kletterpflanze an Bäumen und Ästen empor, wobei ihre Luftwurzeln sich an der Baumrinde festhalten.

Generell ist die Monstera auch für Anfänger geeignet, denn sie ist in der Pflege recht unkompliziert. Um sie als Zimmerpflanze glücklich zu machen, solltet ihr bei der Monstera-Pflege vor allem darauf achten, die Bedingungen ihrer ursprünglichen Heimat zu immitieren.

Das heißt: eine hohe Luftfeuchtigkeit, eine durchlässige und nicht zu nasse Erde, warme Temperaturen, helles Licht, ohne direkte Sonneneinstrahlung, und eine Rankhilfe.

Aber Achtung, fühlt sich eure Monstera erstmal wohl, kann sie nicht nur ganz schön in die Höhe wachsen, sondern auch riesige, auslandende Blätter ausbilden. Ihr solltet also genügend Platz haben. Erst mit zunehmendem Alter und bei genügend Licht bildet die Monster außerdem die charakteristischen Einschnitte ihrer Blätter aus.

Wichtig für alle Haustierbesitzer: Für Katzen beispielsweise ist die Monstera giftig. Mehr zum Thema erfahrt ihr hier: Giftige Pflanzen für Katzen.

Monstera-Standort

Am besten solltet ihr die Monstera an einem hellen Standort pflegen. Wichtig dabei ist, dass es sich um helles, indirektes Licht handelt. Pralle Sonne verträgt die Monstera gar nicht und ihr solltet sie unbedingt davor schützen. Ein Standort direkt am Südfenster ist deswegen Tabu. Während der Wintermonate, wenn ohnehin nur wenig Licht zur Verfügung steht, kann die Monstera auch etwas Wintersonne abbekommen.

Der Raum, in dem ihr die Monstera stehen habt, sollte außerdem stets Temperaturen um die 20 Grad haben. Kälter sollte es über einen längeren Zeitraum nicht sein. Temperaturen über 20 Grad verträgt die Monstera hingegen gut.

Wichtig für ein gesundes Wachstum ist außerdem eine Rankhilfe wie ein Moosstab. Sobald die Monstera größer wird, möchte sie nämlich nach oben klettern. Ein Rankstab gibt ihren Luftwurzeln nicht nur Halt, sondern ihr werdet auch schnell merken, dass die Blätter beginnen, größer zu werden.

Als tropische Pflanzen bevorzugen Monsteras außerdem eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die Luftfeuchtigkeit in eurer Wohnung könnt ihr gut durch ein Hygrometer überprüfen (hier bei Amazon). Monsteras fühlen sich bei einer Luftfeuchtigkeit von mindestens 50–60 Prozent wohl und sollten regelmäßig mit kalkfreiem Wasser besprüht werden. Auch ein Luftbefeuchter kann helfen, das Raumklima zu verbessern.

Monstera gießen

Beim Monstera pflegen solltet ihr in jedem Fall Staunässe vermeiden. Zu nasse Erde kann die Monstera nämlich gar nicht leiden und es kommt schnell zur Wurzelfäulnis. Austrocknen lassen, solltet ihr die Erde aber auch nicht.

Optimal ist es, wenn ihr die Erde stets leicht feucht haltet und erst wieder gießt, wenn die oberste Erdschicht bereits trocken ist. Zum Gießen verwendet ihr am besten Regenwasser oder Leitungswasser (gefiltertet, falls das Wasser bei euch sehr kalkhaltig ist).

Um zu überprüfen, ob ihr eure Monsta gießen müsst, könnt ihr einfach einen Finger in die Erde stecken und fühlen, ob die Erde sich noch feucht anfühlt. Gerade bei großen Pflanzen reicht das aber meist nicht aus. Besser sind Feuchtigkeitsmesser (hier bei Amazon), die bis nach unten in den Topf gesteckt werden können und euch anzeigen, ob die Erde bereits trocken ist.

Monstera deliciosa Luftwurzeln

Mit zunehmenden Alter bilden Monsteras lange Luftwurzeln aus. Diese haften aber nicht nur am Rankstab, sondern wachsen auch nach unten. Viele fragen sich deshalb: Monstera Luftwurzeln abschneiden – ja oder nein?

Die Luftwurzeln nutzt die Monstera nicht nur zum Klettern, sondern auch zur Aufnahme von Wasser und Nährstoffen. Schneidet ihr die Wurzeln ab, nehmt ihr der Pflanze eine ihrer Möglichkeiten, sich zu versorgen. Bei gesunden Pflanzen ist das zwar nicht sonderlich schlimm. Wenn euch die Luftwurzeln stören, solltet ihr sie aber lieber direkt in die Erde des Topfes umleiten, denn dort entwickeln sie sich zu ganz normalen Wurzeln.

Monstera düngen

Während der Hauptwachstumsperiode von März bis Oktober könnt ihr eure Monstera alle zwei Wochen mit einem Grünpflanzendünger versorgen.

Während der Wintermonate düngt ihr am besten insgesamt nur ein bis zwei Mal. Wegen des fehlenden Lichts wachsen zu dieser Zeit alle Pflanzen langsamer und brauchen dadurch auch weniger Nährstoffe.

Monstera schneiden

Aufgrund ihres schnellen Wachstums kann die Monstera uns schneller über den Kopf wachsen, als uns lieb ist. Spätestens, wenn sie die Zimmerdecke erreicht hat, wird es deshalb Zeit für einen Rückschnitt. Auch radikale Rückschnitte verträgt die Monstera problemlos. Der beste Zeitpunkt dafür ist der Frühling.

Monstera vermehren

Die abgeschnittenen Pflanzenteile lassen sich gut zur Vermehrung nutzen. Die Monstera-Ableger sollten im besten Fall mindestens ein Blatt sowie eine Luftwurzel haben. Lasst die Schnittstellen anschließend etwas antrocknen und stellt die Ableger dann in eine Vase mit Wasser. Aus den Luftwurzeln bilden sich so schnell neue Wurzeln.

Monstera umtopfen

Das regelmäßige Umtopfen der Monstera ist für ein gutes Wachstum wichtig. Der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen ist im Frühling, sobald der alte Topf zu klein geworden ist. Ein guter Indikator ist es, wenn ihr einen Blick unter den Topf werft und dort bereits Wurzeln aus den Abflusslöchern heraus wachsen.

Nehmt zum Umtopfen die Monstera aus dem alten Topf und entfernt abgestorbene Wurzeln. Gesunde Wurzeln sind hell und fest. Braune, weiche Wurzeln werden entfernt. Besonders wohl fühlen sich Monsteras in einem lockeren Erdgemisch. Dafür könnt ihr selbst ein Substrat aus normaler Grünpflanzenerde anmischen, das ihr zum Beispiel mit Pinienborke oder Pon auflockert. Notfalls tut es auch einfache Pflanzenerde aus dem Gartencenter.

Und so klappt das Monstera-Umtopfen: Der neue Plastiktopf sollte ein bis zwei Nummern größer sein. Gebt eine Schicht Blähton auf den Boden des neuen Topfes (als Drainage) und füllt etwas Erde ein. Nehmt danach eure Monstera aus dem alten Topf und setzt sie in den neuen Topf. Die Lücken füllt ihr mit frischer Erde auf.

Monstera pflegen: Krankheiten und Pflegefehler erkennen

Trotz aller Mühe kann es beim Pflegen der Monstera manchmal zu Symptomen kommen, die wir uns nicht erklären können. Eure Monstera hat gelbe Blätter, braune Spitzen oder Flecken? Wir klären auf, was es damit auf sich hat und was ihr dagegen tun könnt.

Warum bekommt die Monstera gelbe Blätter?

Kommt es zu gelben Blättern an eurer Monstera, kann das verschiedene Gründe haben. Am besten geht ihr hier nach dem Ausschlussverfahren vor, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Die häufigsten Auslöser sind:

  • Staunässe (zu viel gegossen, sehr nasse Erde)
  • Wassermangel
  • Falsches Düngen (Nährstoffmangel, weil nicht gedüngt wurde oder zu oft gedüngt)
  • Zu viel Sonne
  • Zu wenig Licht (häufig im Winter)
  • Schädlinge

Das könnt ihr tun
Staunässe: Nehmt die Pflanze aus dem Topf. Sind die Wurzeln braun und matschig, entfernt alle toten Pflanzenteile und lasst nur die gesunden Wurzeln übrig. Setzt die Pflanze anschließend in frische Erde.

Wassermangel: Gießt eure Monstera in Zukunft regelmäßig mit ausreichend Wasser. Vermeidet es nur selten, aber dann extrem viel zu gießen.

Falsches Düngen: Während der Hauptwachstumszeit braucht eure Monstera regelmäßig Dünger. Haltet euch an die Dosierungsempfehlung auf der Produktverpackung. Ist die Dosis zu hoch, kann das sonst die Wurzeln schädigen.

Zu viel Sonne: Pralle Sonne mögen Monsteras überhaupt nicht. Die Folge ist ein Sonnenbrand. Stellt eure Monstera lieber an einen hellen Ort, ohne direkte Sonne.

Zu wenig Licht: Zwar kommen Monsteras auch recht gut mit dunkleren Standorten zurecht, doch vor allem im Winter ist das Licht sehr schwach, wenn eine Pflanze nicht in unmittelbarer Nähe zum Fenster steht. Stellt eure Monstera also an einen helleren Standort.

Schädlinge: Kontrolliert die Blattober und -unterseiten sowie die Blattachseln ganz genau. Häufig sind Schädlinge mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Seht ihr kleine Punkte oder Spinnweben, ist das ein Indiz für Schädlinge. Duscht eure Pflanze kräftig ab und behandelt die Blätter zum Beispiel mit Neem-Öl. Hilft das nicht, gibt es auch chemische Schädlingsmittel.

Warum bekommt die Monstera braune Spitzen?

Monsteras sind tropische Pflanzen und stammen daher aus Regenwaldgebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit. Ist die Luft bei euch in der Wohnung zu trocken, entstehen braune Spitzen und Ränder an den Blättern eurer Monstera.

Das könnt ihr tun: Besprüht eure Monstera vor allem im Winter regelmäßig mit kalkfreiem Wasser oder legt euch direkt einen Luftbefeuchter zu.

Warum bekommt die Monstera braune Flecken?

Die häufigsten Ursachen für braune Flecken an der Monstera sind Zugluft oder Kälte. Als tropische Pflanze mag die Monstera keine kalten Temperaturen. Kalte Zugluft beim Lüften und die daraus resultierenden Temperaturschwankungen können an der Monstera braune Flecken auslösen.

Das könnt ihr tun: Stellt die Monstera in einen warmen Raum und haltet sie von Zugluft fern.

Etwas seltener, aber ebenfalls eine mögliche Ursache, falls ein falscher Standort ausgeschlossen werden kann, ist die sogenannte Augenfleckenkrankheit (Spilocaea oleagina).

Das könnt ihr tun: Zum Bekämpfen der Pilzinfektion könnt ihr betroffene Blätter abschneiden und entsorgen. Desinfiziert euer Werkzeug vor jedem neuen Schnitt gründlich. Falls das nicht hilft oder der Befall bereits groß ist, kann ein Fungizid helfen.

Monstera-Arten richtig pflegen

Auch wenn die meisten von uns nur "die Monstera" kennen, gehören zu der Pflanzengruppe über 40 weitere Arten. Von der Pflege her ähneln sie sich alle, dennoch werden nur wenige von ihnen als Zimmerpflanzen gehalten. Wir verraten euch einige der häufigsten Monstera-Arten und wie ihr sie pflegen müsst.

Monstera deliciosa "Borsigiana" pflegen
Diese Monstera sieht der gewöhnlichen Monstera deliciosa zum Verwechseln ähnlich. Der einzige direkt erkennbare Unterschied ist, dass ihre Blätter meist etwas kleiner bleiben und sie deswegen nicht so viel Platz in Anspruch nimmt. Die "Borsigiana" pflegt ihr so wie die gewöhnliche Monstera deliciosa.

Monstera Variegata pflegen
Die Blätter der Monstera Variegata sind weiß panaschiert. Jedes Blatt sieht anders aus und macht die Pflanze damit zu einem echten Unikat. Auch die Monstera Variegata zu pflegen ist recht einfach. Sie ist allerdings etwas empfindlicher als ihre grüne Schwester. Das heißt: Gut aufpassen beim Gießen und Sonne vermeiden. Insgesamt sollte sie sehr hell stehen, weil sie mit dunklen Plätzen nicht gut klar kommt.

Monstera adansonii Pflege
Die Monstera adansonii hat eine andere Blattform als die gewöhnliche Monstera deliciosa, aber zeichnet sich ebenfalls durch Löcher in ihren Blättern aus. Insgesamt bleibt sie viel kleinwüchsiger als die Monstera deliciosa, die Pflege ist allerdings leicht.

Monstera tetrasperma Pflege
Die Monstera tetrasperma hat ebenfalls charakteristische Blatteinschnitte, aber unterscheidet sich in ihrer Form von der großen Monstera deliciosa. Sie bleibt insgesamt kleinwüchsiger, ist aber genauso leicht zu pflegen.

Monstera standleyana Pflege
Die Blätter der Monstera standleyana sind länglich, tiefgrün und mit weißer Panaschierung. Auch sie bleibt in ihrer Größe deutlich kleiner als die Monstera deliciosa. Die Monstera standleyana pflegt man ähnlich wie die Monstera Variegata.

Monstera Thai Constellation und Monstera aurea Pflege
Diese beiden Monstera-Arten sind sehr selten und keine üblichen Zimmerpflanzen. Dennoch erfreuen auch sie sich immer größerem Interesse. Während die Monstera aurea eine gelbe Panaschierung besitzt, sind die Blätter der Monstera Thai Constellation weiß bis cremefarben gesprenkelt. Die Monstera-Pflege gleicht der der Monstera Variegata.

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von Nicola Pohl