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Schmuck reinigen: Die besten Tipps und Hausmittel

von Inga Back Veröffentlicht am 9. Februar 2019
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Euer Schmuck ist angelaufen? Wir verraten euch, wie ihr euren Gold- und Silberschmuck reinigen könnt und welche Hausmittel eure Schmuckstücke wieder zum Glänzen bringen.

Gerade von teurem Schmuck erhoffen wir uns, dass er ein Leben lang hält. Besondere Teile haben wir vielleicht sogar geerbt oder träumen davon, sie selbst einmal zu vererben. Damit der Schmuck so lange schön bleibt, braucht es jedoch ein bisschen Pflege. Selbst hochwertige Materialien müssen von Zeit zu Zeit gereinigt werden.

Man kann jedoch beim Reinigen von Schmuck auch so einiges falsch machen. Denn nicht jedes Schmuckstück kann gleich behandelt werden. Wir haben für euch die wichtigsten Tipps und Tricks zusammengefasst.

Goldschmuck reinigen

Gold ist eigentlich ein sehr robustes Edelmetall. Da es sehr weich ist, wird es jedoch mit anderen Metallen gemischt, um es zu Schmuck zu verarbeiten. Daher gibt es 333, 585, 750 und 999 Legierungen.

Als Faustregel kann man sich merken: Je niedriger der Goldanteil ist, desto schneller läuft der Goldschmuck an. Dementsprechend müssen Schmückstücke, die eine 333er Legierung haben, häufiger gereinigt werden als 750er Goldschmuck.

Da Gold ein sehr weiches Metall ist, muss bei der Reinigung darauf geachtet werden, dass diese besonders schonend ist. Geht ihr mit harten Borsten an eure Goldstücke, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Kratzer entstehen.

Am besten reinigt ihr Goldschmuck in einer ganz einfachen Seifenlauge. Gebt etwas Seife oder Spülmittel in warmes Wasser und lasst euren Goldschmuck einige Minuten darin liegen. Danach könnt ihr den Schmuck mit lauwarmem Wasser abspülen und mit einem weichen Mikrofasertuch abtrocknen. Wer möchte, kann seinen Goldschmuck anschließend mit Hirschleder aufpolieren - für eine extra Portion Glanz.

Profi-Tipp: Schmuck reinigen mit Ultraschall

Wenn ihr keine Zeit oder keine Lust habt, euren Schmuck von Hand zu reinigen, dann empfehlen wir euch einen Ultraschallreiniger. Das Gerät, das übrigens auch Optiker oder Juweliere verwenden, funktioniert mit Wasser und ist deshalb besonders schonend. Und das Beste: Ihr bekommt darin auch eure Brille oder Uhren aus Edelstahl wieder blitzsauber.

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Goldschmuck reinigen mit Hausmitteln

Zahnpasta oder Gebissreiniger: Angelaufenes Gold glänzt wieder, wenn es über Nacht in einem Glas mit Gebissreiniger eingelegt wird. Alternativ kann man den Goldschmuck auch mit Zahnpasta und einer sehr weichen Bürste reinigen. Hier gilt jedoch Vorsicht vor Zahnpasta, die extra weiße Zähne verspricht. Diese enthalten oftmals Mikroplastik, das für unschöne Kratzer im Gold sorgen könnte.

Backpulver: Auch Backpulver eignet sich um angelaufenes Gold zu reinigen. Dafür muss man lediglich das Backpulver mit einem Mikrofasertuch auf dem Schmuck verteilen und anschließend alles abspülen.

Silberschmuck reinigen

Silber ist ebenfalls ein sehr weiches Metall und bedarf daher ähnlich sanfter Reinigung wie Gold. Bei leichten Verfärbungen oder Verschmutzung reicht also eine Seifenlauge und die Behandlung mit einer weichen Zahnbürste. Danach wir der Schmuck mit einem weichen Tuch getrocknet.

Silber läuft allerdings deutlich schneller als Gold an, vor allem wenn es nicht häufiger in Gebrauch ist. Hat sich eine Patina um Silber gelegt, so handelt es sich um Silbersulfid, eine Verbindung von Sauerstoff und Schwefelwasserstoff aus der Luft.

Um dieses zu entfernen eignen sich Silberbäder, -pasten oder auch spezielle Silberputztücher. Sie enthalten Stoffe, die das Silbersulfid vom Schmuck trennen. Der Vorteil bei Bädern ist, dass der Wirkstoff bis in die kleinsten Ritzen im Schmuck vordringen kann, die man mit Tüchern nicht erreichen könnte.

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Silberschmuck reinigen mit Hausmitteln

Zitronensäure: Gebt Zitronensäure in eine Schüssel und taucht eine weiche Zahnbürste hinein. Anschließend putzt ihr mit der Zahnbürste euren Silberschmuck und spült anschließend mit klarem Wasser die Zitronensäure ab. Für einen verstärkten Effekt könnt ihr auch etwas Natron hinzugeben. Am Ende der Reinigung steht wieder das Abtrocknen und Aufpolieren des Schmucks.

Backpulver: Die Reinigung mit Backpulver funktioniert ganz ähnlich. Vermischt etwas Wasser mit Backpulver und reibt es mit einer weichen Bürste auf euren Schmuck. Nach einer Einwirkzeit von etwa 30 Minuten könnt ihr alles abspülen, trocknen und polieren.

Angelaufenes Silber reinigen

Wer keine speziellen Renigungsprodukte für Silber im Haus hat, aber dennoch angelaufenes Silber wieder glänzend sehen möchte, kann auch zu Alufolie und Salz greifen. Legt dafür euren Schmuck zusammen mit Alufolie in ein heißes Wasserbad mit Salz. Das Aluminium verbindet sich dann mit dem Schwefelwasserstoff. Die Alufolie verfärbt sich und euer Silberschmuck glänzt wieder.

Achtung! Die Reinigung mit heißem Wasser bietet sich nur dann an, wenn ihr reinen Silberschmuck reinigen möchtet. Schmuckstücke mit Edelsteinen vertragen derartige Temperaturschwankungen oft nicht.

Schmuck mit Edelsteinen reinigen

Wenn es um Edelsteinschmuck geht, muss man bei der Reinigung sehr vorsichtig vorgehen. Aggressive Reiniger, heißes Wasser, aber auch Hausmittel können die Steine beschädigen. Man muss dabei jedoch unterscheiden, um welche Art Edelstein es sich handelt.

Früher hat man oftmals in Halbedelsteine und Edelsteine unterschieden. Inzwischen macht man diese Unterscheidung nicht mehr. Sie werden meist unter dem Begriff Schmucksteine zusammengefasst, aber sehr wohl in harte oder weiche Edelsteine unterschieden. Es gibt also weiche Edelsteine, die besonders empfindlich reagieren, und harte Edelsteine, die deutlich robuster sind.

Weiche Edelsteine reinigen: Bei weichen Edelsteinen sollte man prinzipiell die Finger von heißem Wasser und Reinigungsmitteln lassen. Sie sind wirklich empfindlich und können sogar bei normaler Seife bereits Schaden nehmen. Am besten reinigt ihr sie mit einer ganz weichen Zahnbürste und lauwarmem Wasser. Anschließend trocknet ihr den Schmuck mit einem weichen Tuch ab.

Weiche Edelsteine sind zum Beispiel: Bernstein,Opal, Mondstein, Türkis, Koralle, Lapis Lazuli uvm.

Nicht immer, aber oftmals sind die Steine, die früher als Halbedelsteine bezeichnet wurden, weiche Edelsteine. Dies kann also bereits ein Indiz dafür sein, wie der Schmuckstein gereinigt werden sollte. Im Zweifel lohnt sich ein Blick auf die so genannte Mohshärte des Steins. Ein Wert unter 7 gilt als weich. Die darüberliegenden Werte bis 10 gelten als hart. Das härteste Mineral ist der Diamant mit einer Mohshärte von 10.

Harte Edelsteine reinigen: Robustere, harte Edelsteine kann man für ein paar Minuten in lauwarmes Wasser mit etwas mildem Spülmittel geben. Zwischenräume in der Fassung können vorsichtig mit einer Zahnbürste mit weichen Borsten gereinigt werden. Anschließend wird das Schmuckstück mit lauwarmem Wasserabgespült, mit einem weichen Tuch getrocknet und dann aufpoliert.

Harte Edelsteine sind zum Beispiel: Diamant, Saphir, Rubin, Aquamarin, Topas, Rosenquarz, Amethyst uvm.

Tipp: Wer sich unsicher ist, sollte jeden Edelstein wie einen weichen Edelstein behandeln. Nutzt also einfach lauwarmes Wasser und eine ganz weiche Zahnbürste zur Reinigung. Meistens reicht diese Methode vollkommen aus. Erst wenn ihr versucht habt, euren Schmuck so zu reinigen und gescheitert seid, solltet ihr spezielle Reiniger in Betracht ziehen.

Perlenschmuck reinigen

Perlen oder auch Perlmutt gehören ebenfalls zu den empfindlichen Schmuckstücken. Zudem ist ihre Oberfläche säureemfpindlich, sodass auf der Haut liegender Schweiß die Schmuckstücke auf Dauer angreift. Perlen reagieren zudem empfindlich auf Feuchtigkeit. Sind sie nicht feucht genug, entstehen Risse, sind sie zu feucht, quellen sie auf und verlieren ihre Form.

Der beste Tipp zur Reinigung ist daher tatsächlich die Prävention. Perlen sollten beim Friseur oder an heißen Tagen, an denen man viel Zeit in der Sonne verbringt, am besten gar nicht getragen werden. Auch beim Duschen oder Baden sollte Perlenschmuck ausgezogen werden. Mit Chlor- oder Salzwasser dürfen Perlen ebenfalls nie in Berührung kommen.

Perlenschmuck sollte aber dennoch regelmäßig getragen werden, damit die Perlen mit ausreichend Luftfeuchtigkeit versorgt werden. Anschließend sollte der Schmuck auf einer weichen Unterlage separat von anderem Schmuck gelagert werden.

Die beste Methode, um Perlenschmuck zu reinigen, ist ein weiches Tuch. Poliert die Perlen mit einem trockenen, weichen Mikrofasertuch auf. Für die meisten Verschmutzung reicht dies vollkommen aus. Wer um eine nasse Reinigung nicht herum kommt, sollte klares Wasser verwenden und die Perlen anschließend auf einem Handtuch trocknen lassen. Die Perlenseide kann sonst im nassen Zustand reißen.

Professionelle Schmuckreinigung

Bei besonders hochwertigem Schmuck empfiehlt sich oftmals eine professionelle Reinigung. So kann man sich sicher sein, dass der Schmuck nicht beschädigt wird und anschließend wieder aussieht wie neu. Juweliere und auch viele Optiker bieten eine professionelle Schmuckreinigung zum kleinen Preis an.

Bei schwer verschmutztem oder zerkratztem Schmuck kann man auch über eine Aufbereitung beim Juwelier nachdenken. Ruft dafür am besten beim Juwelier eures Vertrauens an und lasst euch beraten.

DIESE Dinge solltest du immer gebraucht kaufen:

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