Home / Fashion & Beauty / Haare & Frisuren / Haare selber färben: Achtung! Das sind die 7 häufigsten Fehler!

Fashion & Beauty

Haare selber färben: Achtung! Das sind die 7 häufigsten Fehler!

Ga-Young Park
von Ga-Young Park Veröffentlicht am 9. Mai 2016
240 mal geteilt

Ihr möchtet eine neue Haarfarbe ausprobieren oder eure alte auffrischen? Wenn ihr statt zum Friseur zu gehen, eure Haare selber färben möchtet, solltet ihr DAS wissen!

Blond, Braun, Rot - egal, welche Haarfarbe uns Mutter Natur geschenkt hat, irgendwann steht jeder Frau der Sinn nach einem Farbwechsel. Der Gang zum Friseur ist natürlich die einfachste, aber nicht unbedingt die preiswerteste Lösung. Günstiger ist es, die Haare zu Hause selber zu färben.

Doch auch wenn die DIY-Produkte alle „einfache Anwendung“ versprechen, kann einiges schief gehen. Wir zeigen euch die sieben häufigsten Färbe-Fallen und geben euch Tipps, wie ihr sie vermeiden könnt.

Färbe-Falle Nummer 1: Ausgangshaarfarbe falsch einschätzen

Hell- oder Mittelbraun? Oder doch Dunkelblond? Vielen Frauen fällt es schwer, ihre eigene Haarfarbe richtig zu bestimmen und schätzen sie zu dunkel ein. Damit das Färbeergebnis wie gewünscht ausfällt, ist es wichtig, dass die Ausgangshaarfarbe stimmt. Nur dann wird aus Mittelblond auch wirklich Haselnussbraun.

So vermeidet ihr die Falle: Vergleicht die Haarfarbe (egal ob gefärbt oder Natur) mit den Abbildungen von Haarsträhnen, die auf den meisten Verpackungen von Färbemitteln abgebildet sind. Das ist schon mal ein guter Anhaltspunkt.

Taucht die Ausgangshaarfarbe dort gar nicht auf, solltet ihr die Finger von diesem Produkt lassen und nach einer Alternative suchen. Falls ihr euch unsicher seid, solltet ihr den Friseur eures Vertrauens fragen, was eure Haarfarbe ist - ihr müsst ihm ja nicht gleich verraten, dass ihr lieber zuhause als bei ihm färbt.

Färbe-Falle Nr. 2: Zu hohe Erwartungen

Einmal blond sein - das war schon lange euer Traum! Doch statt nach Marilyn Monroe sieht euer Haar jetzt eher nach Pipi Langstrumpf aus. Es ist orange und das noch nicht mal gleichmäßig, sondern fleckig.

So vermeidet ihr die Falle: Mit Färbeprodukten für zuhause lassen sich tolle Ergebnisse erzielen. Doch nicht jeder Farbwunsch kann im eigenen Badezimmer realisiert werden. Extreme Farbwechsel erfordern eine genaue Analyse der Haarstruktur und ein fundiertes Wissen über die chemischen Prozesse, die beim Färben ablaufen. Wer sein Haar selbst blondiert, läuft Gefahr, dass das Produkt zu lange einwirkt (das schädigt das Haar zusätzlich) oder zu kurz (die Folge: Orange!).

Sucht daher den Friseur eures Vertrauens auf, wenn ihr Strähnchen, den "Ombré"-Look oder radikale Farbwechsel wollt. Wenn ihr nur euren Naturton um ein, zwei Nuancen verändern oder einen grauen Ansatz überfärben möchtet, könnt ihr das auch zuhause tun.

Färbe-Falle Nr. 3: Schlechte Vorbereitung

Ihr habt euch ein Haarfärbemittel für zuhause gekauft und würdet am liebsten sofort loslegen - dauert ja schließlich nicht lange. Schnell ein altes Handtuch um die Schultern, schon kann’s losgehen... Stopp!

Habt ihr nicht wichtige Dinge vergessen, wie Haarklammern, einen Kamm und einen Wecker? Ärgerlich! Denn ist die Haarfarbe erst mal gemixt, ist keine Zeit mehr fürs Herumsuchen, schließlich muss sie sofort aufgetragen werden...

So geht’s besser: Nehmt euch vor dem Haare selber färben Zeit für eine gute Vorbereitung. Stellt sicher, dass folgende Hilfsmittel griffbereit sind:

> Färbepinsel: erleichtert das Auftragen, vor allem wenn ihr nur den Ansatz färben möchtet
> Haarklammern (aus Plastik!) und Stilkamm: ermöglichen das Abteilen und Fixieren einzelner Strähnen
> altes Handtuch und alte Kleidung: Damit gibt's keine fiesen Farbflecken!
> Küchenwecker oder eingestellter Handyalarm: hilft dabei, die Einwirkzeit genau einzuhalten
> Vaseline: verhindert Verfärbungen der Haut

Färbe-Falle Nr. 5: Zu wenig Färbemittel

Dabei habt ihr alles so gut vorbereitet: Das alte Handtuch und den Küchenwecker zum Stoppen der Zeit bereit gelegt, die Vaseline als Schutz auf die Haut aufgetragen ... und jetzt das: Beim Auftragen merkt ihr, dass das Färbemittel nicht ausreicht! Am Ansatz habt ihr noch großzügig dosiert, jetzt wird es für die Längen knapp. Die Folge kann sein: Das Färbeergebnis wird unregelmäßig, da nicht alle Partien gleich stark mit der Farbe in Kontakt kamen.

So vermeidet ihr diese Falle: Ihr habt kurzes Haar? Diese Färbefalle bleibt euch dann garantiert erspart. Doch spätestens ab Schulterlänge braucht ihr zwei Packungen Färbemittel, um beim Auftragen nicht in die Bredouille zu kommen. Mischt die zweite Packung auch gleich an, damit ihr sie ohne großen Zeitverlust einsetzen können.

Klar, wer seine Haare selber färben will, tut das häufig um Geld zu sparen. Geizt aber nicht bei der zweiten Packung, sonst bringt auch die erste nicht das Ergebnis, das ihr euch wünscht.

​Färbe-Falle Nr. 4: Pflanzenfarben vs. Chemiefarben

Ihr wart euch so sicher, dass ihr mit dieser Farbe richtig liegt. Doch irgendwie ist das helle Braun, das ihr wolltet, ganz unregelmäßig ausgefallen. Nur die oberen zehn Zentimeter haben die richtige Farbe, in den Längen hat sich rein gar nichts getan.

So vermeiden ihr dieses Problem: Naturhaarfarben mit Henna oder Extrakten aus Walnussschalen färben das Haar nach einem anderen Wirkprinzip als chemische Haarfarben. Manche Naturhaarfarben enthalten zudem Metallsalze, um den Färbeprozess zu intensivieren. Das wäre an sich kein Problem, das Gemeine ist nur: Haare, die einmal mit Naturhaarfarben gefärbt wurden, dürfen anschließend nicht wieder mit chemischen Färbemitteln behandelt werden.

Wartet mit chemischer Farbe unbedingt, bis das mit Naturfarben colorierte Haar komplett herausgewachsen bzw. abgeschnitten wurde. Ansonsten ist das Ergebnis unberechenbar, bei einer Blondierung kann es sogar zu einem dauerhaften Grünstich kommen.

​Färbe-Falle Nr. 6: Das ganze Haar färben

Spätestens, wenn sich die ersten grauen Haare zeigen, greifen viele Frauen zum Färbemittel. Ist der Großteil der Haare bereits ergraut, beginnt der Kampf gegen den Ansatz. Viele Frauen begehen dabei den Fehler, nicht nur den ungeliebten Silberstreif, sondern das komplette Haar zu färben. Das Farbergebnis fällt dann häufig unregelmäßig aus: Der Ansatz ist zwar nicht mehr grau, hat aber dennoch eine andere Farbe als das restliche Haar. Eine geschickte Tarnung ergrauter Partien sieht anders aus.

So vermeidet ihr dieses Problem: Beim Ansatzfärben hilft dieser Trick: Massiert in die Längen bzw. in alle Partien, die noch eure Wunschfarbe haben, etwas Haarspülung. Sie legt sich wie ein Film ums Haar und verhindert den unmittelbaren Kontakt mit der Coloration.

Tragt dann mit einem Färbepinsel die Farbe nur am Ansatz auf. Gebt erst in den letzten zwölf Minuten der Einwirkzeit auch in die Längen Färbemittel. Damit wird eure Farbe aufgefrischt, ohne jedoch zu stark auszufallen. Spült nach Ablauf der Einwirkzeit euer Haar aus und behandelt es wie in der Anleitung beschrieben weiter.

Färbe-Falle Nr. 7: Anleitung nicht gelesen

Ich färbe mein Haar ja nicht zum ersten Mal - dachtet ihr jedenfalls vorher und habt darum darauf verzichtet, die Anleitung genau zu lesen. Seltsam nur, dass das Ergebnis anders ausfällt, als beim letzten Mal. Das Haar wirkt irgendwie angegriffener als sonst.

So vermeidet ihr diese Falle: Auch wenn ihr schon Routine darin habt, eure Haare selbst zu färben: Ihr solltet euch die Anleitung genau durchlesen!

Damit vermeidet ihr zum einen, dass ihr wichtige Schritte des Färbeprozesses vergesst. Zum anderen kann es sein, dass der Hersteller die Zusammensetzung des Färbemittels verändert hat – und sich dadurch z.B. die Einwirkzeit verkürzt. Wer sein Haar zu lange der Farbe aussetzt, erhält nicht etwa eine besonders intensive Farbe, sondern strapaziert es nur unnötigerweise. Das solltet ihr unbedingt vermeiden, wenn euch euer Haar am Herzen liegt.

Auch auf gofeminin: Die Trendfrisuren 2016 zum Schnelldurchklicken

Mehr entdecken Top Frisuren 2016 & Trendfrisuren 2016

Trendfrisuren 2016: Hier kommen die neuen Looks & Cuts © iStock / L'Oréal Professionnel
von Ga-Young Park 240 mal geteilt

Das könnte dir auch gefallen