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Das ist die 9. SSW (Schwanger­schafts­woche) auf einen Blick

von Redaktion Veröffentlicht am 1. Januar 2016

Das passiert in der 9. Schwangerschaftswoche bei Mama & Baby ...

Jetzt beginnt der 3. Monat der Schwangerschaft. In der 9. Schwangerschaftswoche sind alle Organe des Babys vollständig entwickelt und müssen bis zur Geburt nur noch reifen. Das Baby ist jetzt ungefähr zwei Zentimeter lang.

Auf dem Ultraschall kann man in dieser Woche sehen, ob vielleicht sogar Zwillinge anstehen. Viele Schwangere werden in der 9. SSW sehr empfindlich gegenüber Gerüchen oder entwickeln außergewöhnliche Vorlieben für bestimmte Lebensmittel, oft auch in ungewöhnlicher Kombination.

Zwischen der 9. und 12. Schwangerschaftswoche steht die erste große Vorsorgeuntersuchung mit Ultraschall an. Der Arzt misst dabei das Gewicht der Schwangeren und den Blutdruck. Er untersucht den Urin auf Eiweiß, Zucker und Krankheitserreger und ermittelt den Hämoglobingehalt, der indirekt einen Hinweis auf den Eisengehalt gibt. Außerdem stellt er die Lage der Gebärmutter fest, indem er den Abstand vom oberen Gebärmutterrand (den ertastet er durch die Bauchdecke) zum Bauchnabel misst. Jetzt können auch wichtige Fragen zur Schwangerschaft besprochen werden.

Ultraschalluntersuchung

Im Verlauf des Ultraschalls vermisst der Frauenarzt das Baby vom Scheitel bis zum Po (SSL = Scheitel-Steiß-Länge) und passt gegebenenfalls die Schwangerschaftswoche und damit den Geburtstermin an. Er beobachtet und notiert Lage, Bewegungen und Herzaktivität (mittels CTG = Kardiotokographie) des Babys und überprüft, ob vielleicht sogar Zwillinge unterwegs sind. Zudem untersucht er die Entwicklung von Gehirn, Organen sowie Armen und Beinen des Babys.

Es gibt eine Differenz zwischen Schwangerschaftswoche und Alter des Babys: Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Die Rechnung hat sich bewährt, weil sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt. In der 9. SSW ist das Baby daher etwa sieben Wochen alt.

Das Baby in der 9. SSW

Das Baby, das nur noch in dieser Woche Embryo genannt wird, ist jetzt ungefähr zwei Zentimeter lang. Im Ultraschall kann man jetzt beobachten, wie es seine Arme und Beine bewegt. Die vollständig entwickelten Organe fangen in der 9. Schwangerschaftswoche an zu arbeiten, auch wenn sie bis zur Geburt noch reifen müssen. Das Gehirn wird nun von den Schädelplatten geschützt, die aber noch nicht miteinander verwachsen sind, weil das Gehirn noch mächtig wachsen muss. Ganz geschlossen werden die Fugen zwischen den Platten, die sogenannten Fontanellen, erst um den zweiten Geburtstag des Kindes sein.

Die schon vorhandenen Nervenzellen im Gehirn nehmen jetzt Kontakt zu anderen Nervenzellen und zu Muskelzellen auf, sie vernetzen sich. Das Gehirn beginnt in der 9. Schwangerschaftswoche sich in seine einzelnen Bereiche aufzugliedern, die sich wiederum auf ihre späteren Aufgaben vorbereiten. So sind bestimmte Bereiche für Sinneseindrücke wie Schmerzen oder Gefühle zuständig. Andere steuern Sehen und Hören und wieder andere die Bewegung.

Hohe Anfälligkeit für Schädigung von außen

Jetzt sind diese Nervenzellen besonders anfällig für Nervengifte wie Alkohol. Dieser kann in dieser Zeit bleibende Schäden verursachen, indem er die Entwicklung des Gehirns und damit die gesamte Entwicklung des Babys stört. Die Folge von Alkoholkonsum kann zum Beispiel sein, dass Arme und Beine später in ihrer Bewegung eingeschränkt sind oder das Kind im Vergleich zu Gleichaltrigen unterentwickelt ist.

Im Verlauf der Schwangerschaft werden sich die Größe und das Gewicht des Babys immer individueller entwickeln. Die hier genannten Werte können deshalb nur Durchschnittswerte sein. Werdende Eltern sollten sich daher keine Sorgen machen, wenn die vom Frauenarzt ermittelten Werte von den hier genannten abweichen.

Die Mutter in der 9. SSW

Einige Schwangere beobachten um die 9. Schwangerschaftswoche einen starken Haarausfall. Dieser wird schwangerschaftsbedingter Haarausfall genannt und hält gewöhnlich nur wenige Wochen an. Viele Schwangere können sich jetzt aber auch über dichtere, glänzendere Haare freuen. Jegliche Veränderung der Haare ist auch auf die hormonellen Veränderungen zurückzuführen und lässt mit der Geburt, spätestens nach der Stillzeit, nach.

Lust auf saure Gurken mit Nutella?

Auch wenn in der 9. SSW Erschöpfung und Müdigkeit langsam nachlassen können, kommen jetzt oft Probleme wie Verstopfung und Sodbrennen zu den Schwangerschaftsbeschwerden dazu. Viele werdende Mütter sind in dieser Zeit auch besonders anfällig für Gerüche, bis hin zum Brechreiz, und der Geschmackssinn ist geschärft.

Einige Schwangere bekommen nun Appetit auf Lebensmittel, die sie vorher nicht mochten, oder auf ganz außergewöhnliche Lebensmittelkombinationen. Bisher beliebtes Essen kann dagegen plötzlich Übelkeit auslösen. Viele Schwangere beispielsweise entwickeln eine Abneigung gegen Kaffee oder Brot.

Alle Beschwerden, die in der Schwangerschaft auftreten, sollten werdende Mütter mit ihrem Frauenarzt besprechen. Lieber einmal zu oft zum Arzt als einmal zu wenig, auch wenn die meisten Beschwerden unbedenklich sind. Außerdem sollten Schwangere auf gar keinen Fall in Eigenregie Medikamente oder Präparate einnehmen – auch wenn es sich um Naturprodukte handelt.

Einige Kräutertees beispielsweise können Wehen auslösen. Es gibt Medikamente, die auch in der Schwangerschaft verwendet werden dürfen – jede Behandlung sollte aber mit Arzt oder Hebamme abgeklärt werden, um auf Nummer Sicher zu gehen.

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