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Anti-Entzündungs-Diät: Ist sie das Geheimnis für ein gesünderes Ich?

von Jane Schmitt Veröffentlicht am 9. Mai 2019

Es gibt einen neuen Stern am Abnehm-Himmel: die Anti-Entzündungs-Diät. Die soll langfristig sogar vor Erkrankungen schützen. Doch was hat es mit der Ernährungsform auf sich?

Ernähre dich gesund und halte dich dabei an anti-entzündliche Lebensmittel und du kannst dein Risiko krank zu werden senken. Wählst du hingegen häufig die falschen Lebensmittel, die Entzündungen fördern, dann kann sich das Erkrankungsrisiko erhöhen. Das lässt sich aus den Aussagen eines Harvard-Ernährungsexperten schließen.

Denn laut Dr. Frank Hu, Professor für Ernährung und Epidemiologie am Institut für Ernährung an der Harvard School of Public Health, haben einige experimentelle Studien gezeigt, dass Nährstoffe, die in Lebensmitteln und Getränken enthalten sind, einen anti-inflammatorischen Effekt haben können.

Auch der dänische Ernährungswissenschaftler Martin Kreutzer hat sich näher mit der Thematik beschäftigt und ein Buch zur Anti-Entzündungs-Diät geschrieben (hier bei Amazon bestellen).

Wie sollte ich mich nach der Anti-Entzündungs-Diät ernähren?

Stelle deine Ernährung wenn nötig um, und achte darauf, dass du dich hauptsächlich von Obst, Gemüse, Nüssen, Vollkornprodukten, Fisch und gesunden Ölen ernährst. Meiden solltest du hingegen industriell verarbeitete Lebensmittel, die Zucker, Weizenmehl und verarbeitete Fette enthalten.

Anti-Entzündungs-Diät: Pyramide entzündungshemmender Nahrungsmittel

Martin Kreutzer und Anne Larsen haben als Orientierungshilfe eine Ernährungspyramide mit fünf Ebenen zusammengestellt. Die erste Ebene der Pyramide stellt die gesunde Basis dar, also die Lebensmittel, die wir bei der Anti-Entzündungs-Diät am meisten konsumieren sollten. Hierbei finden sich unter anderem Wasser, Brokkoli, Avocado, Fisch, Kräuter, Beeren, Ingwer, Knoblauch und, und, und.

Im Dach der Pyramide, also in Ebene fünf, finden sich alle ungesunden Nahrungsmittel, die wir am besten komplett von unserem Ernährungsplan streichen sollten: Süßigkeiten, Alkohol, Limonade, Fast Food, Chips & Co. Diese Erkenntnisse sind nicht besonders neu, dennoch müssen wir sie uns regelmäßig ins Gedächtnis zurückrufen.

Anti-Entzündungs-Diät: Diese Lebensmittel solltest du essen

Diese anti-inflammatorischen Lebensmittel solltest du regelmäßig essen:

  • Tomaten, Karotten
  • Olivenöl
  • grünes Blattgemüse wie Spinat, verschiedene Kohlarten wie Brokkoli
  • fette Fischsorten wie Lachs, Makrele, Thunfisch und Sardinen (Fischratgeber des WWF)
  • Früchte wie Beeren, Kirschen und Orangen

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Abgesehen von dem negativen Einfluss auf das Körpergewicht, stehen sogenannte ungesunde Lebensmittel im Verdacht, das Risiko für Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes oder Herzleiden zu erhöhen. Laut Dr. Hu sei es außerdem keine Überraschung, dass schlechte Lebensmittel Krankheiten fördern, schließlich seien Entzündungen ein wichtiger Faktor bei der Entstehung vieler chronischer Erkrankungen.

Nicht jede Entzündung macht sich klar bemerkbar. Manche schwelen sogar über Jahre unbemerkt in unserem Körper und brechen irgendwann in Form einer Krankheit aus. Andere Entzündungen sind hingegen offensichtlicher und äußern sich in entzündeter Haut oder schmerzenden Gelenken.

Anti-Entzündungs-Diät: Diese Lebensmittel solltest du meiden

Versuche folgende Lebensmittel zu vermeiden oder deutlich aus deinem Ernährungsplan zu reduzieren, da sie im Verdacht stehen, Entzündungen zu fördern:

  • industriell verarbeitete Kohlenhydrate wie Weißbrot und Kuchen
  • Pommes Frites und andere frittierte Lebensmittel
  • Limonade und andere zuckerhaltige Getränke
  • rotes Fleisch (Rind, Schwein) und verarbeitete Fleischwaren wie Wurst
  • Margarine, Backfett, Schmalz

Vorteile der Anti-Entzündungs-Diät

Nahrungsmittel, denen eine anti-entzündliche Wirkung zugesprochen wird, enthalten meist die viel gelobten Antioxydantien. Gerade Früchte wie Blaubeeren und Äpfel oder auch Gemüse wie Spinat und Grünkohl zählen dazu. Ebenso zählen Nüsse, vor allem Walnüsse, zu den positiv bewerteten Lebensmitteln.

Die Mittelmeer-Diät wird insgesamt als gesündeste Diät überhaupt gehandelt. Es fällt auf, dass einige Nahrungsmittel, die auch als anti-inflammatorisch gelten, Bestandteil der mediterranen Ernährungsweise sind. Besonders gut daran ist die vergleichsweise leichte Umsetzung der Anti-Entzündungs-Diät.

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Mehr zum Thema Entzündungshemmende Ernährung findest du auch beim 'Zentrum der Gesundheit'.

Neben einer gesunden Ernährung gibt es viele weitere Faktoren, die deine Herz-Gesundheit nachhaltig und positiv beeinflussen können.

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