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Kalorien im Fleisch: Worauf Sie achten sollten

von der Redaktion Veröffentlicht am 19. November 2008
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Vielen Menschen fällt bei einer Kalorienreduzierung oder Diät vor allem eines schwer: Die Reduzierung des Fleischkonsums. Zu lecker scheinen die fleischigen Versuchungen zu sein, die an jeder Ecke auf uns warten. Eine Mahlzeit, die nur aus kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln und Gemüse besteht, wird von vielen Menschen nicht als vollständig wahrgenommen - auf dem Teller wäre schließlich auch noch Platz für ein leckeres Steak, ein Kotelette, eine Bratwurst oder ein Stück Braten. Nur eines stört diesen Gedankengang: Die hohe Zahl von Kalorien, die der Genuss von Fleisch mit sich bringt.

Keine Frage, Fleisch ist natürlich trotz der vielen Kalorien aufgrund seiner Nährwerte auch gesund. Es liefert uns viel Eiweiß, Kalzium, Eisen und B-Vitamine. Dennoch: Jeden Tag sollte Fleisch nicht auf Ihrem Speiseplan stehen, wenn Sie an die Kalorien denken müssen und sich gesund ernähren wollen. Die Schattenseite eines hohen Fleischkonsums ist nämlich, dass man dabei zu viel Fett und Purine aufnimmt. Ein Zuviel an Fett und somit an Kalorien im Fleisch lässt jeden Diätversuch zwangsläufig scheitern. Ein Zuviel an Purinen kann zu einem Anstieg des Harnsäurespiegels und somit im schlimmsten Fall zu Gicht und Nierenkrankheiten führen.

Kalorienarmes Fleisch

Trotz Diät müssen Sie nicht zwangsläufig aufgrund der Kalorien auf jeden Bissen Fleisch verzichten und somit zum Vegetarier werden. Wählt man mit Bedacht aus, steht dem Genuss von Fleisch zwei- bis dreimal in der Woche nichts entgegen. Zu den Fleischsorten, die am wenigsten Kalorien aufweisen, gehört in erster Linie Geflügel. Allerdings gibt es auch hier einiges zu beachten: Gans und Ente sind sehr kalorienreich, mit ca. 300 Kalorien pro 100 Gramm Gänsefleisch kann man durchaus rechnen. Dementsprechend sollten Sie besser zu Hähnchenbrust und Putenschnitzel greifen, wenn Sie auf Ihre Kalorienzufuhr achten. Hähnchenfleisch hat ca. 90 Kalorien pro 100 Gramm und ein Putenschnitzel ca. 130 Kalorien. Aber: Alles kalorienbewusste Ernähren hilft nicht, wenn Ihnen zwar nur Hähnchen in die Pfanne kommt, Sie dann aber genüsslich die knusprige Haut schlemmen - in der verstecken sich nämlich eine Unmenge an Kalorien.

Von Zeit zu Zeit darf es auch einmal ein Filet vom Schwein, Lamm, Rind oder Kalb sein. Diese ganz besonders zarten Fleischstücke haben nicht allzu viele Kalorien, wenn man den Vergleich zu anderem Fleisch zieht. So schlägt ein Rinderfilet zum Beispiel pro 100 Gramm mit 115 Kalorien zu Buche.

Nicht vergessen werden sollte, dass auch Aufschnitt oftmals aus fettigem, kalorienreichem Schweinefleisch besteht. Greifen Sie hierbei als Alternative besser auf Hähnchen- und Putenaufschnitt zurück.

Kalorienreiches Fleisch

Es ist klar, was jetzt kommt, oder? Natürlich folgt nun eine Aufzählung ganz besonders leckerer Fleischgerichte, von denen man aufgrund der enthaltenen Kalorien allerdings besser die Finger lassen sollte. Rippchen, Bauchspeck, Rinderbrust, Schweinebraten, Taube, Ente, Gänsekeulen, Wildschweinbraten sowie Bratwürstchen vom Schwein und Rind schneiden in puncto Kalorien nicht gerade gut ab. Selbst das Hähnchen kann sich als Kalorienbombe entpuppen, wenn es mit Haut, Keulen und mariniert als Brathähnchen oder Chicken-Wing daher kommt. Fettiges Geflügel-, Rind-, und Schweinefleisch können es auf bis zu 300 Kalorien und mehr pro 100 Gramm bringen.

Man sollte also stets gut überlegen, ob man diese fettreichen Leckereien mit vielen Kalorien nicht durch mageres Fleisch ersetzen kann. Oftmals kommen dabei ganz neue, schmackhafte Kreationen heraus, mit denen man zuvor gar nicht gerechnet hätte. Probieren Sie es doch einfach mal aus und experimentieren Sie!

Fettarme Zubereitung von Fleisch

Nicht zuletzt die Zubereitung entscheidet darüber, ob das gewählte Stück Fleisch zu einer Kalorienbombe wird oder nicht. Wird beispielsweise an sich kalorienarmes Hähnchenfleisch mit einer dicken Panade aus Eiern, Mehl und Paniermehl überzogen und anschließend frittiert, ist es klar, dass hierbei nichts herauskommt, was man während einer Diät zu sich nehmen sollte. Auch die Pfanne, die mit viel Öl versehen zum Anbraten eines Putenschnitzels dient, sollte besser in die hinteren Reihen des Geschirrschranks verbannt werden.

Allerdings gibt es einige Zubereitungsformen, bei denen Fleisch schmackhaft aber dennoch kalorienarm zubereitet werden kann. Grillfreunde werden sich freuen: Grillen ist eine gute Alternative zur Pfanne. Hier ist man nicht gezwungen, Unmengen an Öl zu verwenden. Noch im Fleisch enthaltendes Fett und somit enthaltende Kalorien werden sogar zum Teil herausgelöst und landen somit nicht auf dem Teller. Hinzu kommen die typischen Grillaromen, die den Verzehr von Fleisch auch ohne zusätzliche Kalorien zu einem echten Genuss machen. Klar ist natürlich auch hierbei, dass man auf fette, kalorienreiche Fleischsorten verzichten sollte.

Auch ein Wok eignet sich gut für die Zubereitung von magerem, kalorienarmem Fleisch. Er leitet die Hitze gut und man benötigt kaum Fett zum Anbraten. Wer es ganz ohne Fett versuchen will, kann ihn auch lediglich mit etwas Mineralwasser benetzen, damit ein Anbrennen verhindert wird. Achten Sie dabei aber darauf, dass Ihr Wok über eine Antihaftbeschichtung verfügt.

Eine andere Möglichkeit, die sehr schonend ist und ganz ohne die Zugabe von Fett auskommt, ist das Dünsten. Das Fleisch wird dabei zwar nicht knusprig und es fehlen die leckeren Röstaromen, dafür wird es allerdings besonders zart, was ebenfalls ein großer Genuss ist. Unser Fazit also: Auch Fleisch ohne zusätzliche Kalorien kann lecker schmecken - frau muss nur wissen, wie’s geht.

von der Redaktion