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Warum gilt Leinöl als so gesund?

von Jane Schmitt Erstellt am 22.12.21 um 10:00
Warum gilt Leinöl als so gesund?© GettyImages

Leinöl ist reich an ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E. Es liefert mehr Omega-3-Fettsäuren, als so mancher Fisch und gilt daher als besonders gesundes Öl.

Inhalt
  1. · Gesundheitsfördernde Fette nutzen
  2. · Gesunde Inhaltsstoffe in Leinöl
  3. · Leinöl oder Flachsöl?
  4. · Gesundes Leinöl kaufen
  5. · Leinöl richtig lagern

Sich ausgewogen und gesund zu ernähren wirkt manchmal gar nicht so leicht. Da gibt es die verschiedensten Theorien, welche Ernährungsweise nun die beste sei. Und ganz viele Meldungen darüber, was man lieber nicht essen sollte und was unbedingt. Dazu werden immer mehr vermeintlich gesunde Nahrungsergänzungsmittel auf den Markt gebracht, dass man am Ende gar nicht mehr so genau weiß, was denn nun wirklich gut für den Körper ist.

Ein Bestandteil einer ausgewogenen Vollwertkost, wie sie von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (dge) empfohlen wird, ist die richtige Wahl bei Fetten und Ölen, die dem Körper zugeführt werden.

Im Video: Mehr als gesunde Ernährung: 5 Tipps für dein Herz-Kreislauf-System

Video von Tanja Koch

Gesundheitsfördernde Fette nutzen

Fett wird immer wieder verteufelt und gerade, wer sich gesünder ernähren möchte, verfällt mitunter dem Irrglauben, Fette seien schlecht. Doch Fett ist viel besser als sein Ruf. Der Grund: Fett enthält viele lebensnotwendige Fettsäuren und ist deswegen besonders wichtig für den Körper und absolut essenziell in Bezug auf eine gesunde Ernährung.

Fett ist aber nicht gleich Fett. Es kommt auf die richtige Art von Fett und die richtige Menge an. Tierische Fette aus Fleisch oder Eiern solltet man nur in kleinen Mengen essen, weil der hohe Anteil an ungesättigten Fettsäuren, die unter anderem negativ auf den Cholesterinspiegel und negativ auf den Körper wirken.

Besser sind pflanzliche Fette wie Walnuss-, Raps- oder gesundes Leinöl. Das liegt an den Omega-3-Fettsäuren. Die für den Körper wichtigen Omega-3-Fettsäuren sind Alpha-Linolensäure, Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA).

Ernährungstipp: Eine prima Rezept-Kombination ist beispielsweise Seefisch mit grünem Gemüse und etwas gesundem Leinöl. Ein simples, gutes und gleichzeitig gesundes Gericht sind auch Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl.

Gesunde Inhaltsstoffe in Leinöl

Leinöl gilt als "Goldschatz" der Fettlieferanten in Küche. Das liegt an dem hohen Vorkommen von Omega-3-Fettsäuren, die allgemein als "gute Fette“ bekannt sind. Diese zählen zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Das eher dickflüssige Leinöl hat eine goldene Farbe und enthält viele wertvolle und gesunde Inhaltsstoffe.

Leinsamen liefern eine Menge der wichtigsten essenziellen Alphalinolensäure (α-Linolensäure). Eben diese zählen zu den gefeierten Omega-3-Fettsäuren. Diese Art Fettsäuren wirken entzündungshemmend und sind neben Leinöl auch in Walnussöl, Rapsöl und Fischöl zu finden. Die langkettigen Omega-3-Fettsäuren wirken zusätzlich positiv auf den Blutkreislauf, weshalb sie präventiv empfohlen werden. Dadurch können Blutdruck und die Blutfette reguliert werden, was unter anderem koronare Herzerkrankungen, also Herzinfarkt, Schlaganfall und Thrombosen und zusätzlich rheumatischen Erkrankungen vorbeugen soll.

Leinöl oder Flachsöl?

Leinöl, auch Leinsamenöl genannt, ist ein gesundes Pflanzenöl, das aus reifen Leinsamen, also den Samen der Flachspflanze (lateinisch: Linum usitatissimum), auch Öllein genannt, gewonnen wird. Das Leinöl wird in speziellen Ölmühlen gepresst. Früher wurde aus Flachs der Stoff Leinen hergestellt, allerdings gibt es unterschiedliche Lein-Arten. Manche eignen sich besser zur Faserherstellung für Textilien und andere besser für die Ölgewinnung. Im Englischen wird übrigens meist von "Flaxseed Oil" gesprochen, also Flachsöl, was hierzulande eine eher seltene Bezeichnung für Leinöl ist.

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Gesundes Leinöl kaufen

Achtet beim Kauf von gesundem Leinöl auf gute Qualität. Leinöl gibt es kaltgepresst oder heißgepresst. Wobei kaltgepresstes Leinöl in Bio-Qualität am meisten empfohlen wird. Denn um die förderlichen Eigenschaften auf die Gesundheit zu erhalten, sollte das Leinöl nicht erhitzt werden. Verwendet es deshalb auch besser nicht zum Kochen, sondern gebt es erst nach der Zubereitung zum Gericht dazu.

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Leinöl richtig lagern

Leinöl, das zu den gesunden Ölen gehört, welche viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten, werden schnell ranzig. Deshalb sollte man es am besten dunkel und kühl, idealerweise im Kühlschrank lagern, empfiehlt das Bundeszentrum für Ernährung.

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Wichtiger Hinweis zum Schluss: So individuell wie dein Charakter ist auch dein Körper. Du selbst musst für dich herausfinden, welche Ernährungsweise und welche Trainingsform am besten zu dir passt. Wir geben dir nur einen Überblick. Grundsätzlich gilt aber: Ein aktiver Lebensstil, mit einer ausgewogenen Ernährung und viel Bewegung, ist immer noch der beste Weg, um dauerhaft fit zu bleiben und ein gesundes Gewicht zu erreichen bzw. zu halten.

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