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Leinsamengel für definierte Locken: So funktioniert der Beauty-Tipp

von Sophia Karlsson Erstellt am 24. Juni 2021

Du bist auf der Suche nach einem Pflege-Produkt, welches das Beste aus deinen Locken herausholt? Dann könnte Leinsamengel interessant für dich sein. Hier erfährst du, wie das natürliche DIY-Haargel wirkt und wie du es ganz einfach zubereiten kannst.

Lockiges Haar ist toll, es besitzt von Natur aus Schwung und erscheint meist voll und voluminös. Doch damit Naturlocken nicht kraus aussehen und schön definiert fallen, kommen viele nicht an dem ein oder anderen Zusatzprodukt speziell für Locken vorbei.

Von Haarschaum über Defining-Cremes bis hin zu Styling-Spray: Der Beauty-Markt hält eine ganze Reihe an Produkten für lockige Haare parat. Doch ein Blick auf die Inhaltsstoffe verrät schnell, dass der Pflege-Faktor meist zu kurz kommt. Viele greifen deshalb lieber zu natürlicher DIY-Haarpflege. Besonders beliebt für lockige Haare ist Leinsamengel. Es soll für Definition und die gewünschte Sprungkraft sorgen. Das Allerbeste: Es kommt dabei ohne künstliche Zusätze aus.

Wir verraten dir hier, was es mit Leinsamengel genau auf sich hat, wie es wirkt und wie du den natürlichen Beauty-Hack für umwerfend schöne Locken ganz easy zu Hause nachmachen kannst.

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Leinsamengel für Locken: Das steckt dahinter

Auf dem Speiseplan sind geschrotete Leinsamen gute Lieferanten von Omega-3-Fettsäuren, Magnesium und Ballaststoffen. Dank ihrer Schleimstoffe sind sie außerdem als SOS-Helfer gegen Verstopfung beliebt. Doch so wie auch viele andere Lebensmittel, lassen sich Leinsamen ruckzuck zu einem natürlichen Beautyhelfer umfunktionieren.

Besonders interessant sind die Samen für alle mit lockigem Haar. Im Handumdrehen kann aus Leinsamen nämlich ein nachhaltiges Haargel zubereitet werden, welches eine lockige Mähne nicht nur toll in Form bringt, sondern dem Haar auch noch Feuchtigkeit spenden und es schön gepflegt aussehen lassen soll. Auch Frizz soll Curly Hair mit Leinsamengel ein Ende bereitet werden.

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Leinsamengel für die Haare selber machen: So geht's

Zutaten:

Step-by-Step-Anleitung:
1. Die Leinsamen zusammen mit 250 ml Wasser in den Topf geben und auf höchster Stufe auf dem Herd aufkochen lassen.

2. Nach dem Aufkochen die Hitze etwas reduzieren und die Leinsamen für insgesamt 5 Minuten köcheln lassen. Beim Köcheln entsteht aus den Samen eine gel-artige Substanz. Damit diese nicht fest wird, immer wieder kräftig umrühren.

3. Falls du möchtest, dass dein Haargel angenehm duftet, kannst du nun 1-2 Tropfen eines ätherischen Öls deiner Wahl hinzugeben. Unsere Favoriten sind Lavendel- und Vanilleöl.

4. Sobald die Masse dick genug ist und der Konsistenz eines Haargels nah kommt, den Topf vom Herd nehmen und das Leinsamengel durch ein feines Sieb in eine Schüssel schütten.

5. Damit möglichst viel der wertvollen Flüssigkeit aus den Samen in der Schüssel landet, kannst du die Samen in dem Sieb noch mit einem Löffel ausdrücken.

6. Du möchtest dein DIY-Haargel mit einem Pflege-Zusatz pimpen? Dann kannst du nun etwas Sheabutter oder Aloe Vera in das Leinsamgel mischen.

7. Zum Schluss das Gel in einen Glasbehälter mit Schraubverschluss füllen und vollständig abkühlen lassen.

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Wie lange hält das Leinsamengel für die Haare?

Wir empfehlen dir, das Leinsamengel im Kühlschrank aufzubewahren. Dort hält es ca. 2 Wochen. Wenn du mit deiner zubereiteten Menge aber länger auskommen möchtest, kannst du das Gel auch in kleineren Portionen im Tiefkühlfach aufbewahren und einfach vor der Anwendung auftauen.

Für definierte Locken: So wendest du Leinsamengel richtig an

Wasche deine Haare wie gewohnt und gib anschließend eine haselnuss- bis walnussgroße Menge des Gels in dein Haar. Knete dein Haar nun ordentlich durch, sodass sich das Leinsamengel schön gleichmäßig verteilt. Wir empfehlen dir - falls deine Lockenmähne es zulässt - dein Haar nach der Anwendung einmal durchzukämmen.

Lass dein Haar am besten an der Luft trockenen. Sind die Haare und das Gel vollständig getrocknet, können sich die Locken im ersten Moment etwas steif anfühlen. Lockere sie einfach mit den Fingern etwas auf und ziehe die Strähnen vorsichtig auseinander. Nach dem Auflockern erscheinen die Locken schön definiert und sollten sichtbar an Sprungkraft gewonnen haben.

Tipp: Wenn dich die ungewohnte, etwas steife Form deiner Locken stört, kannst du einfach zusätzlich ein wenig Haaröl in den Längen verteilen. Dadurch werden sie im Nu wieder etwas flexibler. Du hast noch kein passendes Haaröl für dich entdeckt? Dann lies hier weiter: Rizinusöl für die Haare: So werden sie lang und geschmeidig!

Leinsamenöl als Haarmaske gegen Frizz

Eine weitere Eigenschaft, die selbstgemachtes Leinsamengel für die Haare so beliebt macht: Das Gel kann nicht nur als Locken-Booster nach dem Waschen zum Einsatz kommen. Du kannst es außerdem als feuchtigkeitsspendende Haarmaske verwenden und Frizz und spröden Spitzen damit den Kampf ansagen. Und das Beste: Als Pflege-Maske kann es sowohl bei lockigem als auch glattem Haar angewendet werden. Besonders trockenes und brüchiges Haar profitiert von der Haarmaske.

So geht's:
Das Leinsamgel nach dem Waschen gut im feuchten Haar verteilen. Die Haare anschließend am besten mit einem groben Kamm durchkämmen. Das Gel für ca. 15 Minuten einwirken lassen und anschließend gut ausspülen.

Noch intensiver wirkt die Maske übrigens, wenn du sie einfach über Nacht im Haar lässt. Hierzu legst du am besten ein weiches Handtuch auf dein Kopfkissen, damit das Gel nicht auf deiner Bettwäsche landet. Die Haare am nächsten Morgen gut ausspülen.

Wir wünschen dir ganz viel Spaß beim Ausprobieren!

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