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"Horror-Goofy": Gefährlicher Kettenbrief auf WhatsApp

von Maike Schwinum Erstellt am 15. Juli 2020
Horror-Goofy: Gefährlicher Kettenbrief auf WhatsApp© Getty Images

Eltern aufgepasst! Ein gefährlicher Kettenbrief ruft Kinder und Jugendliche bei WhatsApp, TikTok und Instagram zum Selbstmord auf.

Video von Esther Pistorius

Ein gefährlicher Kettenbrief treibt aktuell wieder auf WhatsApp, Instagram und TikTok sein Unwesen. Der Absender scheint diesmal eine Horror-Version der Disney-Figur "Goofy" zu sein.

Das suggeriert zumindest das Profilbild des Absenders, auf dem ein Mann mit einer gruseligen Fratze zu sehen ist, die dem Original-Goofy ähnelt. Der Name des Profils lautet "Jonathan Galindo".

Der "Horror-Goofy" soll vor allem Kinder und Teenager zwischen 12 und 13 Jahren ködern. Den Kindern schickt der Unbekannte dann Anleitungen für gefährliche Mutproben zu. Zum Teil ruft er sie sogar zum Selbstmord auf.

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So können Eltern ihre Kinder schützen

Eine Mutter aus Italien, deren Tochter von dem Kettenbrief betroffen war, berichtet im Interview mit der Zeitung 'Il Resto del Carlino': "[Meine Tochter] hat mir erzählt, dass es in einer dieser Mutproben darum ging, die eigenen Initialen in die Haut zu ritzen und dazu die Teufelszahl 666."

Vor allem in Mexiko, Indien und Spanien werden seit 2017 immer wieder Fälle des bedrohlichen Kettenbriefs gemeldet. Wer genau hinter den erschreckenden Nachrichten steckt, ist noch unklar.

Obwohl die Betreiber von WhatsApp, TikTok und Co. versuchen, die gefährlichen Profile rechtzeitig zu sperren und grundsätzlich den Namen "Jonathan Galindo" zu blockieren, tauchen immer wieder neue Profile des "Grusel-Goofys" auf.

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Eltern sind daher dazu aufgerufen, die Online-Aktivitäten ihrer Kinder genau im Auge zu behalten. Wer mitbekommt, dass sein Kind einen solchen Kettenbriefen erhält, sollte dies sofort dem jeweiligen sozialen Netzwerk und/oder der örtlichen Polizei melden.

Statement von TikTok

TikTok hat zum Fall "Jonathan Galindo" auch eine Stellungnahme veröffentlicht, in dem die Unternehmenssprecherin betont, dass die Plattform alles tue, damit "Tiktok eine sichere Umgebung bleibt".

Im Statement heißt es:

"Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Nutzer*innen ist uns sehr wichtig. Wie unsere Community Richtlinien deutlich machen, dulden wir keine Inhalte, die gefährliche Challenges verstärken, bewerben oder glorifizieren. Wir entfernen derartige Inhalte, wenn sie uns von Nutzer*innen gemeldet werden. Unser Moderatorenteam entfernt darüber hinaus unangemessene Inhalte unverzüglich und sperrt Accounts, die gegen unsere Nutzungsbedingungen verstoßen.

Daher beobachtet unser Moderatorenteam proaktiv Inhalte rund um "Jonathan Galindo" und nimmt notwendige Aktionen vor, damit TikTok eine sichere Umgebung bleibt. Obwohl nur eine geringe Zahl von Inhalten zu dem Thema auf unsere Plattform hochgeladen wurde, haben wir als vorsorgliche Maßnahme den Suchbegriff deaktiviert und entfernen alle Nutzer*innen, die vorgeben, Jonathan Galindo zu sein."