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Babyakne & Co.: Warum leiden schon Babys unter Pickeln?

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 15. Juni 2018
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Noch so klein und doch schon Pickel: Babyakne sorgt für Pusteln bei Säuglingen. Was ihr dazu wissen solltet und worauf ihr unbedingt achten müsst, verraten wir euch!

Pickel sind eine echte Plage. Als Teenie hat man Stress mit den roten Pusteln, als Erwachsener manchmal auch und nicht mal kleine Babys bleiben davon verschont. Kaum ein paar Wochen alt, kann das Gesicht plötzlich voller kleiner Pickelchen sein. Ein klarer Fall von Babyakne.

Babyakne: Die wichtigsten Fakten

Babyakne, auch Neugeborenenakne, ist ganz harmlos, sorgt aber bei vielen Müttern im ersten Moment für einen kleinen Schock. Doch keine Angst, die Pickelchen auf Stirn, Nase und Wangen und manchmal auch auf der Brust, tun weder weh noch jucken sie.

Manchmal können die roten Pusteln auch auf dem ganzen Körper des Kindes erscheinen. Das ist nicht weiter bedenklich. Wenn Eltern sich Sorgen machen und ausschließen wollen, dass es sich bei den Pickelchen wirklich nur um Babyakne und keine Krankheit handelt, sollten sie entweder ihre Hebamme oder den Kinderarzt befragen.

Der Nachwuchs bekommt von der Babyakne übrigens gar nichts mit. Die Dauer kann ganz unterschiedlich sein. Bei den einen dauert die Babyakne nur ein paar wenige Tage oder Wochen, in seltenen Fällen kann es auch mal ein paar Monate andauern. Aber keine Angst, es bleiben keine Narben zurück.

Ursachen für Babyakne

​Schuld an den Pickeln ist auch bei Babys tatsächlich eine Hormonumstellung nach der Geburt. Schließlich wurde der Nachwuchs monatelang mit den Hormonen der Mama versorgt. Nach der Geburt sinkt der Hormonspiegel und als Folge dessen sind die Talgdrüsen der Haut empfindlicher.

Babyakne tritt meist in der dritten Lebenswoche auf, kleine Jungs sind häufiger davon betroffen als Mädchen. In der Regel heilen die Pickel innerhalb weniger Wochen wieder ab und hinterlassen keine Narben. Die Pickel sind rot mit einem gelben Knötchen in der Mitte. Sie befinden sich vorwiegend auf den Wangen.

Was tun bei Babyakne?

Da Babyakne ganz harmlos ist, muss sie nicht speziell behandelt werden. Sie heilt in der Regel von allein wieder ab. Achte darauf, vor allem die betroffenen Stellen ausschließlich mit warmem Wasser zu reinigen und nicht zu stark zu reiben. Das könnte die Babyakne sonst verschlimmern. Auch Feucht- und Babytücher solltest du nicht verwenden, wenn dein Baby an Babyakne leidet. Auch sie belasten die Haut nur zusätzlich.

Beim Baden reicht es ebenfalls aus, reines Wasser ohne Zusätze zu verwenden. Das macht dein Baby genauso sauber und schont dafür seine Haut. Außerdem kann Babyspucke und ausgespuckte Milch den Ausschlag verstärken. Hier hilft es, wenn du ein trockenes Baumwolltuch unter Babys Kopf legst, das saugt die Flüssigkeit auf.

Wenn dein Kind unter sehr trockener Haut leidet und du es gern eincremen möchtest, besprich das am besten mit deinem Kinderarzt. Denn so wie von Akne betroffene Haut bei Teenagern und Erwachsenen nicht jedes Produkt gleich gut verträgt, so ist es auch mit der Babyhaut. Versuche ebenfalls darauf zu achten, dass sich dein Baby nicht im Gesicht kratzt.

Und ganz wichtig: Die Pickel dürfen nicht ausgedrückt werden!

Babyakne mit Calendula oder Muttermilch behandeln?

Es kann vorkommen, dass sich auch die Babyakne mal entzündet. In dem Fall solltest du mit deinem Kinderarzt sprechen. In den meisten Fällen wird er empfehlen, die betroffenen Stellen mit einer Calendula-Tinktur zu behandeln. Mit einer Mischung aus Calendula-Essenz und Wasser werden die entzündeten Stellen einfach abgetupft, bis eine Besserung sichtbar wird.

Manche Hebamme rät dazu, die Babyakne mit Muttermilch zu behandeln. Auch das kann eine Linderung der Rötungen bringen.

​Neben der Babyakne gibt es zwei weitere Hauptprobleme, mit denen Babys manchmal zu kämpfen haben: Säuglingsakne und Milien.

Säuglingsakne

Die Säuglingsakne sieht auf den ersten Blick wie die Babyakne aus, tritt aber erst deutlich später auf – zwischen dem dritten und sechsten Monat. Auch hier leiden die Kleinen an roten Pickeln mit gelblichem Knoten in der Mitte, die sich auf den Wangen tummeln.

Leider ist die Säuglingsakne nicht ganz so harmlos. Manchmal juckt sie und spätestens dann sollte sie vom Arzt behandelt werden. Auch hiervon sind Jungs häufiger betroffen als Mädchen. Nicht selten bleiben Narben auf den Wangen zurück. Wie bei der Babyakne hilft es, wenn ein sauberes Tuch beim Schlafen oder Liegen untergelegt wird, um Speichel aufzufangen. Die Pickel dürfen auf keinen Fall ausgedrückt werden!

Milien

Milien tauchen wie die Babyakne kurz nach der Geburt auf und entstehen durch die hormonellen Veränderungen, die das Baby durchmacht. Statt roter Pickelchen haben die Kleinen weiß-gelbe Pünktchen, hauptsächlich um die Augen und die Nase herum. Milien tun nicht weh und heilen innerhalb kurzer Zeit von ganz allein wieder ab. Wie bei der Babyakne und der Säuglingsakne gilt: Bitte nicht ausdrücken!

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