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Babyakne & Co.: Warum leiden schon Babys unter Pickeln?

von Anne Walkowiak Erstellt am 27. August 2021
Babyakne & Co.: Warum leiden schon Babys unter Pickeln?© Getty Images

Noch so klein und doch schon Pickel: Babyakne sorgt für Pusteln bei Neugeborenen. Was Eltern dazu wissen sollten und worauf unbedingt geachtet werden muss, verraten wir euch.

Pickel sind eine echte Plage. Als Teenie hat man Stress mit den roten Pusteln, als Erwachsener manchmal auch und nicht mal Neugeborene und Babys bleiben davon verschont. Kaum ein paar Lebenswochen alt, kann das Gesicht plötzlich voller kleiner Pickelchen sein. Ein klarer Fall von Babyakne.

Babyakne: Die wichtigsten Fakten

Babyakne, auch Neugeborenenakne, ist ganz harmlos, sorgt aber bei vielen Müttern im ersten Moment für einen kleinen Schock. Doch keine Angst, die Pickel auf Stirn, Nase und Wangen und manchmal auch auf der Brust, tun weder weh noch jucken sie.

Manchmal kann der rote Ausschlag auch auf dem ganzen Körper des Kindes erscheinen. Das ist nicht weiter bedenklich. Wenn Eltern sich Sorgen machen und ausschließen wollen, dass es sich bei den Pickelchen wirklich nur um Neugeborenenakne und keine Krankheit handelt, sollten sie entweder ihre Hebamme oder den Kinderarzt befragen.

Der Nachwuchs bekommt von der Akne übrigens gar nichts mit. Die Dauer kann ganz unterschiedlich sein. Bei den einen bleibt die Babyakne nur ein paar wenige Tage oder Wochen, in seltenen Fällen können es auch mal ein paar Monate werden. Aber keine Angst, es bleiben keine Narben zurück.

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Ursachen für Babyakne

​Schuld an der Akne sind auch bei Babys tatsächlich die Hormone oder vielmehr, die Hormonumstellung nach der Geburt. Schließlich wurde der Nachwuchs in der Schwangerschaft monatelang mit den Hormonen der Mama versorgt. Nach der Geburt sinkt der Hormonspiegel und als Folge dessen sind die Talgdrüsen der Haut empfindlicher.

Babyakne tritt meist in der dritten Lebenswoche auf, kleine Jungs sind häufiger davon betroffen als Mädchen. In der Regel verschwindet die Akne innerhalb weniger Wochen wieder und hinterlässt keine Narben. Die Pickel sind rot mit einem gelben Knötchen in der Mitte. Sie befinden sich vorwiegend im Gesicht.

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Video von Aischa Butt

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Behandlung bei Babyakne?

Da Babyakne ganz harmlos ist, bedarf sie keiner besonderen Behandlung. Sie heilt in der Regel von allein wieder ab. Achte darauf, vor allem die betroffenen Stellen ausschließlich mit warmem Wasser zu reinigen und nicht zu stark zu reiben. Das könnte die Babyhaut strapazieren und die Neugeborenenakne verschlimmern. Auch Feucht- und Babytücher solltest du nicht verwenden, wenn dein Baby an Neugeborenenakne leidet. Die eigentlich zur Hautpflege gedachten Inhaltsstoffe belasten die junge und zarte Babyhaut nur zusätzlich.

Babyspucke und ausgespuckte Muttermilch können den Ausschlag verstärken. Unser Tipp: Hier hilft es, wenn du ein trockenes Baumwolltuch unter Babys Kopf legst, das saugt die Flüssigkeit auf. Das gilt für Fahrten im Kinderwagen, das Liegen auf Tagesdecken und natürlich auch fürs Schlafen in der Nacht.

Beim Baden reicht es aus, reines Wasser ohne Zusätze zur Pflege zu verwenden. Das macht dein Baby genauso sauber und schont dafür seine Haut.

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Wenn dein Schatz unter sehr trockener Haut leidet und du sie gern eincremen möchtest, besprich am besten mit deinem Kinderarzt, wie man sie schonend behandelt. Denn so wie von Akne betroffene Haut bei Teenagern und Erwachsenen nicht jedes Hautpflege-Produkt gleich gut verträgt, so ist es auch mit der Babyhaut.

Ganz wichtig: Achte darauf, dass sich dein Neugeborenes nicht im Gesicht kratzt. Tipp: Ein paar Babysocken über den Händen verhindern, dass es sich den Ausschlag aus Versehen selbst aufkratzt. Und selbstverständlich dürfen die Pickel nicht ausgedrückt werden! Das führt nur zu Entzündungen der Haut und ist sehr unangenehm für dein Kind.

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Babyakne mit Calendula oder Muttermilch behandeln?

Es kann (auch ohne Kratzen oder Ausdrücken) vorkommen, dass sich die Babyakne entzündet. In diesem Fall solltest du mit deinem Kinderarzt sprechen. In der Regel wird er empfehlen, die betroffenen Stellen mit einer Calendula-Tinktur zu behandeln. Mit einer Mischung aus Calendula-Essenz und Wasser werden die entzündeten Stellen einfach abgetupft, bis eine Besserung sichtbar wird.

Manche Hebamme rät dazu, die Babyakne mit Muttermilch zu behandeln. Auch das kann die Rötungen lindern.

​Neben der Babyakne gibt es zwei weitere Hauptprobleme, mit denen Babys manchmal zu kämpfen haben: Säuglingsakne und Milien.

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Säuglingsakne

Die Säuglingsakne sieht auf den ersten Blick wie die Babyakne aus, tritt aber erst deutlich später auf – zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat. Auch hier leidet das Kind an roten Pickeln mit gelblichem Knoten in der Mitte, die sich auf den Wangen tummeln.

Leider ist die Säuglingsakne nicht ganz so harmlos. Sie kann manchmal einen Juckreiz verursachen und spätestens dann sollte sie vom Arzt behandelt werden. Auch hiervon sind Jungs häufiger betroffen als Mädchen. Nicht selten können Narben auf den Wangen zurückbleiben. Wie bei der Babyakne hilft es, wenn ein sauberes Tuch beim Schlafen oder Liegen untergelegt wird, um Speichel aufzufangen. Die Pickel dürfen auf keinen Fall ausgedrückt werden!

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Milien

Milien tauchen wie die Babyakne kurz nach der Geburt auf und entstehen durch die hormonellen Veränderungen, die das Neugeborene durchmacht. Statt roter Pickelchen haben die Kleinen weiß-gelbe Pünktchen, hauptsächlich um Augen und Nase herum. Milien tun nicht weh und verursachen auch keinen Juckreiz. Meist heilen sie innerhalb kurzer Zeit von ganz allein wieder ab. Wie bei der Babyakne und der Säuglingsakne gilt: Bitte nicht ausdrücken!

Quellen:

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Wichtiger Hinweis: Der Inhalt dieses Artikels dient lediglich der Information und ersetzt keine Diagnose beim Arzt. Treten Unsicherheiten, dringende Fragen zur Gesundheit eures Neugeborenen oder Beschwerden auf, solltet ihr euren Kinderarzt kontaktieren.

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