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5 Gründe, warum die Kita so wichtig für dein Kind ist

von Inga Back ,
5 Gründe, warum die Kita so wichtig für dein Kind ist© Getty Images
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Manch einer betitelt den Kindergarten gern abfällig als 'Kinderaufbewahrungsstätte'. Aber eine Kita ist viel mehr. Sie bringt den Kleinsten schon jede Menge bei. Was dein Kind alles lernt, wollen wir genauer erklären.

Inhalt
  1. · Buchstaben und Töne
  2. · Zahlen bis 10
  3. · Fein- und Grob-Motorik
  4. · Soziale Kompetenz
  5. · Selbstständigkeit
Video von Esther Pistorius

Der Kindergarten oder eine Tagesmutter ermöglichen uns, Kind und Karriere besser zu vereinbaren. Denn während wir Eltern unserer Arbeit wieder nachgehen, wissen wir die Kleinen in guten und sicheren Händen. Und nicht nur das. Zwar mag der Kindergarten den Eindruck vermitteln, alles wäre nur Spiel und Spaß, aber im Hintergrund arbeiten die Köpfe unserer Kleinen auf Hochtouren!

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Kinder lernen spielerisch, somit mag es für uns unscheinbar aussehen, wenn sie bunte Blöcke stapeln oder mit einem Holzzug fahren, aber tatsächlich lernen sie dabei gerade ziemlich viel über die Gesetze der Physik. Beim Singen und im Lesekreis erweitern sie ihre Sprachkompetenz und sogar erste Mathe-Kenntnisse werden ganz beiläufig im Spiel vermittelt.

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Wie viel unsere kleinen Entdecker bereits im Kindergarten lernen - und wie wir alle das Lernen zu Hause unterstützen können - wollen wir euch anhand fünf essenzieller Fähigkeiten erklären, die Kinder bereits im Kindergarten lernen!

Buchstaben und Töne

Auch Kindergarten-Kinder lernen schon die ersten Buchstaben aus dem Alphabet. Sie lernen, wie sie ihren eigenen Namen erkennen und schreiben und oftmals können sie auch schon Wörter wie "Mama" oder "Papa" schreiben. Außerdem assoziieren Kinder in diesem Alter erstmals Klänge mit den dazugehörigen Buchstaben.

Wie ihr dabei helfen könnt: Eine Liebe fürs Lesen und Schreiben beginnt meistens Zuhause und beginnt vor allen Dingen früh! Daher ist das größte Geschenk, das ihr euren Kindern machen könnt, wenn ihr ihnen bereits von klein auf regelmäßig vorlest. Der Wortschatz eurer Kinder wächst massiv zwischen dem 3. und 5. Lebensjahr und durch regelmäßiges Vorlesen helft ihr dabei, diesen zu vergrößern.

Zahlen bis 10

Im Kindergarten wird erstes mathematisches Wissen vermittelt, das Kinder auf die Grundschule vorbereiten soll. Sie lernen die Zahlen bis 10 zu erkennen und so viele Objekte zu zählen. Das Zählen trainiert außerdem ihr Gedächtnis, da sich Kinder die Zahlen bis 10 in der richtigen Reihenfolge merken müssen.

Im Video: Händigkeit beim Kind: Wann steht sie fest?

Video von Jessica Jung

Wie ihr dabei helfen könnt: Für viele Kinder wird Mathe später zum Problemfach, sodass es hilfreich sein kann, wenn ihnen schon früh Spaß am Zählen und Rechnen oder generell am Lernen vermittelt wird. Dabei können Eltern im Alltag einfach helfen: Gebt euren Kinder beim Einkaufen zum Beispiel die Aufgabe, sechs Tomaten in eine Tüte zu packen und helft ihnen beim Zählen. Am Ende sind die Kleinen stolz, dass sie helfen konnten und verbinden das Zählen mit diesem Erfolg. Oder fragt sie, wie viele Apfelstücke auf ihrem Teller liegen und lasst sie mit dem Finger darauf zeigen und laut zählen.

Fein- und Grob-Motorik

Kinder sind neugierig und haben jede Menge Energie. Im Kindergarten können sie diese Fähigkeiten nutzen und sich so richtig austoben. Dabei lernen sie jedoch auch jede Menge. Beim Toben, Springen und Klettern unter freiem Himmel werden ihre grob-motorischen Fähigkeiten geschult, die Voraussetzung für eine gute Feinmotorik sind. Anschließend werden die fein-motorischen Fähigkeiten beim Basteln oder Malen verbessert.

Wie ihr dabei helfen könnt: Eine gute Grob-Motorik hilft Kindern nicht nur dabei, später im Sport-Unterricht mithalten zu können, sondern sie macht Kinder auch selbstbewusster und ist eine wichtige Voraussetzung für die Feinmotorik. Diese ist wiederum wichtig beim Schreiben und kreativen Arbeiten. Eltern können bei der Entwicklung helfen, in dem sie mit ihren Kindern auf den Spielplatz gehen. Lasst sie Balancieren oder Klettern und spielt mit ihnen Fangen. Die fein-motorischen Fähigkeiten lassen sich prima durch das Spielen mit Knete oder das Malen mit Kreide üben. Wenn Kinder genügend Raum und Zeit zum Spielen haben, tun sie diese Dinge oft auch ganz von allein.

Soziale Kompetenz

Die Entwicklung erster sozialer Kompetenzen ist ein wichtiger Schritt in die Selbstständigkeit und hilft den Kleinen, ihr Selbstvertrauen zu stärken. Der Kindergarten ist dabei die erste Gelegenheit, in der ein Kind Vertrauen zu jemandem außerhalb der Familie aufbauen muss und oftmals auch das erste Mal, dass Kinder mit einer Gruppe gleichaltriger zusammenkommen. Durch die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe lernen Kinder, Empathie für andere Kinder zu entwickeln, und sie lernen wie man seine Bedürfnisse anderen Menschen mitteilt, Beziehungen aufbaut und Konflikte löst.

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Wie ihr dabei helfen könnt: Das wichtigste Hilfsmittel, das Eltern haben, um ihren Kleinen soziale Kompetenz zu vermitteln, ist die Vorbildfunktion. Kinder imitieren ihre Eltern und wenn sie sehen, dass Mama und Papa stets höflich sind, Mitgefühl zeigen und sich an Regeln halten können, dann werden sie es ihnen gleich tun. Es ist jedoch auch wichtig, dass Eltern einfache Regeln zuhause durchsetzen, damit Kinder lernen, diese zu befolgen - Übung macht schließlich den Meister. Außerdem können Eltern regelmäßige Treffen zum Spielen mit anderen Kindern organisieren.

Selbstständigkeit

Selbstständig sind die Kleinen, wenn sie mit dem Kindergarten fertig sind, natürlich noch nicht, aber sie haben einen wichtigen Schritt in diese Richtung gewagt. Erzieher ermutigen die Kinder dazu, eigene Entscheidungen zu treffen. Außerdem lernen die Kleinen im Kindergarten erstmals über ihre eigene Kompetenz, in dem sie Anderen helfen, Herausforderungen meistern und eigene Aufgaben übernehmen. Von ihnen wird schließlich erwartet, dass sie ihre eigenen Sachen in ihrem Fach aufbewahren, mithelfen beim Vorbereiten von Snacks und beim Aufräumen der Spielsachen.

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Wie ihr dabei helfen könnt: Ermutigt eure Kleinen dazu, Dinge auszuprobieren. Wenn sie sich zum Beispiel bisher nicht auf die Rutsche getraut haben, könnt ihr euch als Absicherung neben die Rutsche stellen und sie ermutigen zu rutschen. Außerdem könnt ihr Kindern dabei helfen, selbstständiger zu werden, in dem ihr ihnen eigenständige Entscheidungen erlaubt. Gebt ihnen dafür zwei Optionen, die für euch in Ordnung sind und lasst die Kleinen dazwischen wählen. Dann ist es allerdings wichtig, dass ihr ihre Entscheidung auch respektiert und umsetzt. So vermittelt ihr euren Kindern, dass sie eine gute Entscheidung getroffen haben.

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